Kündigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

(im Englischen würde man schreiben „to whom it may concern“, das passt noch besser),

hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft in der “Kirche des heiligen Coronavirus” mit sofortiger Wirkung. Meinen emotionalen Mitgliedsbeitrag bekommen Sie ab sofort auch nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Sann

Also, eigentlich habe ich da ja noch nie so richtig mit gemacht. War mehr das, was man so schön eine „Karteileiche“ nennt. Eingetreten bin ich auch nie – das ist so bisschen wie mit dem Christentum oder anderen Staatsreligionen. Da ist man einfach Mitglied, ohne dass man eine Chance gehabt hätten, nein zu sagen. Nur offiziell gekündigt hatte ich bisher noch nicht bei der „Kirche des heiligen Coronavirus“. Das habe ich jetzt nachgeholt.

Ich bin ein Mensch. Leben ist gefährlich. Das Leben ist sogar so gefährlich, dass es mit hundertprozentiger Sicherheit tödlich endet. Für jeden! Ohne Ausnahme!

Als ich geboren wurde, war mir der Tod bereits in die Wiege gelegt. Das ist so etwas wie das Kleingedruckte für den Planeten Erde. Ich war damit einverstanden. Klar, ich würde gerne noch ein bisschen hier bleiben und habe nicht vor, mich demnächst vom Acker zu machen. Aber passieren kann es trotzdem. Und ich habe höchstens ein klitzekleines bisschen Einfluss darauf.

Deshalb akzeptiere ich, dass es da draußen unglaublich viele Dinge gibt, die mich das Leben kosten könnten. Beispielsweise könnte mich morgen ein Stück Weltraumschrott erschlagen (Querverweis auf die Serie „Dead like me“. Sehenswert!). Oder – und ja, das ist eine Option – das Coronavirus erwischt mich und ich gehöre diesmal nicht zu den 99,6%, für die Covid-19 zwar ein bis zwei Wochen echt scheiße ist, die sich danach aber vollständig erholen.

Wenn man akzeptiert, dass das Leben inhärent tödlich ist, dann hat das einen großen Vorteil: Man kann die Zeit, bis es soweit ist, viel mehr genießen. Und das habe ich vor. Ich denke ja gar nicht daran, abends mit der Sorge einzuschlafen, dass mich morgen vielleicht jemand anstecken könnte. Ich glaube auch weiterhin an das Gute im Menschen – sowohl charakterlich als auch mikrobiologisch. Deshalb gebe ich denjenigen, die ich mag und die mich mögen auch weiterhin jederzeit gerne eine Umarmung.

Ich respektiere jedoch auch die Wahlfreiheit der Menschen. Wenn du dich entscheidest, mit Maske rumzurennen und Angst zu haben – wer bin ich, um zu versuchen, dich davon abzubringen. Aber auch ich bin frei in meiner Wahl, und ich wähle, keine Angst zu haben. Ich wähle, das Leben zu genießen. Ich wähle, mit dem Risiko zu leben, dass etwas schief geht, wenn ich bereit bin die Konsequenzen zu tragen. Es ist meine Entscheidung.

In eurer Kirche erzählen sie euch, dass Menschen wie ich rücksichtslos seien. Aber das stimmt nicht. Ich laufe dir ja nicht ohne Maske hinterher. Ich versuche auch nicht, dir zu erklären, dass das, was du glaubst falsch ist. Ich mache einfach mein Ding und respektiere, dass andere es anders machen. Wenn du dich schützen willst, dann tu das, meinen Segen hast du. Und ich mache trotzdem, was ich für richtig halte. So ist das halt mit der Verantwortung. Jeder trägt die seine für sich.

Warum ich mich weigere, Angst zu haben

In meiner Kolumne “Zu guter Letzt …” in meinem Essenzenladen-Newsletter habe ich mal zusammengefasst, warum ich keine Angst habe. Kann man nicht oft genug sagen, deshalb veröffentliche ich den Text auch hier noch einmal:

Zu guter Letzt … (April 2020)

Eigentlich sollten wir alle heute gar nicht mehr hier sein – so war der Plan. Prophezeiungen von Nostradamus und anderen zeigen klar, dass das „Experiment Erde“ noch vor der Jahrtausendwende mit einem großen Paukenschlag, vielleicht einem Atomkrieg, beendet sein sollte. Chancen dafür gab es ja mehr als genug. Aber wir sind noch da.

