Iss doch, was Du willst!

Gibt es den einen, für alle gleichermaßen gesunden und nachhaltigen Ernährungsstil?

In einer Gesellschaft, in der Nahrung nicht mehr nur dem Stillen von Hunger und dem Überleben dient, lässt sich trefflich darüber streiten, welcher Ernährungsstil gesund und für die Umwelt am nachhaltigsten ist.

Vegetarisch, vegan, Paleo oder ganz einfach nach Lust und Laune – es gibt so viele Möglichkeiten sich zu ernähren und leider viele Menschen, die auf diesem Gebiet nahezu missionarisch unterwegs sind. Zudem sind die Ansichten über gesunde, bzw. ungesund Ernährung im ständigen Wandel und morgen kann schon wieder angepriesen werden, was heute noch verpönt ist. Das macht es schwierig, den Überblick zu behalten und sich dem Trend entsprechend gesund zu ernähren.

Aber müssen wir diesen Trends folgen? Wir halten es da recht einfach und ernähren uns so, wie es uns gerade gut tut. Das klingt leicht, setzt aber voraus, die eigenen Bedürfnisse und Verhaltensweisen recht gut zu kennen, um zu verstehen, woher der Wunsch nach z.B. Schokolade oder einem weiteren Bier gerade stammt und dann bewusst zu entscheiden, diese zu essen, bzw. zu trinken oder eben nicht.

Der Weg zur intuitiven Ernährung beginnt sinnvoller Weise in der Kindheit, und es liegt an uns Eltern, unseren Kinder zu helfen, ein gutes Gespür für sich und ihren Körper zu entwickeln, zum Beispiel indem wir ihnen zugestehen, den Teller nicht mehr leer zu essen, wenn sie satt sind.

Ich bin dann mal weg!

Kindheit als Spannungsfeld zwischen Zugehörigkeit und Autonomiebedürfnis.

Als soziale Wesen ist Zugehörigkeit für uns Menschen ein Grundbedürfnis und gerade Kinder sind darauf angewiesen, zu Menschen zu gehören, die sich zuverlässig um sie kümmern und dadurch ihr physisches und emotionales Überleben sichern. Und gleichzeitig spüren auch junge Menschen schon das Bedürfnis immer unabhängiger und autonomer zu werden, eigene Wege zu gehen und die Welt zu erkunden. Ein Spannungsfeld, das für Eltern und Kinder nicht immer einfach ist.

Fordern wir unseren Kinder zum Beispiel mit dem täglichen Gang in den Kindergarten oder auch in die Schule vielleicht manchmal mehr Autonomie und Unabhängigkeit ab, als es ihrem Entwicklungsstand entspricht? Oder sind wir Eltern manchmal der bremsende Faktor, weil wir einfach noch nicht so weit sind, unseren Kindern den gewünschten Freiraum und die nächsten Entwicklungsschritte zuzugestehen?

Ab wann werden die Augen wirklich viereckig?

Dauerbrenner Medienkonsum

Nein, Medienerziehung gibt es nicht erst seitdem wir Eltern sind. Auch unsere Eltern mussten sich schon Gedanken darüber machen, wie viel Fernsehzeit für uns als Kinder gut war und welche Sendungen wir schauen sollten. Und ja, das Angebot „damals“ war deutlich geringer als es heute ist, die Anzahl der Sender war überschaubar, die Sendezeit beschränkt und bei einem, maximal zwei Fernsehgeräten pro Haushalt war die freie Verfügbarkeit dieser Geräte auch nicht unbedingt gegeben.

Dieses Bild hat sich deutlich gewandelt. Menschen, die gleichzeitig mit Handy und Tablet vorm Fernseher sitzen, hätte ich mir in meinen jungen Jahren nicht vorstellen können. Schule mit Smartboard und in vielen Klassen auch Tablet sind längst Realität und an vielen Stellen geht es somit auch für unsere Kinder gar nicht mehr ohne entsprechendes Endgerät.

Wie bei vielen Dingen im Leben ist es auch bei den Medien die Dosis, die passen muss, damit die Augen nicht irgendwann doch viereckig werden und unsere Kinder einen sinnvollen Umgang mit sich und ihren Medien finden. Hier sind wir als Eltern gefragt, ganz individuelle Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu finden, die gut zu uns und zu unseren Kindern passen.

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