Kampfsport ist mein Leben

Ein Interview mit “unserem” BJJ- und Krav Maga-Trainer Franco de Leonardis

In der Arena in Aschaffenburg ( http://arena-ab.de ) und vor der Geräuschkulisse der seilspringenden Boxer haben wir die Ehre, Franco de Leonardis zu interviewen, bei dem wir seit zwei Monaten mehrmals in der Woche BJJ und Krav Maga trainieren.

Franco kam mit 11 Jahren über das Taekwondo zum Kampfsport und hat seine Lieblingssportart Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) u.a. bei Mitgliedern der Gracie Familie, den Begründern des BJJ, in Basilien studiert und nach elf Jahren den schwarzen Gürtel erreicht. Inzwischen ist er Träger des 4. DANs, seit fast 12 Jahren Schwarzgurt und war als internationaler Wettkämpfer zweifacher Europameister im Grappling und Weltmeister im Shidokan MMA.

Im Gespräch mit Franco erkennen wir viele Parallelen zum Judo, das ebenso wie BJJ eine sehr gute Möglichkeit ist, Körper und Geist gemeinsam zu trainieren, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Für alle, die sich etwas mehr mit der Materia beschäftigen möchten oder einfach den ein oder anderen Begriff nachschlagen wollen, folgt hier eine kleine Liste mit Links:

Grappling: https://de.wikipedia.org/wiki/Grappling
MMA: https://de.wikipedia.org/wiki/Mixed_Martial_Arts
BJJ: https://de.wikipedia.org/wiki/Brazilian_Jiu-Jitsu
Gracie Familie: https://de.wikipedia.org/wiki/Gracie_Family
Krav Maga: https://de.wikipedia.org/wiki/Krav_Maga
Das Buch der fünf Ringe: https://de.wikipedia.org/wiki/Gorin_no_Sho
Kaizen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen

Chuck Norris für Anfänger

Mit Spaß trainieren, was im Ernstfall nie eintreten möge

Chuck Norris geistert in vielen Memes als unbesiegbarer Held durch das Internet und ist der Prototyp des Straßenkämpfers.

Ein großer Vorteil an unserer Mitgliedschaft in der der Arena in Aschaffenburg ist, dass wir ohne zusätzliche Verpflichtung und Kosten alle Sportangebote nutzen können. Und so haben wir neben dem BJJ auch Krav Maga ausprobiert und sind mit Spaß dabei. Hier lassen sich die Begeisterung für Kampfsport, Selbstverteidigung und der Wunsch, die körperliche Fitness zu erhalten und auszubauen, wunderbar verbinden.

Natürlich ist die Vermeidung brenzlicher Situationen die beste Strategie und sich selbst sinnvoll zu verteidigen kann nur gelingen, wenn man die Abläufe automatisiert hat und sie auch unter Stress abrufen werden können – etwas, das nach einem kurzen Kurs in Selbstverteidigung oder einigen Stunden Krav Maga in der Regel nicht zu erwarten ist.

Dennoch fördern solche Angebote die Fähigkeit, sich selbst zu behaupten, vielleicht früher Grenzen zu setzen und dienen somit der Prävention. Mit Blick auf die jungen Menschen in der Trainingsgruppe ist uns einmal mehr bewusst geworden, wie sinnvoll es für Kinder und Jugendliche ist, zumindest eine Zeit lang einen Kampfsport oder Selbstverteidigung zu trainieren.

Wir trainieren aktuelle in der Arena in Aschaffenburg (https://arena-aburg.de/), die Kampfsport für die ganze Familie anbietet. Vielleicht mögt Ihr es auch einmal ausprobieren?

Endlich wieder Weißgurt

Warum BJJ in mancher Hinsicht da weitermacht, wo Judo aufhört

Vor einem Monat haben wir uns offiziell von unserem langjährigen Sport Judo verabschiedet (https://www.youtube.com/watch?v=IcwReuNbTuk). Hier machen wir erst einmal eine ausführliche Pause, sowohl vom Judo, wie auch vom Trainer sein. Aber natürlich geht unser sportlicher Weg weiter und auch dem Kampfsport bleiben wir treu, dafür macht es uns einfach viel zu viel Spaß.

