Handeln tut gut

Flashmob-Demo in Aschaffenburg

Die Coronazeit zeichnet sich vor allem durch zwei Dinge aus: Eintönigkeit und schlechte Nachrichten. Nicht, dass die Welt vor einem wirklichen Problem stünde – die Welt ist so, wie sie auch vorher war: ein wunderschöner Ort, der halt auch Gefahren birgt. Es wird der breiten Masse lediglich mit allen Mitteln verkauft, dass der Weltuntergang unmittelbar bevorsteht. Das nutzen die Strippenzieher dann aus, um mit Lockdown & Co. Eintönigkeit zu erzeugen und die Menschen so mürbe zu machen, dass sie hübsch parieren. Perfide.

Gestern Abend durfte ich erleben, wie gut es tut, zu handeln, auch wenn es diesmal nur symbolisch war. Gegen 21 Uhr hörten wir laute Musik von draußen. Lustig – vor 18 Monaten hätten wir uns noch darüber beschwert, gestern war es eine willkommene Abwechslung, die mich sofort hat rausgehen lassen. Dort lief mir dann ein Zug von an die hundert Menschen in die Arme (oder ich ihm), die schwarz gekleidet waren und ihre Gesichter als Totenköpfe geschminkt hatten. Zusammen mit einem batteriebetriebenen Lautsprecher- (Boller-) Wagen zogen sie durch die Stadt und haben dabei Banner mit links-rassistischen, braunen Aluhut-Parolen geschwenkt. Also halt sowas wie „Frieden“, „Freiheit“, „Wir sind das Leben“ und „Wir sind Kultur“ und weiterer vollkommen geschmackloser Kram.

Als stadtbekannter Covidiot habe ich mich natürlich sofort angeschlossen und bin mitgelaufen. Irgendwann konnte man dann sogar Jürgen Herzing, seines Zeichens Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, beobachten, wie er abseits neben dem Demonstrationszug lief und telefonierte. Entgegen anders lautender Vermutungen war es wohl nicht seine Intention, mit uns zu demonstrieren – er machte eher den Eindruck eines verzweifelten Schäferhundes, der seine fehlgeleiteten Schafe wieder auf den rechten Weg bringen wollte, und dabei war, daran zu verzweifeln. Vielleicht hat er aber auch nur die Polizei angerufen.

Die kam dann natürlich auch mit mehr als zehn Autos und Bussen. Ein bisschen doof haben sie geschaut, als der Zug dann kurzerhand ins Schöntal abgebogen ist. Dort kann man aus offensichtlichen Gründen keine Wege mit Streifenwagen zustellen.

Genauso schnell, wie sich die Versammlung in der Art eines Flashmobs gebildet hat, hat sie sich auch wieder aufgelöst. Gerade rechtzeitig, bevor die vielen anwesenden Polizisten auf komische Gedanken gekommen sind. Ganz so leicht wollten die sich dann aber auch nicht geschlagen geben, und haben noch lange Zeit verzweifelt versucht, irgendjemanden zu finden, dem sie seine Personalien ab- äh aufnehmen konnten.

Und was hat das mit mir gemacht? Nachdem ich den ehemaligen Demonstrationszug verlassen habe, war ich guter Stimmung wie schon lange nicht mehr. Fast aufgekratzt. Alleine die Tatsache, dass ich ein wenig mit offensichtlich Gleichgesinnten durch die Stadt gezogen bin und dabei beobachtet habe, wie der Lautsprecherwagen ordentlich Remmidemmi gemacht hat, hat mir das gute Gefühl gegeben, etwas getan zu haben. Und jetzt freue ich mich auf die ersten Versammlungen der Basispartei, bei denen wir dann auch anfangen, ernsthaft etwas zu tun.

Zeit zu handeln

Seitdem der ganze Wahnsinn begonnen hat, also seit inzwischen mehr als einem Jahr, sitze ich oft ungläubig da und frage mich, was das Ganze soll. Auch heute noch kann ich nicht verstehen, warum so viele Menschen die offensichtlichen Fehler im offiziellen Narrativ nicht sehen können oder wollen. Stichwort Inzidenz, Stichwort sinkende Todesrate, Stichwort Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

Angesichts der immer restriktiver werdenden Maßnahmen, die von Menschen, die in der DDR großgeworden sind und gelebt haben oft als „schlimmer als unter der SED“ bezeichnet werden, fühle ich mich oft ohnmächtig und hilflos.