Aktuellere Informationen aus der feinstofflichen Welt berichten davon, dass die Menschheit kollektiv mit der Harmonischen Konvergenz im August 1987 beschlossen hat, den Plan zu ändern. Aus irgendeinem Grund haben wir alle auf Seelenebene beschlossen, das Spiel auf dem Planeten Erde noch weiterzuspielen. DESHALB sind wir noch da.

Und heute sitzen wir wegen eines Virus alle mehr oder minder freiwillig Zuhause und wundern uns, wie und warum das geschehen ist.

Die Situation macht ANGST! Manche fürchten sich davor, selbst krank zu werden, andere haben Angst davor, andere anzustecken. Wieder andere sorgen sich um den Zustand der Demokratie und diejenigen, die schon seit Jahren vorhersagen, dass das Wirtschafts- und Finanzsystem komplett zusammenbrechen wird, sehen sich bestätigt und erwarten den unmittelbar bevorstehenden Kollaps.

Ich glaube nicht daran!

Ganz tief in mir ist eine Stimme, die mir immer wieder sanft ins Ohr flüstert, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Besonders in den Momenten, in denen ich mich von der kollektiven Angst anstecken lasse und selbst ins Zweifeln komme. Ein wesentlicher Grund dafür, warum ich im Herzen der Stimme vertraue ist, dass sie mich noch nie belogen hat. Ein wesentlicher Grund dafür, warum auch mein denkender Verstand der Stimme vertraut ist der: Warum sollte sich die Menschheit 1987 entschlossen haben, das Spiel auf der Erde NICHT zur Jahrtausendwende enden zu lassen und nun, nur wenige Jahre später, im Chaos versinken? Das ergibt keinen Sinn und das fühlt sich auch komplett falsch an.

Klar, mit absoluter Sicherheit wissen kann niemand, was geschehen wird. Aber auch hier hilft mir mein gesunder Menschenverstand. Wenn ich ohnehin das Schicksal der Welt nicht im Alleingang beeinflussen kann, warum sollte ich dann die Angst dem Vertrauen vorziehen? Mal ganz krass ausgedrückt: Wenn der Weltuntergang tatsächlich absehbar wäre, warum sollte ich die Zeit bis dahin dann in Angst verbringen, wenn ich stattdessen auch gute Gefühle haben kann? Aber wie gesagt: Der Weltuntergang wurde 1987 abgesagt.

Was kann ich tun, um mich nicht in die kollektive Angst einzuklinken und mich sicher zu fühlen? Es gibt da ein probates Mittel: Halten Sie sich von den Medien fern. Eine alte Weisheit des Journalismus sagt: „Only bad news is good news“ – nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Medien sind davon abhängig, dass sie Geld verdienen und das tun sie nur, wenn sie gelesen und angesehen werden. Deshalb „kitzeln“ die Medien, seit es sie gibt, gerne die Sensationslust der Menschen und oft bleibt dabei die Sachlichkeit auf der Strecke. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass das, was sie in den Medien hören und sehen, allgemeingültig und die volle Wahrheit ist. Oft ist es nur der Ausschnitt der Wahrheit, der die besten Quoten verspricht. Und manchmal ist es sogar einfach eine Lüge. Um auch in der Krise stabil zu bleiben ist es deshalb ratsam, sich von der kontinuierlichen „Berichterstattung“ in Fernsehen, Internet und Zeitungen fernzuhalten. Ein Update am Tag reicht.

Sorgen Sie außerdem gut für sich. Es ist, besonders für feinfühlige Menschen, vollkommen normal dass sie momentan ein großes Schlafbedürfnis haben. Es kostet momentan viel Kraft die persönliche und kollektive Energie (aus-) zu halten, deshalb ist eine ausgedehnte Regeneration mehr als angemessen. Gehen Sie auch in die Sonne und in die Natur. Tanken Sie auf.