Auf Empfehlung sind wir vor ein paar Wochen in der Arena in Aschaffenburg (https://arena-aburg.de/) gelandet, einer kommerziellen Kampfsportschule, in der wir inzwischen ein paar Sachen ausprobiert haben. Regelmäßig sind wir unter anderem im BJJ anzutreffen, also beim Brazilian Jiu-Jitsu, einem dem Judo in vielen Dingen ähnlichem Kampfsport, dessen Schwerpunkt der Bodenkampf ist.

Auch wenn es viele Ähnlichkeiten zum Judo gibt, sind wir hier offiziell wieder Weißgurte – also nominell blutige Anfänger. Das fühlt sich erstmal komisch an, hat aber auch seine Vorteile 😉

Unser Abschied vom Judo

Manchmal muss man loslassen, was man liebt, auch wenn es unser Lieblingssport Judo ist.

Wir haben in unserem Leben schon so einige Dinge hinter uns gelassen, die wir gerne und gut gemacht haben. So viele, dass wir im Dezember eine eigene Folge zu diesem Thema aufgenommen haben: https://www.youtube.com/watch?v=skm2ePOPdMY.

Dass wir uns aber so bald nach unserer ersehnten Rückkehr auf die Judomatte von unserem Sport, unserem Trainerdasein und von unserem Verein verabschieden, das haben wir nicht kommen sehen. Zwar hat es rückblickend das ein oder andere Anzeichen einer notwendigen Veränderung gegeben, dennoch haben uns das Tempo und die Klarheit, mit der sich diese Entwicklung vollzogen hat, überrascht.

Nun sind wir in einer Phase des Übergangs, halten noch unsere letzten Trainingseinheiten, lassen los, trauern, sortieren aus uns freuen uns auf das Neue, für das durch unsere Entscheidung Zeit und Energie frei geworden sind.

Es war schön und jetzt ist es vorbei.

Judo ist wert-voll!

Über die zehn Judowerte und ihren Einfluss auf der Judomatte.

Mut, Ehrlichkeit, Wertschätzung, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit, Selbstbeherrschung und Freundschaft sind die zehn Werte, auf die sich die Lehren des Judobegründers Jigoro Kano sehr vereinfacht reduzieren lassen. Bunt illustriert und in kleinen Texten erläutert tauchen sie z.B. in den Heftchen zur Prüfungsvorbereitung und auf Postern im Dojo auf, mit der Idee, dass sie von den Judoka verinnerlicht und gelebt werden.

In dieser Folge unterhalten wir uns allgemein über diese zehn Werte und versprechen schon heute, dass wir in weiteren Folgen unsere Ideen weitergeben, wie diese Werte spielerisch mit viel Spaß ins Training eingebaut und so vermittelt werden können.

Die Illustrationen und Beschreibungen zu den Judowerten findet Ihr z.B. auf der Seite des DJB unter https://www.judobund.de/jugend/training-wettkampf/judowerte/.

Der hat mich geschubst!

Konflikte auf der Judomatte, lästig oder lehrreich?

Wenn wir einen Konflikt als eine herausfordernde Situation infolge des Aufeinanderprallens unterschiedlicher Interessen, Bedürfnisse oder Meinungen begreifen, wird schnell klar, dass Konflikte unvermeidbar zur menschlichen Interaktion gehören und Strategien für konstruktive Konfliktlösungen die Qualität des Miteinanders deutlich verbessern können, nicht nur im Judokontext.

Im Rahmen unserer Lehrprobe zum Trainer-B Gewaltprävention haben wir uns ausführlich mit der Bedeutung des Trainerverhaltens in Konfliktsituationen beschäftig und teilen in dieser Folge einige der grundlegenden Gedanken mit Euch. Wenn Ihr Euch für dieses Thema interessiert und Ihr unsere Ausarbeitung lesen möchtet, schreibt uns einfach eine Email an feedback@klein-große-welt.show. Wir freue uns, von Euch zu hören!

Natürlich lässt sich alles, was wir in dieser Folge besprechen, auch auf den Alltag in Familie oder Schule übertragen. Halt in alle Situationen, in denen ein Erwachsener schwierige Situationen durch sein bewusstes Verhalten positiven und lehrreich gestalten kann. Und selbstredend sind die Konzepte sinngemäß auch für Konflikte unter Erwachsenen anwendbar.