Als Bodo Schiffmann seine Partei „Widerstand 2020“ gegründet hat, klang das gut, besaß aber kein solides Fundament und relativ wenig Substanz, was auch angesichts der Kurzfristigkeit der Aktion nachvollziehbar ist. Als ich dann vor nicht allzu langer Zeit auf die Basisdemokratische Partei Deutschlands, kurz „dieBasis“ gestoßen bin, habe ich als erstes den Eindruck gehabt, dass da jemand etwas mit Hand und Fuß auf die Beine gestellt hat. Als ich dann das Parteiprogramm gelesen habe, war ich ernsthaft interessiert.

Ich habe noch eine Weile gebraucht, um für mich die Entscheidung zu treffen, wieder politisch aktiv zu werden – in meiner Jugend war ich das für eine Zeit schon einmal – aber nun ist es Realität. Ich habe mich wieder einer Partei angeschlossen.

Im Gegensatz zur Eintagsfliege „Widerstand 2020“ haben hier wirklich viele Dinge bereits Hand und Fuß. So geht beispielsweise die Bearbeitung des Mitgliedsantrags nicht ohne ein persönliches Gespräch per Telefon ab, einfach, um sich mal zu beschnuppern. Das ergibt viel Sinn.

Gestern habe ich dann mal in eine Zoom Konferenz reingeschaut und war noch ein weiteres Mal positiv überrascht von einerseits der Vielfalt der Menschen und andererseits von der riesigen Menge an Gleichgesinnten, die wie ich fassungslos vor dem stehen, was da gerade auf der Welt und in Deutschland geschieht.

Ich halte nicht viel von dramatischen Aufrufen, Online-Petitionen zu unterschreiben, denn in meinen Augen sind sie nichts als Beschäftigungstherapie. Egal wie viele Menschen sie mitzeichnen – am Ende wird die Petition in den Parlamenten vom zuständigen Ausschuss zur Kenntnis genommen und lächelnd abgewiesen. Das bringt nichts.

Es gibt zwei Wege, wie grundlegende Veränderungen in einem etablierten System geschehen können: von innen und von außen. Bei uns würde eine Veränderung von außen nicht mehr und nicht weniger als einen Volksaufstand bedeuten. Das kann eine notwendige und legitime Maßnahme sein – der 4. Absatz des §20 im Grundgesetz sieht das explizit vor:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Bis dahin ziehe ich jedoch als „andere Abhilfe“ die Veränderung von innen vor. „dieBasis“ ist in meinen Augen der ersten ernstzunehmende Ansatz in diese Richtung und genau deshalb habe ich mich dazu entschieden, hier mitzuarbeiten.

Erste positive Konsequenz: Ich fühle mich nicht länger ohnmächtig und hilflos sondern habe wieder das Gefühl etwas tun zu können. Nach all den zermürbenden Monaten des Lockdowns ist das zusätzlich zum äußeren auch ein richtiger innerer Frühling.

Lasst uns etwas bewegen!

Bild: Henning C. Hacker

Magie mit ConBee II Zigbee Controller und USB 3 Festplatte

Ich wollte eigentlich schon länger wieder mal was schreiben, aber das Leben kam dazwischen. Heute eine relativ kurze Notiz – nicht zuletzt als Erinnerung für mich selbst, wenn ich es mal wieder brauchen sollte 😉

Ich habe mir ein neues Geäuse für meinen primären Raspi gegönnt, namentlich das Argon ONE M.2 Case für Raspberry Pi 4. Das hat nicht nur Platz für einen Raspi, sondern gleich auch noch für eine M.2 SSD, die ordentlich Speicherplatz schafft. Randbemerkung: Das Gehäuse ist von vorne bis hinten durchdacht und hat mich begeistert. Ein Review findet sich hier.

Problem bei der Sache: Sobald ich den Raspi in das neue Gehäuse eingebaut habe, funktioniert mein Zigbee Netzwerk mittels des ConBee II von dresden elektronik nicht mehr. Die Phoscon Software ist da, und behauptet auch, die Lampen zu schalten, jedoch tut sich nichts. Hat mich gestern echt einige graue Haare gekostet. Schlussendlich habe ich herausgefunden, dass es funktioniert, sobald ich die (über eine USB 3 Steckerbrücke) angeschlossene SSD abklemme, und umgekehrt. Mangels einer Lösung habe ich gestern alles zurückgebaut und war ein wenig frustiert.