Nutzen Sie die Zeit, um sich nach innen zu wenden. Energetisch gesehen ist der aktuelle Ausnahmezustand ein Portal, das immense Chancen für persönliches Wachstum birgt. Eine neue Ebene von alten Verletzungen eröffnet sich, um geheilt zu werden. Nutzen Sie die Werkzeuge, die Ihnen zur Verfügung stehen, um diese Gelegenheiten zu ergreifen.

Bei alledem können uns Essenzen auf hervorragende Weise, um nicht zu sagen besser denn je unterstützen. Die Hersteller der Essenzen, die wir im Programm haben, versorgen uns aktuell mit vielen Informationen und Vorschlägen für unterstützende Essenzen. Schauen Sie doch einmal, welche davon mit Ihnen in Resonanz gehen. Und vor allem: Haben Sie keine Angst!

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Jehova! Jehova! Jehova!

Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass wir nicht alles, was geschieht, in den Medien erfahren und das, was wir in den Medien erfahren nicht immer der (vollen) Wahrheit entspricht, bin ich kein Anhänger von Verschwörungstheorien. Auch wenn ich mir erlaube, zu vielen Themen eine eigene Meinung zu haben, die nicht unbedingt dem Mainstream entspricht, habe ich nicht das Bedürfnis, diese an die große Glocke zu hängen oder gar andere zu missionieren – es möge jeder nach seiner Façon selig werden. Das ist eines der höchsten Güter, die wir uns im Verlauf vieler Revolutionen und Kriege erarbeitet haben.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob und wie ich zu dem Themenkomplex Coronavirus Stellung beziehen soll. Bis vor wenigen Tagen hatte ich vor, einfach den Mund zu halten und das Ganze auszusitzen. Aber das kann ich nun nicht mehr, denn das, was da draußen geschieht, macht mir abwechselnd eine Gänsehaut, lässt mir sich die Nackenhaare aufstellen oder auch das Blut in den Adern gefrieren. Jeder, der noch einen Funken seines gesunden Menschenverstandes übrig hat, muss doch sehen, dass gerade unglaubliche und durch nichts gerechtfertigte Dinge geschehen.

Sie waren von Anfang an da, aber inzwischen mehren sich die Stimmen von Fachleuten, die nicht verstehen können, wie man auf ein Virus, das selbst nach offizieller Datenlage des Robert Koch Instituts eher noch etwas harmloser ist als die alljährliche Influenza, so überreagieren kann. Es werden die Standards des empirischen Arbeitens, die noch bis vor kurzem der heilige Gral der Wissenschaftsgemeinde waren und an denen alles andere – beispielsweise die Homöopathie – immer gemessen wurde, leichtfertig über Bord geworfen. Es werden fahrlässig (oder vorsätzlich) bombastische Statistiken mit großen Zahlen erzeugt und verbreitet, die die Massenhysterie nur noch weiter anfeuern.

Und die Masse lechzt geradezu danach, in Hysterie zu geraten. Fast hat man den Eindruck, dass die 75 Jahre Ruhe seit der letzten großen Katastrophe, dem 2. Weltkrieg, zu lange waren und den Menschen langweilig geworden ist. Und die Medien machen das, was sie immer machen: Sie berichten nicht unbedingt das, was ist, sondern das, was Quoten bringt oder auch das, was die Menschen hören sollen – beides ist gleichermaßen gruselig.

Dafür, dass sich Wohlstand und Frieden für die Menschen abgenutzt haben spricht schon alleine die Begierde, mit der sich die Masse auf das Drama stürzt und fast wollüstig darin suhlt. Was mir jedoch tatsächlich das Blut in den Adern gefrieren lässt, ist die Bereitwilligkeit, mit der zugelassen wird, dass die mühsam erkämpften demokratischen Freiheitsrechte wieder abgeschafft werden. Klar, erstmal nur auf Zeit bis die „Pandemie“ vorbei ist. Aber der Präzedenzfall ist geschaffen und eine Lehre, die ich aus der aktuellen Situation gezogen habe ist diese: Man braucht sich nur eine leidlich gute Geschichte einfallen zu lassen und sie mit viel Angst zu würzen, um die Menschen zu fast allem bringen zu können. Diesmal ist es „nur“ der Verzicht auf Freiheiten, ich hoffe, dass es beim nächsten Mal nicht wieder ein Feind ist, gegen den man unbedingt in den Krieg ziehen muss.

Denn auch dazu wären anscheinend viele Menschen bereit. Ich finde es erschreckend, wie sich die lange tot geglaubte Blockwartmentalität in der Frühlingssonne wärmt, während sie andere, die sich nicht penibel an die Ausgangsbeschränkungen halten, verpetzt. Andere gehen noch weiter. Gerade habe ich auf Facebook einen Post des Magazins „quer“ vom Bayerischen Rundfunk gesehen. Die Bürgermeister im Tegernseer Tal sind unzufrieden, zu viele Münchner kommen nach wie vor um dort am Wochenende spazieren zu gehen und die Berge zu genießen – und das in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen. In der Kommentarspalte ist man sich einig, dass das gar nicht geht und es werden sogleich Kontrollen an den Münchener Ausfallstraßen oder auch Fahrverbote über Landkreisgrenzen gefordert. Warum nicht gleich Zäune und Selbstschussanlagen?

Vor dem Virus habe ich keinerlei Angst, ebenso wie ich in den Jahren zuvor keine Angst vor der Influenza hatte. Das, was mir Gänsehaut macht, ist die Reaktion der Menschen auf die überzogenen Maßnahmen der Politik weltweit. Und die hat das eigentlich recht klug gemacht, denn hätten sie maßvoll gehandelt, was eigentlich ihre gottverdammte Aufgabe gewesen wäre, und es wäre etwas schief gegangen, hätte man die Verantwortlichen medial gelyncht und sie hätten ihren Hut nehmen müssen. Mit dem genialen Schachzug des Aktionismus und den sensationsgeilen Medien im Rücken, kann die Politik jedoch nur gewinnen. Wäre das Virus wirklich gefährlich, dann wären die Maßnahmen tatsächlich sinnvoll – geschenkt. Kommt es jedoch nicht befürchteten Katastrophe weil das Virus tatsächlich „nur“ wie eine Influenza ist, dann werden das Merkel, Söder & Co. natürlich nie öffentlich zugeben und sich stattdessen die „Rettung der Menschheit“ selbst ans Revers heften. Und gleichzeitig hat man mal ausgetestet, ob die alten Propagandamethoden noch ziehen. Genial.

Alles was bleibt ist, einen offenen Geist zu behalten. Wenn mir jemand wirklich glaubhaft macht, dass das Virus nicht nur ein Schreckgespenst ist, dann werde ich ohne zu zögern widerrufen und meinen Hut vor den Politikern ziehen. Bis dahin höre ich mir jedoch auch diejenigen Stimmen an, die eine abweichende Meinung verkünden und lege deren Aussagen genauso auf die Goldwaage, wie ich es mit dem mache, was in den Mainstream-Medien verkündet wird.

Schade nur, dass man mit den wenigsten Menschen offen darüber diskutieren kann. Sascha Lobo hat es in seiner Kolumne auf Spiegel Online „Vernunftpanik“ genannt. Ich würde es für mich so formulieren, dass die medial geschürte Angst dazu geführt hat, dass das Vernünftigsein sich zu einer neuen Religion entwickelt hat. Mit Fakten und gesundem Menschenverstand hat das schon lange nichts mehr zu tun und ebenso wie in der Vergangenheit um die anderen Religionen, wird auch hier in allen nur denkbaren Diskussionsforen Krieg geführt. Schlagt den Ketzer ans Kreuz und verbrennt die Hexe!

Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, Stellung zu beziehen. Ich werde nicht schweigen. Stattdessen werde ich hier und auf Facebook interessante Artikel und Beiträge posten, die abweichende Meinungen vertreten. Es möge sich auf ihrer Basis bitte jeder seine eigene Meinung bilden. Und meine lasse ich mir nicht nehmen. Jehova!

Endlich mehr Platz

Aus den amerikanischen Filmen und Serien kennt man das schon lange: Leute haben sich Lagerraum gemietet, bei dem sie mit dem Auto vorfahren und dann ein cooles automatisches Garagentor öffnen. Drinnen befinden sich dann meistens entweder Waffen, Geld, Gold, oder irgendetwas anderes Verruchtes. In der Realität sind es jedoch wahrscheinlich nur alte Möbel, Akten oder sonstiger Krempel, der im Haus keinen Platz hat, aber auch noch nicht weggeworfen werden kann.

Das Konzept des “Self-Storage” schwappt sein kurzer Zeit auch über den großen Teich zu uns, und da auch wir etwas knapp an Platz sind, habe ich mich umgesehen, wo es so etwas bei uns in der Gegend gibt. In meiner grenzenlosen Naivität habe ich mir gedacht, dass ein paar Quadratmeter nicht die Welt kosten können. Ein Blick auf die Preislisten der Anbieter à la Amiland hat mich dann jedoch eines Besseren belehrt … *schluck*

Glücklicherweise ist mir zu dieser Zeit ein Artikel des Main-Echos in die Hände gefallen, der über die anstehende Umwidmung eines Bürogebäudes in Karlstein zu Lagerflächen berichtet hat. Obwohl das zu dem Zeitpunkt nur ein Plan und weit davon entfernt war, fertig zu sein, habe ich Kontakt aufgenommen und konnte mich sehr schnell mit dem Eigentümer auf einen Modus einigen, der mir schnell den benötigten Platz verschafft hat. Das ging ja mal leicht und einfach 🙂

Inzwischen sind wir seit einigen Monaten Mieter im Self-Storage in Karlstein, das Projekt ist inzwischen offiziell gestartet und als kleines Dankeschön für die unkomplizierte Handhabung möchte ich an dieser Stelle einfach mal Werbung machen:

Leute, wenn ihr bezahlbaren Lagerraum ab 3 qm in der Region Aschaffenburg braucht, dann schaut doch mal rein – ist super: http://www.selfstorage-karlstein.de.

Und sagt einen schönen Gruß von mir 🙂

Jetzt ist mal wieder richtig Sommer

Hier ein kleiner musikalischer Gruß von Rudi Carell an alle, die schon wieder in den Startlöchern stehen, um wegen des wunderbaren Sommers die Klimakatastrophen-Sau durch’s Dorf zu treiben:

Ja, das Klima verändert sich. Das hat es schon immer getan und wird es auch weiterhin tun, solange es die Erde gibt.

Nein, ich glaube nicht, dass wir aufgrund des Klimawandels morgen absaufen, gegrillt werden oder verdursten. Das lasse ich mir auch dann nicht einreden, wenn es von Menschen mit akademischen Titeln in den Medien rauf und runter gebetet wird.

Doch, wir müssen noch viel mehr tun, um vor allem die Verschmutzung der Atmosphäre durch Abgase und Gifte zu verringern. Jeder einzelne kann dazu beitragen, der Fokus muss jedoch auch auf die wirklich massiven Verschmutzer wie z.B. Schwerindustrie und Kreuzfahrtschiffe gelenkt werden.

Und wer jetzt das Bedürfnis hat, mich verbal zu  kreuzigen, dem schmettere ich noch trotzig entgegen: JEHOVA!

Tucson 6 – Emotionale Fitness

Fitness kennt jeder. Normalerweise meinen wir dabei aber körperliche, manchmal auch geistige Fitness. Mindestens genauso wichtig ist jedoch emotionale Fitness. Aber was bedeutet das und wie geht das?

Der Dreh- und Angelpunkt des heutigen Tages im Desert Alchemy Workshop war die Emotional Awareness Formula, was wörtlich übersetzt “emotionales Gewahrsein” oder “emotionale Bewusstheit” bedeutet. Die Folge von emotionaler Bewusstheit ist emotionale Fitness, aber dazu gleich.