Kleider machen Leute

Wie der Judogi aus normalen Menschen Judoka macht

Zu Beginn der Judolaufbahn trainieren viele Teilnehmer während der ersten Trainingseinheiten in normalen Sportsachen, also in Sporthose und T-Shirt. Ein Umstand, der für ein Schnuppertraining funktioniert, aber überhaupt nicht vergleichbar ist mit dem Gefühl, einen Judoanzug zu tragen und in diesem zu trainieren. Daher bemerken wir immer wieder deutliche Veränderungen an unseren Teilnehmern, wenn sie zum ersten Mal im Judoanzug am Training teilnehmen. Von jetzt auf gleich verwandelt sich dann ein „normaler“ Sportler ebenso schnell in einen Judoka, wie sich Clark Kent als Superman zu erkennen gibt, sobald er seinen Anzug sichtbar trägt.

Absprache, Ritual oder Rolle? Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem, was der Judoanzug für uns verkörpert und ob er uns ähnliche Kräfte verleiht wie Superman.

Judo? Das machen doch nur Kinder!

Warum es sehr sinnvoll ist, auch als Erwachsener noch mit Judo anzufangen

In den meisten Köpfen ist Judo ein klassischer Sport für Kinder. Aber das ist eine Fehlannahme, denn abgesehen davon, dass es auch Erwachsenen einen Heidenspaß macht, auf der Matter herumzutollen, hat diese Sportart auch positive Auswirkungen auf vielen verschiedenen Ebenen.

Wir unterhalten uns in dieser Folge über unsere “Judo, Body & Soul” Gruppe und die Erlebnisse, die wir gemeinsam mit den Teilnehmern auf der Matte haben. Wir geben Einblicke in die Überlegungen, die hinter unserem Konzept stehen, und erklären, warum die erwachsenen Anfänger nicht nur körperlich vom Judotraining profitieren, sondern auch viele Erfahrungen von der Matte mit in den Alltag übertragen können.

Wenn ihr in Aschaffenburg oder Umgebung zuhause sein, dann schaut doch mal bei uns vorbei. Und sicher gibt es auch an anderen Orten Judovereine, die Trainings für erwachsene Anfänger anbieten. Es lohnt sich!

Prüfungen, die Spaß machen – Utopie oder Realität?

Wie unsere Judokids ohne Stress und mit viel Freude zeigen, was sie gelernt haben.

Mucksmäuschenstille Sporthallen, angespanntes Warten, zwei konzentriert schauende Prüfer hinter ihrem Tisch und Prüflinge, die durch wohlmeinende Hilfestellungen noch mehr verwirrt werden – eine früher typische und heute manchmal noch übliche Prüfungssituation zum nächsten Judogürtel.

Um uns als Trainern und unseren Judokindern den Stress solcher Prüfungssituationen zu ersparen, nutzen wir seit Jahren die Möglichkeit der trainingsbegleitenden Prüfung. Mit Erfolg, denn unsere Kinder zeigen inzwischen regelmäßig und mit viel Freude vor der ganzen Gruppe vor, was sie gelernt haben und übernehmen mehr und mehr die Verantwortung für ihren Lernfortschritt.

Kindern einen Rahmen zu bieten, in dem sie zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich lernen können, ist für uns ein Konzept, das auch in der Schule zu mehr Freude am Lernen führen könnte. Wieder einmal eine Judofolge, die auch für Menschen ohne Judohintergrund interessant sein könnte.

Der Angriff mit der Banane

Frei nach Monty Python – oder: taugt Judo zur Selbstverteidigung?

Wir alle kennen Filme mit spektakulären Kampfszenen, in denen ein Einzelner sich mit allen möglichen Tricks und Hilfsmitteln gegen beliebig viele Angreifer erfolgreich verteidigt. Actionreich, faszinierend und in keiner Form real. Oder doch?

In dieser Folge reden wir über Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, ihre Bedeutung für uns und wie wir beides im Judokontext nutzen. Bringt unser Training im Fall eines Angriffs Vorteile? Oder ist die beste Strategie das Weglaufen?

Wer nach dieser Folge von unserer Freude am Raufen, Treten und Schlagen ansteckt wurde, wendet sich bitte vertrauensvoll an seinen lokalen Judoverein 😊.

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