Heute Morgen habe ich mich dann neu motiviert hingesetzt und ein wenig intensiver gegoogelt – und dabei diesen Thread hier gefunden, der genau mein Problem beschreibt: https://github.com/dresden-elektronik/deconz-rest-plugin/issues/1803. Darin gibt es einige Lösungsansätze, jedoch scheint derjenige, der letztlich funktioniert, fast mit Magie zu tun zu haben 😉 Einfach den ConBee II USB Stick an ein Verlängerungskabel anschließen und alles geht wieder.

Wenn man sich ein wenig mit dem Hintergrund beschäftigt, wird es weniger magisch und besser greifbar: Die USB 3 Ports am Raspi scheinen eine Lücke in der Schirmung zu haben, die genügend HF Strahlung durchlässt, um das 2,4 GHz Frequenzband des ConBee II so zu stören, dass keine Kommunikation mehr mit dem Zigbee Netzwerk zustandekommt.

Also gleich mal die USB Verlängerung angeklemmt und den Stick möglichst weit vom USB 3 Port des Raspi entfernt … et voilá: Alles funktioniert wieder. Danke Internet 🙂

Projekt Smartifizierung

Was macht man, um angesichts des Corona-Wahnsinns nicht durchzudrehen? Man sucht sich ein Projekt. Und was habe ich mir gesucht? Die Smartifizierung unseres Zuhauses. Lasst die Spiele beginnen …

Sachte angefangen mit intelligenten Lichtern und so habe ich schon vor einigen Jahren. Philips Hue, intelligente Heizungsthermostate und mal zum Spielen einen Bewegungssensor. War aber alles mehr lustloses Ausprobieren. Jetzt sind Corona-Ferien, jetzt mache ich ernst.

Den Anstoß gab ein Freund, der mich auf die Shelly-Produkte aufmerksam gemacht hat. Kleine, kostengünstige Relais, die in die Unterputzdosen eingebaut werden, im WLAN hängen und für bis dato geistig minderbemittelte Stromverbraucher das vielseits beschworene Hirn vom Himmel regnen lassen.

Für mich als Nicht-Elektriker hat es einen Moment gedauert, bis ich mich in die Schaltpläne reingefuchst habe, aber inzwischen ergibt das alles Sinn. Der erste Shelly hat noch über eine Stunde gedauert, bis er eingebaut war, nun ist es eine Sache von Minuten – vorausgesetzt in der Unterputzdose ist genügend Platz.

Nachdem die Möglichkeiten der Shelly App recht schnell ausgeschöpft waren und ja auch noch mein Altbestand an intelligenten Geräten da war, war es nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Raspberry Pi mit iobroker seine Zelte aufgeschlagen hat. Meine aktuelle Konfiguration beinhaltet Geräte von Allterco (Shelly), Philips (Hue), AVM (FRITZ!DECT), Homematic IP, Xiaomi (Aqara) und IKEA (Trådfri). Details und vor allem Berichte über erfolgreich umschiffte Klippen folgen.

Was für eine schöne Ablenkung …

Mein Ellenbogen gehört mir

oder: Warum ich aus Prinzip niemanden per Ellenbogen (oder Faust) begrüße

Ich finde die neue (Un-) Sitte, sich mit Ellenbogen oder Faust zu begrüßen, offen gesagt ziemlich gräßlich. Sie ist ein äußerst misslungener Spagat zwischen “Ich habe Angst vor Dir, weil ich mich anstecken könnte” und “Ich möchte meine Wertschätzung und Sympathie dennoch nach wie vor per Körperkontakt auszudrücken”.

Diesem künstlich erzeugten Dilemma verweigere ich mich. Vollständig. Meinen Ellenbogen bekommt niemand und – das sage ich zumindest scherzhaft denjenigen, die mich schon kennen – meine Faust kannst Du im Zweifelsfall nur mit Schwung ins Gesicht bekommen, aber nicht zur Begrüßung.

Dabei ergibt es aus hygienischer Sicht wahrscheinlich gar keinen Sinn, statt der Handfläche die Faust des anderen zu berühren. Das erinnert mich ein wenig an die 5-Sekunden-Regel: Wenn etwas auf den Boden fällt und du es innerhalb von fünf Sekunden wieder aufhebst, kannst Du es noch essen, weil die Bakterien und Viren noch keine Zeit hatten, vom Boden auf das Essen zu laufen.