Unser Tag begann mit einem Ausflug in den botanischen Garten von Tucson, wo wir die Gelegenheit hatten, viele der Pflanzen aus dem Desert Alchemy Repertoire, die wir in der Wüste nicht gesehen hatten, kennenzulernen. Der Garten ist relativ groß und wunderschön angelegt. Die Bilder unten sind allesamt dort entstanden. Für mich war es die Gelegenheit, noch mehr von der Energie der Wüste beziehungsweise ihrer “Bewohner” aufzunehmen und in meinem inneren Archiv abzulegen. Ich glaube, dass das tatsächlich der Hauptgrund meiner Reise ist: Tuchfühlung aufnehmen mit den Energien, die wir in Form von Essenzen nach Deutschland bringen, und zwar in ihrer ursprünglichen Umgebung.

Aber zurück zur emotionalen Fitness. Wer von uns kennt nicht die Situation, in der ein anderer Mensch – vorzugsweise jemand, der uns gut kennt – einen unserer “roten Knöpfe” drückt, worauf wir zuverlässig explodieren und auf eine kleine Situation mit einer unangemessen großen Reaktion antworten, oft ohne zu wissen, warum eigentlich. Was dabei passiert ist, dass die andere Person etwas in uns angetriggert hat, das uns an eine frühere, in der Regel schmerzvolle Erfahrung erinnert und wir die dazugehörigen Emotionen wieder fühlen. Diese sind es, die uns überreagieren lassen. Manchmal sind wir uns sogar der Tatsache bewusst, dass unsere Emotionen nichts mit der gegenwärtigen Situation zu tun haben, aber wir können nicht anders als trotzdem darauf zu reagieren.

Emotionale Bewusstheit ist die Fähigkeit, dass wir erkennen, wenn wir in so einer Situation sind und woher die Emotionen tatsächlich herkommen. Dabei geht es nicht darum, sich an eine konkrete Situation zu erinnern, es reicht, dass wir uns bewusst sind, dass hier etwas Altes am Werke ist, das beispielsweise aus unserer Kindheit stammen kann. Jedoch geht emotionale Bewusstheit noch darüber hinaus. In seinem vollen Umfang bedeutet der Begriff, dass wir erkennen und verstehen, was wir fühlen, egal ob es um eine aktuelle oder eine vergangene Situation geht, und dass wir auch verschiedene Schattierungen unserer Emotionen wahrnehmen können.

Emotionale Fitness bedeutet nun, dass wir in der Lage sind, unsere bisher automatischen Reaktionen (also die “roten Knöpfe”) zu deaktivieren und damit bewusst entscheiden können, wie wir auf auf Trigger von außen reagieren. Klingt doch ziemlich entspannend, oder?

Der Weg dahin, und da gibt Cynthia sich mit Daniel Mapel und Sandra Epstein die Hand, ist, dass wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden die seelischen Verletzungen heilen, die wir noch immer mit uns herumtragen. Mit jeder Wunde, die geheilt wird, wird ein roter Knopf deaktiviert und wir werden ein Stück “fitter”. Und genau dies ist die Domäne, in der die Essenzen wahrlich zuhause sind.

Tucson 5 – Seelenpflege

Tag fünf meiner Reise nach Tucson ist wieder geprägt vom Lehrgang in den Räumen von Desert Alchemy. Das große Thema des heutigen war “Caring for the Soul”, also die Seelenpflege.

Was ist die Seele eigentlich? Eine nicht ganz einfache Frage. Man kann sich dem Thema nähern, indem man ausschließt, was sie schon einmal nicht ist, und das ist ganz sicher der Körper und der Verstand. Die Seele ist der Teil von uns, der Zugang zum Göttlichen und zu unserem Lebensplan hat, und der dafür verantwortlich ist, dass wir in die Situationen kommen und die Menschen treffen, die wir brauchen, um die Gelegenheit zu haben, unseren Daseinszweck zu erfüllen und uns zu entfalten. Die Emotionen sind die Sprache der Seele. Und wir tun gut daran, unsere Seele wahrzunehmen und uns um sie zu kümmern.

Seelenpflege bedeutet, dass wir aktiv hören, was sie uns zu sagen hat, dass wir ihre Impulse wahrnehmen und bestmöglich umsetzen. Es bedeutet auch, dass wir uns die Zeit für die Dinge nehmen, die unser Herz zum Singen bringen, und dass wir es ernst nehmen, wenn uns unsere Emotionen deutlich sagen, dass wir auf dem Holzweg sind.

Im Detail hat Cynthia heute das Thema Transformation und Veränderung anhand der Transitions Formula, sowie das Thema Überwindung von Sucht und Abhängigkeit anhand der Harmonizing Addictive Patterns Formula besprochen. Auch hier gab es wieder keine überraschend neuen Erkenntnisse für mich, jedoch ist des ein Genuss, die Klarheit und Tiefe zu sehen, mit der Cynthia über diese Themen spricht. Eine wirklich weise Frau.

Eine der Konsequenzen des heutigen Tages ist, dass ich den umfangreichen Artikel, den Cynthia schon 1997 zum Thema Transformationsprozesse geschrieben hat, als Teil des Essenzenladen Newsletters und Blogs in vier Etappen veröffentlichen werde (Danke für die Genehmigung!). Eine weitere Konsequenz ist, dass ich beschlossen habe, einen Anlauf zu nehmen, um Cynthia innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate für einen Workshop nach Deutschland zu holen. Es gibt so viele Menschen die von dem profitieren könnten, was sie zu sagen hat – mit oder ohne Essenzen.

Fotos gab es heute keine, wie gesagt, wir saßen den ganzen Tag im Seminarraum. Dafür geht es morgen Vormittag in den Tucson Botanical Garden, wo es all die Pflanzen zu sehen gibt, die wir gestern in der Wüste nicht erleben konnten. Es ist wieder Sonnenschutz angesagt, diesmal jedoch in Verbindung mit einer wärmenden Jacke, denn es steht ein Temperatursturz bevor.

Der Unterschied zwischen der religiösen und der spirituellen Sicht der Realität

Schon seit ich denken kann, bin ich ein spiritueller Mensch und fast ebenso lang lehne ich die institutionalisierte Religion egal welcher Konfession ab. Als Reaktion auf meine Kolumne im aktuellen Essenzenladen Newsletter hat mich der befreundete Autor Gerald Ehegartner auf ein kurzes Video von John Trudell aufmerksam gemacht, das meine Einstellung dazu geradezu perfekt zusammenfasst.

Es gibt eine religöse Sicht auf die Realität, und es gibt eine spirituelle Sicht auf die Realität. Die religiöse Sicht auf die Realität dreht sich um Schuldgefühle, Sünde und Schuldzuweisungen – und das ist die Falle. Das sind die Ketten, die alle Bürger festhalten. Bei der spirituellen Sicht der Realität geht es um Verantwortung. Wir sind alle verantwortlich, nicht schuldig, sondern verantwortlich. Und es scheint momentan die größte Herausforderung als Mensch auf diesem Planeten zu sein, unseren Weg durch diese zwei unterschiedlichen Sichtweisen auf die Realität zu finden. Denn bei der religiösen Sicht auf die Realität geht es um Dominanz. Es geht nicht um Verantwortung.  Es geht um Unterwürfigkeit und autoritäre Figuren. Und die spirituelle Sicht auf die Realität dreht sich um Leben und Respekt und Verantwortung.

Das Video ist nur knapp dreienhalb Minuten lang und es lohnt sich, es anzusehen. Danke, Gerald 🙂

Warum ich den schwarzen Freitag ignoriere

Ich bin kein Asket … nun wirklich nicht. Ich mag gerne technische Spielereien und schrecke auch nicht davor zurück, mir etwas zu gönnen, was vielleicht nicht überlebensnotwendig ist. Trotzdem finde ich den Wahn um den “Black Friday”, der dieses Jahr das erste Mal mit voller Macht über Deutschland schwappt verrückt und sogar abstoßend.

In den Medien wird viel darüber berichtet, dass dieser Tag, der in den USA seit einer Reihe von Jahren immer am letzten Freitag im November von den Jüngern der Konsumgötter zelebriert wird, der “Auftakt des Weihnachtsgeschäfts” und ein wichtiger “Gradmesser” für dessen Verlauf sein soll. In meinen Augen ist das jedoch nur noch ein künstlich geschaffener Anreiz, damit Menschen Dinge kaufen, die sie nicht brauchen, nur weil sie angeblich gerade super billig sind – und natürlich morgen schon wieder viel teurer.

Der schwarze Freitag bedient in psychologisch-manipulativer Reinform die “Geiz-ist-geil”-Mentalität, die wir seit vielen Jahren von den Marketingabteilungen der großen Einzelhändler eingeimpft bekommen. Der atavistische Jagdtrieb der Männer – der Black Friday konzentriert sich traditionell auf technische Geräte – wird gezielt angesprochen, um das Gehirn aus und den Geldbeutel aufzumachen. Ein ähnliches Prinzip konnte man zumindest früher oft bei eBay beobachten: Da gingen gebrauchte Artikel zu Preisen über den Tresen, die regelmäßig höher waren als die Neupreise eben dieser Produkte. Und das alles nur, weil der Nervenkitzel beim Bieten so groß war. Wie gesagt: Gehirn aus, Geldbeutel auf.

Ein weiterer Grund für mich, den schwarzen Freitag zu ignorieren ist die Respektlosigkeit, die man den Produkten auf gewisse Weise entgegenbringt, wenn man sie verschleudert. In jedem Produkt steckt Arbeit und vielleicht sogar ein wenig Liebe drin, und wenn es zum Dumpingpreis zum Zwecke des Kaufrauschs in Massen unter’s Volk gebracht wird, dann missachtet das den jedem Produkt innewohnenden Wert gehörig. Das mag ein bisschen abgefahren klingen, aber für mich ist das wichtig.

Ein etwas anderer, jedoch ebenso wichtiger Aspekt wird durch ein Zitat von John Ruskin beschrieben, dem ich in einen eigenen Post gewidmet habe. In Kurzform: Natürlich ist es unklug, für ein Produkt zu viel zu bezahlen. Es ist jedoch noch viel unklüger, für ein Produkt zu wenig zu bezahlen. Hier geht es zum vollständigen Artikel.

Aus all diesen Gründen werde ich heute außer vielleicht ein paar Lebensmitteln nichts kaufen, und ganz sicher werde ich auf unsere Essenzen heute keine verrückten Rabatte geben. Die Konsumgötter mögen es mir verzeihen, aber bei dem Quatsch mache ich einfach nicht mit.

Mind over muscle

Interessant, wenn man sich mal die philosophische Basis des Judosports zu Gemüte führt. In seinem Buch “Mind over muscle” (frei: “Die Überlegenheit des Geistes über körperliche Kraft”) schreibt der Gründer des Judo, Jigoro Kano:

“If you win, do not boast of your victory; if you lose, do not be discouraged. When it is safe, do not be careless; when it is dangerous, do not fear – simply continue down the path ahead.”

Übersetzt bedeutet das soviel wie:

“Wenn Du gewinnst, prahle nicht mit deinem Sieg; wenn Du verlierst, werde nicht mutlos. Wenn es sicher ist, werde nicht nachlässig; wenn es gefährlich ist, habe keine Angst – folge einfach immer weiter dem Weg, der vor Dir liegt.”

Da steckt unglaublich viel Weisheit drin. Lasst es Euch auf der Zunge zergehen. Jedes Mal, wenn ich diese Sätze lese, fallen mir neue Facetten und Aspekte in diesen sehr tiefgründigen Aussagen auf.

Kanō Jigorō etwa 1937
Kanō Jigorō etwa 1937. Quelle: Wikimedia