Das heißt nicht unbedingt, dass ich das Bedürfnis habe jeden zur Begrüßung zwanghaft zu umarmen und (um die Aussage zu pointieren) abzulecken. Wenn jemand keine Berührung möchte, dann respektiere ich das. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, sich zu begrüßen, ohne sich dabei zu berühren. Die mir höchst vertraute japanische Verbeugung, die ich im Judo seit Jahren praktiziere, wäre nur eine davon.

Wer unbedingt in der Angst leben will, dass alle andere Menschen potenziell gefährlich sind, der möge das tun. Aber bitte lasst mich in Ruhe mit euren komischen und verqueren Ersatzritualen für den ehrlichen Handschlag.

(Bild von Petr “Elvis” auf Pixabay)

Alles richtig gemacht

Die Politik hat aktuell mit dem neuerlichen Lockdown alles richtig gemacht. Zumindest, wenn es darum geht, die eigene Haut zu retten. Denn egal was passiert – der Lockdown lässt sich als gerechtfertigt darstellen. Jedenfalls wenn man davon ausgeht, dass jeder einzelne positiv Getestete auch tatsächlich infiziert ist, krank wird und letztlich auf der Intensivstation landet.

Zugegeben, was hier gerade passiert ist schon ein Meisterstück oppressiver Politik im demokratischen Gewand, und es gibt einen Teil von mir, der sich ehrfurchtsvoll vor diesem fast diabolisch anmutenden Vorgehen verneigt. Der andere, weitaus überwiegende Teil ist jedoch immer noch und jeden Tag aufs Neue fassungslos über das, was da draußen geschieht.

Aber zurück zum Thema. Warum hat die Politik (aus eigener Sicht) alles richtig gemacht? Nun ja … die Zahl der positiven PCR-Tests kann machen was sie will, die Maßnahmen zum Lockdown waren immer „begründet und angemessen“.

  • Sinkt die Anzahl der positiven Tests, haben die Maßnahmen gegriffen und die Politik hat alles richtig gemacht.
  • Bleibt die Anzahl der positiven Tests gleich, haben die Maßnahmen gegriffen, uns vor Schlimmerem bewahrt und die Politik hat alles richtig gemacht.
  • Steigt die Anzahl der positiven Tests, haben die Maßnahmen zwar gegriffen, waren jedoch nicht weitreichend genug. Dennoch haben sie uns vor (noch) Schlimmerem bewahrt und die Politik hat auch in diesem Fall alles richtig gemacht.

Wie gesagt: diabolisch clever.

Funfact am Rande: Die reguläre Grippewelle scheint dieses Jahr auszufallen, wenn man den Zahlen des Robert-Koch-Instituts glaubt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

(Bild von GraphicMama-team auf Pixabay)

Corona war gestern – die virile Gestation ist das wirkliche Problem!

Ein typischer Schwangerschaftstest hat eine Genauigkeit von >= 99%. Wenn man eine Million Männer damit testet, werden erwartungsgemäß etwa 1.000 von ihnen positiv sein. Tut man das jede Woche, zeigt die Statistik im Jahresmittel etwa 50.000 neue Fälle von Männerschwangerschaft (“viriler Gestation”, ICD-10 N50.9).

Ich mache mir große Sorgen, dass das Gesundheitssystem, besonders die Geburtsabteilungen der Krankenhäuser, nicht auf diese außergewöhnliche Herausforderung vorbereitet sind und zwangsläufig überlastet werden, wenn wir nicht sofort drastische Maßnahmen ergreifen.

Glücklicherweise haben erste Pharmafirmen bereits reagiert und in schnell, jedoch äußerst sorgfältig durchgeführten Studien nachgewiesen, dass modifizierte Antibabypillen auch bei Männern wirken. Durch den erhöhten Forschungsaufwand sind sie jedoch leider viel teurer als bisherige handelsübliche Pillen.

Die Bundesregierung ist bereits dabei einen Nachtragshaushalt vorzubereiten, über den mehr als 40 Mio. Dosen der neuen “Pille” als Sofortmaßnahme angeschafft und allen männlichen Bundesbürgern zur Verfügung gestellt werden. Um einer Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen, wird gleichzeitig an einer Gesetzesvorlage gearbeitet, die alle Männer verpflichtet, entweder die Pille zu nehmen, oder sich selbst freiwillige Enthaltsamkeit aufzuerlegen (“sexual distancing”).

Natürlich werde ich mitmachen und ab sofort die Pille nehmen. Die Nebenwirkungen nehme ich gerne in Kauf!

#flattenthecurve

Über den Umgang mit Rechtsradikalen auf Demonstrationen

Dass am 29. August bei der Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auch Menschen mit extremen Ansichten – rechts wie links – dabei waren steht außer Frage. Dass ich diese Ansichten nicht teile steht für mich ebenso außer Frage. Auch wenn es in den Medien oftmals anders dargestellt wird, zweifle ich auch nicht an, dass die Anwesenheit von extremen Randgruppen keinen Einfluss auf die Grundstimmung der Zehntausenden von Demokraten während der Demonstration gehabt hat.

Wie so oft, richtet sich der Fokus der Öffentlichkeit nach der Demonstration jedoch weg von der sehr großen Masse der friedlich Demonstrierenden und hin auf die viel spektakuläreren und medienwirksameren Randgruppe, siehe “Sturm” auf den Reichstag und schwarz-weiß-rote Reichsflaggen.

Der Tenor in den entrüsteten Medien lautet: Wer gemeinsam mit Nazis demonstriert macht sich selbst schuldig. Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo sagt sogar in einem Video:

Wenn man beginnt, solche Leute in die Debatte zu holen, solche Leute als legitime Diskurspartner zu betrachten, dann hat man das Kunststück geschafft, zwar vielleicht nichts rechts zu sein, aber trotzdem zum Teil des Nazi-Problems in Deutschland zu werden.

https://www.instagram.com/p/CEhVOe4nAcG/

Abgesehen davon, dass ich keinerlei Lust habe, mich auf einen Diskurs mit Rechtextremen einzulassen und das, soweit ich mitbekommen habe, auch in Berlin niemand getan hat – was ist denn die politisch korrekte, möglichst konkrete Handlungsempfehlung hier?

Angenommen, Zehntausende Menschen ziehen friedlich demonstrierend durch die Straßen, und auf einmal gesellen sich ein paar Nazis mit Reichflaggen dazu, sollen dann alle pikiert aufschreien und sofort die Demonstration beenden, nur, um nicht “gemeinsame Sache” mit den Rechtsextremen zu machen? Oder sollen die Normalos die Nazis so lange in Diskussionen verwickeln, bis sie ihren Irrglauben erkennen und reumütig den rechten Rand verlassen? Bitte helft mir hier. Was sollen die Zehntausende tun? Außer dem natürlich, was sie ohnehin schon getan haben, nämlich die Spinner zu ignorieren.

Ich persönlich bin der Meinung, dass das Thema und das Statement einer Demonstration sich nicht deswegen ändert, weil ein paar Spinner sich anschließen und als Trittbrettfahrer versuchen, Aufmerksamkeit zu erheischen. Wäre ich in Berlin gewesen, hätte ich es als vollkommen ausreichend empfunden, mich von den Nazis fern zu halten und weiter mein Ding zu machen. Ich war zwar nicht dort, aber dennoch empfinde ich die demonstrativ vorgetragenen, kollektiven Kopfschmerzen der politisch ach so korrekten Medien und Politiker aufgrund der unzulässigen Pauschalisierung und fehlenden Alternativen als unerträglich.

Na klar ist es notwendig nicht mit Extremisten “gemeinsame Sache” zu machen. Aber nur, weil auf einer Großdemo mit 40.000 Menschen ein paar Hundert Nazis mit ein paar Flaggen auftauchen, diskreditiert das doch nicht all die, die ihr Grundrecht zu demonstieren friedlich genutzt haben. Eine Demokratie muss auch Spinner aushalten, und die beste Art und Weise das zu tun ist, ihnen keine Bühne zu bieten. Leider macht die Öffentlichkeit gerade das exakte Gegenteil. Aber vielleicht kommt es vielen auch einfach nur gelegen, dass ein paar Nazis mal wieder über die Stränge geschlagen haben. Ist ja so schön medienwirksam.

Kündigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

(im Englischen würde man schreiben „to whom it may concern“, das passt noch besser),

hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft in der “Kirche des heiligen Coronavirus” mit sofortiger Wirkung. Meinen emotionalen Mitgliedsbeitrag bekommen Sie ab sofort auch nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Sann

Also, eigentlich habe ich da ja noch nie so richtig mit gemacht. War mehr das, was man so schön eine „Karteileiche“ nennt. Eingetreten bin ich auch nie – das ist so bisschen wie mit dem Christentum oder anderen Staatsreligionen. Da ist man einfach Mitglied, ohne dass man eine Chance gehabt hätten, nein zu sagen. Nur offiziell gekündigt hatte ich bisher noch nicht bei der „Kirche des heiligen Coronavirus“. Das habe ich jetzt nachgeholt.

Ich bin ein Mensch. Leben ist gefährlich. Das Leben ist sogar so gefährlich, dass es mit hundertprozentiger Sicherheit tödlich endet. Für jeden! Ohne Ausnahme!

Als ich geboren wurde, war mir der Tod bereits in die Wiege gelegt. Das ist so etwas wie das Kleingedruckte für den Planeten Erde. Ich war damit einverstanden. Klar, ich würde gerne noch ein bisschen hier bleiben und habe nicht vor, mich demnächst vom Acker zu machen. Aber passieren kann es trotzdem. Und ich habe höchstens ein klitzekleines bisschen Einfluss darauf.

Deshalb akzeptiere ich, dass es da draußen unglaublich viele Dinge gibt, die mich das Leben kosten könnten. Beispielsweise könnte mich morgen ein Stück Weltraumschrott erschlagen (Querverweis auf die Serie „Dead like me“. Sehenswert!). Oder – und ja, das ist eine Option – das Coronavirus erwischt mich und ich gehöre diesmal nicht zu den 99,6%, für die Covid-19 zwar ein bis zwei Wochen echt scheiße ist, die sich danach aber vollständig erholen.

Wenn man akzeptiert, dass das Leben inhärent tödlich ist, dann hat das einen großen Vorteil: Man kann die Zeit, bis es soweit ist, viel mehr genießen. Und das habe ich vor. Ich denke ja gar nicht daran, abends mit der Sorge einzuschlafen, dass mich morgen vielleicht jemand anstecken könnte. Ich glaube auch weiterhin an das Gute im Menschen – sowohl charakterlich als auch mikrobiologisch. Deshalb gebe ich denjenigen, die ich mag und die mich mögen auch weiterhin jederzeit gerne eine Umarmung.

Ich respektiere jedoch auch die Wahlfreiheit der Menschen. Wenn du dich entscheidest, mit Maske rumzurennen und Angst zu haben – wer bin ich, um zu versuchen, dich davon abzubringen. Aber auch ich bin frei in meiner Wahl, und ich wähle, keine Angst zu haben. Ich wähle, das Leben zu genießen. Ich wähle, mit dem Risiko zu leben, dass etwas schief geht, wenn ich bereit bin die Konsequenzen zu tragen. Es ist meine Entscheidung.

In eurer Kirche erzählen sie euch, dass Menschen wie ich rücksichtslos seien. Aber das stimmt nicht. Ich laufe dir ja nicht ohne Maske hinterher. Ich versuche auch nicht, dir zu erklären, dass das, was du glaubst falsch ist. Ich mache einfach mein Ding und respektiere, dass andere es anders machen. Wenn du dich schützen willst, dann tu das, meinen Segen hast du. Und ich mache trotzdem, was ich für richtig halte. So ist das halt mit der Verantwortung. Jeder trägt die seine für sich.

Warum ich mich weigere, Angst zu haben

In meiner Kolumne “Zu guter Letzt …” in meinem Essenzenladen-Newsletter habe ich mal zusammengefasst, warum ich keine Angst habe. Kann man nicht oft genug sagen, deshalb veröffentliche ich den Text auch hier noch einmal:

Zu guter Letzt … (April 2020)

Eigentlich sollten wir alle heute gar nicht mehr hier sein – so war der Plan. Prophezeiungen von Nostradamus und anderen zeigen klar, dass das „Experiment Erde“ noch vor der Jahrtausendwende mit einem großen Paukenschlag, vielleicht einem Atomkrieg, beendet sein sollte. Chancen dafür gab es ja mehr als genug. Aber wir sind noch da.

Aktuellere Informationen aus der feinstofflichen Welt berichten davon, dass die Menschheit kollektiv mit der Harmonischen Konvergenz im August 1987 beschlossen hat, den Plan zu ändern. Aus irgendeinem Grund haben wir alle auf Seelenebene beschlossen, das Spiel auf dem Planeten Erde noch weiterzuspielen. DESHALB sind wir noch da.

Und heute sitzen wir wegen eines Virus alle mehr oder minder freiwillig Zuhause und wundern uns, wie und warum das geschehen ist.

Die Situation macht ANGST! Manche fürchten sich davor, selbst krank zu werden, andere haben Angst davor, andere anzustecken. Wieder andere sorgen sich um den Zustand der Demokratie und diejenigen, die schon seit Jahren vorhersagen, dass das Wirtschafts- und Finanzsystem komplett zusammenbrechen wird, sehen sich bestätigt und erwarten den unmittelbar bevorstehenden Kollaps.

Ich glaube nicht daran!

Ganz tief in mir ist eine Stimme, die mir immer wieder sanft ins Ohr flüstert, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Besonders in den Momenten, in denen ich mich von der kollektiven Angst anstecken lasse und selbst ins Zweifeln komme. Ein wesentlicher Grund dafür, warum ich im Herzen der Stimme vertraue ist, dass sie mich noch nie belogen hat. Ein wesentlicher Grund dafür, warum auch mein denkender Verstand der Stimme vertraut ist der: Warum sollte sich die Menschheit 1987 entschlossen haben, das Spiel auf der Erde NICHT zur Jahrtausendwende enden zu lassen und nun, nur wenige Jahre später, im Chaos versinken? Das ergibt keinen Sinn und das fühlt sich auch komplett falsch an.

Klar, mit absoluter Sicherheit wissen kann niemand, was geschehen wird. Aber auch hier hilft mir mein gesunder Menschenverstand. Wenn ich ohnehin das Schicksal der Welt nicht im Alleingang beeinflussen kann, warum sollte ich dann die Angst dem Vertrauen vorziehen? Mal ganz krass ausgedrückt: Wenn der Weltuntergang tatsächlich absehbar wäre, warum sollte ich die Zeit bis dahin dann in Angst verbringen, wenn ich stattdessen auch gute Gefühle haben kann? Aber wie gesagt: Der Weltuntergang wurde 1987 abgesagt.

Was kann ich tun, um mich nicht in die kollektive Angst einzuklinken und mich sicher zu fühlen? Es gibt da ein probates Mittel: Halten Sie sich von den Medien fern. Eine alte Weisheit des Journalismus sagt: „Only bad news is good news“ – nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Medien sind davon abhängig, dass sie Geld verdienen und das tun sie nur, wenn sie gelesen und angesehen werden. Deshalb „kitzeln“ die Medien, seit es sie gibt, gerne die Sensationslust der Menschen und oft bleibt dabei die Sachlichkeit auf der Strecke. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass das, was sie in den Medien hören und sehen, allgemeingültig und die volle Wahrheit ist. Oft ist es nur der Ausschnitt der Wahrheit, der die besten Quoten verspricht. Und manchmal ist es sogar einfach eine Lüge. Um auch in der Krise stabil zu bleiben ist es deshalb ratsam, sich von der kontinuierlichen „Berichterstattung“ in Fernsehen, Internet und Zeitungen fernzuhalten. Ein Update am Tag reicht.

Sorgen Sie außerdem gut für sich. Es ist, besonders für feinfühlige Menschen, vollkommen normal dass sie momentan ein großes Schlafbedürfnis haben. Es kostet momentan viel Kraft die persönliche und kollektive Energie (aus-) zu halten, deshalb ist eine ausgedehnte Regeneration mehr als angemessen. Gehen Sie auch in die Sonne und in die Natur. Tanken Sie auf.

Nutzen Sie die Zeit, um sich nach innen zu wenden. Energetisch gesehen ist der aktuelle Ausnahmezustand ein Portal, das immense Chancen für persönliches Wachstum birgt. Eine neue Ebene von alten Verletzungen eröffnet sich, um geheilt zu werden. Nutzen Sie die Werkzeuge, die Ihnen zur Verfügung stehen, um diese Gelegenheiten zu ergreifen.

Bei alledem können uns Essenzen auf hervorragende Weise, um nicht zu sagen besser denn je unterstützen. Die Hersteller der Essenzen, die wir im Programm haben, versorgen uns aktuell mit vielen Informationen und Vorschlägen für unterstützende Essenzen. Schauen Sie doch einmal, welche davon mit Ihnen in Resonanz gehen. Und vor allem: Haben Sie keine Angst!

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen