Wortwörtlich transparente Finanzen

Heute ist dann die neue N26 Mastercard per ordinärem Brief bei mir angekommen. Ich hatte zwar schonmal gelesen, dass das „Markenzeichen“ der N26 Kreditkarten ihre Transparenz ist, wenn man so eine durchsichtige Karte aber das erste Mal in der Hand hält, denkt man sich schon: Schick!

Die Aktivierung der Karte war eine Sache von wenigen Sekunden – nur ein paar Zahlen in die App eingeben und fertig. Theoretisch ist sie ab sofort benutzbar, mangels Gelegenheit konnte ich das aber noch nicht ausprobieren.

Bei N26 ist es, wie ich gelesen habe, so, dass Umsätze mit der Kreditkarte (eigentlich eine Debitkarte) direkt vom Konto abgebucht werden. Das ist mir gar nicht unrecht, denn so behält man besser den Überblick wo man finanziell gerade steht. Problematisch kann das jedoch werden, wenn man dringend was per Kreditkarte zahlen muss, und das Konto nicht genügend Deckung aufweist. Da ist mit meinem N26 Account ja gerade nur am spielen bin und der Großteil meiner Finanzen (noch) in anderen Händen liegt,  ist das ein durchaus realistisches Szenario. Glücklicherweise bietet N26 direkt in der App einen Überziehungskredit zu aktuell 8,9% an, den man sich einfach selbst freischalten kann. Randbemerkung: Man kann ihn auch einfach selbst wieder ausschalten, wenn man ihn nicht nutzen möchte – sehr elegant.

Da davon auszugehen ist, dass N26 im Hintergrund meine Kreditwürdigkeit geprüft hat – in den AGB behalten sie sich das auf jeden Fall vor – scheine ich in den Augen von Schufa & Co. so zuverlässig zu sein, dass ich mir direkt einen Dispo selbst gewähren konnte. Jetzt muss ich beim weiteren Spielen nicht auf jeden Cent und auf die andauernde Deckung des Kontos achten 🙂

Insgesamt: Alles sehr clever und durchdacht gelöst. Bis jetzt kann ich nur sagen: Chapeau N26.

Let’s go App, liebe Bank

Wenn es um Technik und Gadgets geht, bin ich ein Spielkalb und immer bereit, Neues auszuprobieren. Im Vorfeld des Starts von ApplePay und nach dem Desaster mit der Miles & More Kreditkarte habe ich noch im Urlaub damit begonnen, mich nach Alternativen umzusehen. Schon länger im Blick hatte ich das App-basierte Onlinekonto von N26, jedoch gab es noch ein paar Kleinigkeiten, die mich davon abgehalten haben, mir gleich eines zu holen. Die Wichtigste darunter war die Tatsache, dass meine Online-Banking-Software MoneyMoney die Konten von N26 bisher nicht unterstützt, doch dazu später mehr.

Nachdem ich also von meiner Miles & More Kreditkarte wie gesagt gerade die Schnauze gestrichen voll hatte, habe ich mir einen Ruck gegeben und noch im Urlaub (sic!) ein Privatkonto bei N26 eröffnet. Wer das schon einmal bei einer klassischen Bank getan hat, weiß, mit wieviel Papierkram das verbunden ist und normalerweise ist auch ein Besuch in der Filiale notwendig. Anders bei N26. Online anmelden, App herunterladen, legitimieren, fertig. Auf der Website wird versprochen, dass man in acht Minuten sein Konto hat. Ich will nicht beschwören, dass es tatsächlich nur acht waren, aber auf jeden Fall war es unglaublich einfach, schnell und unkompliziert.

Interessant ist die Art und Weise, wie man sich legitimiert. Man braucht dazu einen Ausweis (Überraschung!) und scannt diesen nicht etwa ein, sondern wird von einem Mitarbeiter im Videochat aufgefordert, ihn in die Kamera zu halten. Dieser überprüft dann auch gleich mehrere Sicherheitsmerkmale des Ausweises und das ganze Gespräch wird aufgezeichnet. Spannender Ansatz. Auf jeden Fall ging es leicht und schnell.

Den letzten Anstoß, es jetzt mal mit N26 zu probieren war die Tatsache, dass MoneyMoney inzwischen die Konten zumindest auslesen kann. Transaktionen gehen leider nicht, weil sich N26 die Kosten für einen FinTS/HBCI-Server spart. Das ist zwar einerseits schade, andererseits hat es natürlich Konsequenzen, wenn man ein vollständig kostenloses Girokonto anbieten will. Mal sehen, wie sich das entwickelt …

N26 ist ein sogenantes FinTech, also ein Startup Unternehmen im Finanzsektor. Es existiert seit 2013 und hat schon für einige Furore gesorgt, weil das Unternehmen viele alte Zöpfe der traditionellen Banken einfach abgeschnitten hat. Man macht seine Transaktionen per App oder Online, Filialen gibt es nicht, und wenn man ein Problem hat, kann man das per Chat klären. Obwohl N26 so jung und hip ist, unterliegt es als deutsche Bank der Aufsicht des BAFin und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Damit ist mein Geld dort nicht weniger sicher als bei jeder anderen Bank. Ein wichtiger Faktor, damit ich dieses Experiment wagen konnte.

Die erste Probeüberweisung von meinem regulären Konto war nach etwa 12 Stunden da – jetzt bin ich mal gespannt, wann die (natürlich kostenlose) MasterCard zuhause ankommt. Ich werde weiter berichten.

Danke, Miles & More Kreditkarte … für nichts

Stellen Sie sich vor, Sie gönnen sich eine Woche Urlaub, sitzen gerade in Griechenland und die Firmen-Kreditkarte, über die eine große Warenbestellung in Australien läuft, verweigert den Dienst. Vefügungsrahmen? Passt. Ablaufdatum? Passt. Sonstige Kreditkartendaten? Passen alle. Nur die besonderen Sicherheitsfeatures, die Transaktionen aus unsicheren Ländern verhindern sollen, haben sich selbständig gemacht und platzieren nun auf einmal auch Australien auf der „Achse des Bösen“.

Kann man ja ändern, indem man sich online einloggt. Nur leider hat sich das Onlineportal nach der jüngst erfolgten Systemumstellung auch selbständig gemacht und akzeptiert nach Gutdünken alte und neue vergebene Passwörter – oder auch nicht. Heute ist wieder ein zickiger Tag, und mein Passwort wird nicht akzeptiert. Na, dann setze ich es halt zurück. Die PIN dafür kann man online anfordern und es wird auch nur maximal 24 Stunden dauern, bis sie da ist 🙄

Der IT Gott hat ein Einsehen und schickt mir die PIN nach „nur“ 15 Minuten. Flugs auf die Website gegangen und ein neues Passwort vergeben. Dann nur noch anmelden, und … hatte ich schon erwähnt, dass deren System heute seinen zickigen Tag hat? Nur weil ich gerade ein neues Passwort vergeben habe, heißt das noch nicht, dass es auch ab sofort akzeptiert wird.

Eine vorherige Erfahrung mit dem divenhaften System hat mich gelehrt, dass nach drei „falschen“ Eingaben das gesamte Konto gesperrt wird, deshalb, beschließe ich, mich an die Hotline zu wenden. Auf der Website steht – tatsächlich relativ leicht auffindbar – eine Frankfurter Rufnummer. Gottseidank sind Anrufe im europäischen Ausland inzwischen in der Flatrate enthalten, sonst würde sich der Preis für meinen Urlaub wahrscheinlich spontan verdoppeln. Nach einer gefühlt dreiminütigen Ansage über die Vorteile des neuen Online-Portals und dem Hinweis, dass momentan sehr viele Kunden die Hotline frequentieren (warum nur?) bin ich in der Warteschleife. Aber nur kurz. Dann erfahre ich, dass die Hotline erst ab 8.00 Uhr deutscher Zeit besetzt ist  🙄🙄

Also wieder auflegen und die halbe Stunde überbrücken und dabei versuchen, nicht in die Tischkante zu beißen. Punkt acht (bei uns 9.00 Uhr) wieder das selbe Spiel: Wertvolle Informationen über das neue Portal, dann Warteschleife. Das letzte Mal habe ich fast eine Stunde dort verbracht,. Aufgrund der frühen Uhrzeit habe ich diesmal jedoch schon nach fünf Minuten jemand an der Strippe, der mir jedoch postwendend erklärt, dass ich bei ihm falsch sein, und dass die Kollegen unter der anderen (geheimen?) Rufnummer die Ländersperre aufheben könnten. Seufzend lege ich auf und rufe die andere Hotline an.

Nach erneutem Warten und der Eingabe von 25 verschiedenen Informationen zur Legitimation habe ich dann eine weitere Servicedrohne am Rohr, der mir kurz und knapp vor die Füße wirft, dass er das Gewünschte nicht für mich tun könne – „Das müssen Sie selbst im Online-Konto“ tun. Da beißt sich dann die Katze das erste Mal in den Schwanz. Alles Bitten und Betteln hilft nicht, und auch der Hinweis, dass ich mich nicht einloggen kann, kann sein Herz aus Stein nicht erweichen. „Dann müssen Sie halt neue Zugangsdaten per Post anfordern.“ Nach Griechenland, oder was? Und das, während meine Bestellung in Australien rumsteht, anstatt befördert zu werden? Auch meine Frage, was ich denn tun solle, wenn meine Kreditkarte in Griechenland nicht funktioniert und ich im Ausland auf dem Trockenen sitze, wird mit einem lapidaren „Das können Sie im Online-Portal ändern.“ abgebügelt.

Irgendwann habe ich dann die Nase gestrichen voll und verlange, seinen Vorgesetzten zu sprechen. Der nun folgende Satz ist für mich unter den Top 5 der ewigen Servicewüste-Deutschland-Charts: „Unsere Vorgesetzten sind für Sie nicht zu sprechen“. Nochmal in Zeitlupe zum Genießen: „UNSERE VORGESETZTEN SIND FÜR SIE NICHT ZU SPRECHEN.“ In dieser drastischen Deutlichkeit habe ich das so tatsächlich noch nie gehört. Wow. Da weiß man doch gleich, welchen Stellenwert man als Kunde hat.

Mein Hinweis, dass er gerade dabei ist, einen Kunden zu verlieren, ändert an seiner überheblichen Gelassenheit nichts. Auf meine Frage, wo ich mich beschweren kann, kommt noch ein: „Schriftlich per Brief, E-Mail oder Fax“, woraufhin ich genervt auflege. Nachdem ich meinen Schaum vor dem Mund weggewischt habe, beschließe ich, noch einen letzten Versuch zu unternehmen. Vielleicht ist ja das Online-Portal letztlich doch flexibler als die Mitarbeiter an der Hotline.

Neue PIN angefordert und erstmal Frühstücken gegangen. Nach dem zweiten Kaffee ist die SMS dann auch da. Wie auf Samtpfötchen tänzele ich durch den Passwort-Änderungs-Prozess, um die Diva nicht zu verärgern. Bei jedem Schritt versuche ich zu erraten, was das System nun von mir erwarten könnte. Kurz bevor die Mimose wieder eingeschnappt ist, gelingt es mir mit einem beherzten Sprung, mein Online-Konto zu erreichen und die gewünschte Einstellung zu ändern. Bleibt zu hoffen, dass das System diese auch tatsächlich akzeptiert hat und nicht bei nächster Gelegenheit wieder nach Gutdünken ändert.

Unter dem Strich habe mich heute so geärgert, dass ich tatsächlich nach Alternativen suchen werde. Die Bonusmeilen sind zwar ganz nett, aber wenn jemand eine Systemumstellung so systematisch vergeigt (die ganze Vorgeschichte zu heute habe ich noch gar nicht aufgeschrieben), dann weiß ich nicht, ob das vertrauenserweckend genug ist, um meine finanziellen Transaktionen über so einen Partner abzuwickeln. Deshalb meine Botschaft an Miles & More sowie die DKB: Setzen – sechs! Und ich versuche jetzt wieder, meinen Urlaub zu genießen.

Spam/DDoS Angriff via TOR

Seit einiger Zeit missbraucht jemand unser Newsletter Anmeldeformular, um die Postfächer von unbeteiligten Dritten zuzumüllen. Zwar wird außer dem üblichen „Vielen Dank für Ihre Anmeldung – bitte klicken Sie hier, um die Anmeldung zu bestätigen“ nichts versandt – insbesondere keine Spambotschaft – jedoch haben einige Bounce Messages darauf hingedeutet, dass die Postfächer der Empfänger auch von anderen Seiten geflutet werden.

Um dem ganzen einen Riegel vorzuschieben, habe ich ein Skript vor die eigentliche Newsletteranmeldung geschaltet, dass die Daten und die IP Adresse analysiert. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass offensichtlich jemand das TOR Netzwerk benutzt, um seinen Müll abzuladen.

Die zugespammten Adressen gehen quer über alle Länder und Provider, ein Muster konnte ich bis jetzt noch nicht erkennen. Einzig die Namen der angeblichen Newsletter-Interessenten sind immer 13-stellige hexadezimale Zahlen. Mir ist momentan schleierhaft, warum jemand so etwas tun sollte. Konsequenz für den Moment: Alle TOR Exitnodes sperren. Schade eigentlich 🙁

Nachtrag vom 14. April: Nachdem ich die TOR Exitnodes konsequent mit einem HTTP 403 (Forbidden) „bestraft“ habe, haben die Missbrauchsversuche nach einigen Stunden aufgehört. Offensichtlich ist der Bot (oder die Bösewichte) hinter dem Angriff klug genug, aufzuhören, wenn man sie effizient blockt.

Sendy Lokalisierung Deutsch

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass wir unseren Newsletterversand im Essenzenladen auf Sendy umstellen und ich bei der Installation gesehen habe, dass es keine aktuellen deutschen Sprachdateien gibt, habe ich mich halt selbst ans Werk gemacht. Bitteschön:

(Update: Neuere Versionen werde ich in diesem Blogpost ergänzen)

Eve Thermo – leider nur fast toll

Zeit für das nächste Kapitel in der Geschichte meiner Heimautomatisierung. Die Philips Hue Serie ist nach wie vor toll. Es fühlt sich inzwischen vollkommen normal an, die Farben und Intensitäten der Lampen nach Belieben zu wechseln.

Weil ein nicht näher spezifizierter Teil der Familie es zu umständlich fand, die Sprachsteuerung oder das Handy zu benutzen, haben wir uns einen Philips Hue Tap zugelegt, der vier programmierbare Szenarien auf Knopfdruck aktiviert. Was mich daran besonders begeistert: Das Teil braucht keine Batterie. Es hat auch keinen Akku. Stattessen erzeugt es sich seinen Strom selbst, und zwar über die Tastendrücke der Benutzer. Das hat zur Folge, dass der Tastenhub ungewohnt groß ist (heutzutage funktioniert ja eh fast alles mit „Touch“ …) aber dafür, dass ich keine Akkus wechseln muss, nehme ich das mehr als gerne inkauf.

Leider kann ich nicht behaupten, dass wir mit der Elgato Eve Serie ebenso zufrieden sind, wie mit der Hue Serie. Die einzelnen Komponenten sind zwar in sich gut und durchdacht, jedoch hat sich die Heizkörpersteuerung mittels Eve Thermo für uns als so nicht nutzbar herausgestellt.

Das Problem ist, dass unsere Heizkörper fast alle in Nischen sind, in denen sich die Wärme staut. Die in den Theromostatköpfen verbauten Thermometer melden daher immer ein viel zu hohen Wert, viel mehr als es normal wäre und per Temperatur-Offset eingestellt werden kann. Eine halbwegs präzise Steuerung der Raumtemperatur war damit unmöglich.

Generell empfinde ich das Konzept, die Temperatur am Heizkörper selbst zu messen – Offset hin oder her – als Sackgasse. Insbesondere bei Elgato, die ja mit dem Eve Room ein externes Thermostat im Programm haben. Leider ist es jedoch nicht möglich, den Room ohne große Verrenkungen mit komplexen Benachrichtigungen und Szenen zur Steuerung der Thermos zu benutzen. Eine Mitarbeiterin von der Elgato Hotline hat mir das bestätigt und es als „Verbesserungvorschlag“ aufgenommen. Unter uns gesprochen halte ich das jedoch für einen groben Designfehler der Serie. Kann ja aber vielleicht mit einem Firmware Update tatsächlich noch kommen.

In prähistorischen Zeiten, also bevor ich mit der Heimautomatisierung begonnen habe, hatten wir mal ein schlichtes aber funktionales System von ELV, bei dem am Heizkörper nur ein motorisiertes Ventil war, und die Steuerung von einem kleinen externen Thermostat übernommen wurde, das man frei im Raum platzieren konnte. Anscheinend gibt es das System aber leider nicht mehr und kommunikativ im Sinne einer App zur Steuerung war es auch nicht.

Nach längerem Recherchieren und Suchen bin ich dann letztlich bei Homematic IP gelandet, die genau das anbieten, was wir brauchen: Externes Thermostat, das die Ventile steuert und eine Bridge, die das Ganze mit einer App verbindet. Zusätzlich ist eine Steuerung via Internet möglich. Die dazu notwendige Cloud kann man anonym und kostenlos nutzen. Die Daten werden lt. Hersteller in Deutschland gehostet. So weit, so gut.

Die Lieferung der Komponenten – 3x Thermostatkopf, 2x externes Thermostat und 1x Bridge – war schnell und zuverlässig, die Installation und Inbetriebnahme ebenfalls. Die App macht auch einen guten Eindruck, das System ist aber leider (noch?) nicht mit HomeKit kompatibel, was ein kleiner Wermutstropfen, jedoch kein Show-Stopper ist. Das Einzige, was bei der App ein wenig doof ist, ist, dass man bei den Heizprofilen jeden Tag einzeln einstellen muss. Eine Funktion wie „Kopiere Montag in Dienstag bis Freitag“ fehlt leider vollständig. Dafür ist die App insgesamt einfach zu bedienen und optisch ansprechend.

Was mir in den ersten Tagen mit dem Homematic IP aufgefallen ist: Das System reagiert zügig und zuverlässig auf Eingaben von außen, beispielsweise die Änderung der Solltemperatur oder die Anpassung eines Heizprofils. Die Komponenten zeigen über eine LED an, wenn sie senden (gelb) und wenn die anderen Geräte bestätigt haben (grün). Das macht dem Teil von mir, der ein bisschen Kontrollfreak ist, großen Spaß 😉

Das Raumklima hat sich mit dem neuen System auch deutlich verbessert. Wir haben nun tatsächlich die Temperaturen, die wir haben wollen und müssen morgens nicht mehr frieren. Insgesamt bin ich mit dem Homematic IP System sehr zufrieden, wenn jetzt noch eine HomeKit Integration möglich wäre, dann wäre es perfekt.

To be continued …

*Plonk*

Wenn man als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen im Internet unterwegs ist und (zwangsläufig) seine E-Mail Adresse dort zur Schau stellt, ist man gewohnt, dass man viel zu oft Mails zur Kaltakquise bekommt, die einem alles zwischen SEO und neuen Webhostingpaketen anbieten, den ganzen Viagra Scheiß hat der Spamfilter ja gottseidank weitestgehend im Griff.

Neu war mir, dass ich nun auch für meinen privaten Instagram Account Werbung machen soll um meine Marke (?) erfolgreich zu platzieren. Da flattert mir doch heute folgende E-Mail ins Haus:

Lieber Herr Sann,

sind Sie aktiv auf Instagram oder überlegen Ihre Marke erfolgreich zu platzieren? Dann finden Sie in unserem Whitepaper nützliche Tipps für erfolgreiches Instagram Marketing.

http://www.einlangerlink.de

Viel Spaß beim Lesen. Falls Sie Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit bei mir melden.

Herzliche Grüße
Hanna XXX
Success Manager

Ich habe dann mal gleich zurückgeschrieben …

Sehr geehrte Frau XXX,

erfolgloses Marketing für Ihre Dienstleistung zeichnet sich dadurch aus, dass Sie unaufgefordert Werbemails verschicken.

*plonk*

(Das ist das Geräusch, wenn eine ganze Domain auf einer Blocklist landet)

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Sann

Sorry … war halt gerade in der Stimmung 😉

Es werde Licht!

Heute ist die Zeit gekommen für den zweiten Teil meiner Heimautomatisierungsgeschichte (so lange Wörter kann man nur auf deutsch bauen … oder auf ungarisch 😉 )

Das Elgato Eve Thermo Heizkörperthermostat hat sich leider als defekt herausgestellt – ich hatte bewusst B-Ware zum Ausprobieren gekauft, kann also passieren. Es wurde jedoch vom Lieferanten anstandslos zurückgenommen. Das als Ersatz bestellte neue Gerät funktioniert erwartungsgemäß hervorragend.

Die Eve Energy Steckdose hat ihren Weg an den Fernseher gefunden, jedoch schaltet sie dort nicht nur die Glotze, sondern auch gleich noch eine Reihe von Peripheriegeräten wie den Blu-ray Player, die Wii und noch andere Kleinigkeiten. Wenn ich also die magischen Worte „Hey Siri, schalte den Fernseher aus!“ spreche, dann ist gleich alles aus und stromlos. Praktisch.

Praktisch ist übrigens auch, dass man die Apple TV Fernbedienung wunderbar als Kommunikator, äh, Mikrofon für Siri nutzen kann. Einfach den entsprechenden Knopf drücken und den Befehl in die Fernbedienung sprechen. Man fühlt sich am Anfang dabei ein wenig doof, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ist es lässig 😉 So kann man auf jeden Fall ohne iPhone oder anderes iOS Gerät die Technik im Wohnzimmer steuern.

Zur HomeKit Familie ist noch ein Starter Kit von Philips Hue dazu gekommen: Eine Bridge mit drei farbigen LED Lampen. Letztere haben ihren Weg in eine Stehlampe, eine eigens dafür angeschaffte neue Tischlampe und einen kleinen Sockel hinter dem Fernseher (Stichwort: Ambient Light) gefunden. Nun lässt sich die Beleuchtung im Wohnzimmer sowohl farblich als auch in Bezug auf die Intensität stufenlos steueren.

Ein großer Vorteil von Apples HomeKit ist, dass die Apps, also unserem Fall die von Apple und die von Elgato, gegenseitig alle Geräte kennen und steuern können. Die Apple App ist dabei etwas allgemeiner, die Elgato App kann bei den eigenen Geräten mehr Details steuern und anzeigen. Die grundlegende Kontrolle über Elgato und Philips Gadgets hat man in beiden Apps. Die Hue App von Philips zeigt dagegen nur die eigenen Geräte, Bridge und Lampen, an.

Es war interessant zu beobachten, wie die restlichen Familienmitglieder auf die neue Technik reagiert haben. Von „is‘ mir total wurscht“ (die Katze) über anfängliches Misstrauen (Frau) bis zu totaler Begeisterung (die Kinder) gingen die Reaktionen. Man redet ja immer über die positive Unbedarftheit, mit der Kinder an so etwas herangehen. In diesem Fall konnte ich das mit eigenen Augen erleben. Während ich mich noch an den „langweiligen“ Sprachkommandos (an/aus) festhielt, forderte die Kurze Siri gleich mit mit einem „Mach das Licht grün“ heraus. Siri war brav, das Licht war grün und ich war begeistert. Unnötig zu erwähnen, dass die Farbe des Lichts im Wohnzimmer seitdem im Minutentakt wechselt. Die Palette der Töne, die Siri versteht, ist dabei erstaunlich groß.

Spannend finde ich auch die Möglichkeit, Szenen zu definieren, mit denen man Gruppen von Geräten gleichzeitig in einen definierten Zustand versetzen kann. Die erste, die ich angelegt habe, heißt „Glotzen“ und sie schaltet das Licht ein, reguliert Farben und Intensitäten der Lampen und aktiviert die Steckdose für den Fernseher. Leider bringt Siri noch nicht auf Kommando Bier und Knabberzeug – aber da arbeitet Apple bestimmt schon dran 😉 Entspannt ist es auf jeden Fall wenn man dann vor dem Schlafengehen nur noch „Gute Nacht“ in die Fernbedienung sprechen muss und mit einem Schlag alles ausgeht. Die Zukunft hat begonnen 🙂

Überlegungen für neue Erweiterungen sind: Die Thermostate im gesamten Erdgeschoss sowie der demnächst erscheinende Bewegungssensor. Da muss ich aber erst überlegen, ob es eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit gibt.

Tea, Earl Grey, hot!

Es ist eine der klassischen Szenen aus Star Trek – The Next Generation: Captain Jean Luc Picard geht entspannt zum Replikator, sagt die magischen Worte: „Tea, Earl Grey, hot!“ und wie durch Zauberhand materialisiert sich dort eine dampfende Tasse heißen Tees.

So weit ist es bei uns leider noch nicht, aber nachdem mir mit iOS 10 auf meinem iPhone die „Home“ App ständig verführerisch zuzwinkerte, habe ich begonnen, mit dem Thema Heimautomatisierung zu spielen.

Weil ich mit den Produkten von Elgato, im übrigen ein deutscher Hersteller, bisher gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich mir ein selbst zusammengestellte Starterpaket aus einem Raumsensor, einer schaltbaren Steckdose und einem Heizkörperthermostat besorgt. Die Einsatzgebiete für Sensor und Thermostat sind offensichtlich, für die Steckdose suche ich noch die geeignete Anwendung … aber haben musste ich sie schon einmal 😉

Da in unserem Haus ein Apple-Biotop gedeiht, ist HomeKit der Standard, den ich nutze. Die Eve-Reihe von Elgato unterstützt dieses Protokoll und die Kopplung der Geräte ist, ganz Apple-like, ein Traum gewesen. Einfach App starten, Gerät hinzufügen und entweder den Koppelcode eingeben, oder – Kinnlade fällt das erste Mal – mit der Kamera aufnehmen. Der Code steht im Klartext auf dem Gerät und wird von der Kamera in Sekunden erkannt. Bäm! Fertig. Gerät ist gekoppelt.

Die Steckdose und der Sensor wollten danach noch ein Firmware Update haben, was die Elgato App auch in wenigen Minuten erledigt hatte. Letztere klinkt sich übrigens schön in die HomeKit Umgebung ein, so dass Geräte, die mit der Home App gekoppelt wurden auch direkt in der Elgato App sichtbar sind. Elegant gemacht. Die weitere Konfiguration beschränkte sich darauf, einen Raum anzulegen („Wohnzimmer“) und ihm die Geräte zuzuweisen.

Die Heizperiode hat noch nicht ganz begonnen, daher ist das Heizkörperthermostat noch arbeitslos, aber als ich das erste Mal die magischen Worte: „Hey Siri, wie ist die Temperatur im Wohnzimmer?“ sage und nach wenigen Worten die Antwort bekam, fühlte ich mich schon ein wenig wie auf der Enterprise 🙂

Der Fernzugriff auf die eigene Infrastruktur geschieht mittels eines Apple TV (4. Generation) oder seit iOS 10 auch mittels eines iPads, das jedoch ständig an und mit dem Stromnetz verbunden sein muss. Die Einrichtung ist ebenfalls trivial, weil nicht nötig. Das Apple TV muss lediglich in der iCloud hängen, den Rest erledigen die Geräte selbst untereinander. Einzige Voraussetzung ist, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung für iCloud aktiviert ist, was ich für durchaus sinnvoll halte.

In den nächsten Wochen werde ich ein wenig mit den Geräten herumspielen und Zeitpläne und „Szenen“ ausprobieren. Von Elgato gibt es übrigens noch Sensoren für Fenster und Türen, jedoch habe ich für uns noch keine sinnvolle Anwendung dafür gefunden. Ich werde berichten.

 

Klagelied an IKEA

Liebe IKEA Produktdesigner und Qualitätshüter,

lasst mich Euch heute sagen, dass ihr in den letzten Jahren in Bezug auf Pax/Komplement leider gar keinen guten Job gemacht habt. Doch ich beginne lieber am Anfang …

Wir nutzen seit vielen Jahren Pax Schränke mit Komplement Schubladen. Meinen ersten Pax hatte ich sogar schon vor fast 20 Jahren und damals war ich, der bis dahin nur Billy Regale aufgebaut hatte, von der Stabilität und Qualität der Pax Korpusse begeistert. Auch die Inneneinrichtung mit Namen Komplement machte einen super Eindruck. Meine damalige Begeisterung war wohl nicht ausschließlich subjektiv, denn die Schränke von damals besitze ich heute noch und sie haben zwei Umzüge schadlos überstanden.

Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir im Geschäft für unser Lager Pax Korpusse mit Komplement Schubladen gewählt. Angefangen haben wir damit vor knapp 10 Jahren. Und unsere Erwartungshaltung wurde nicht enttäuscht. Die Korpusse waren von derselben guten Qualität, und erst die Schubladen … ich könnte direkt ins Schwärmen kommen. Solide, Echtholz, für die Ewigkeit gemacht. Und das Ganze zu einem richtig guten Preis. So lobe ich mir das.

Über die Jahre haben wir dann Stück für Stück immer mehr von den Schränken angeschafft – inzwischen sind es zehn Stück mit insgesamt 80 Schubladen. Und mit jedem Mal, wo wir die neuen Schränke aufgebaut haben, war ich ein wenig mehr enttäuscht. Gut, dass Ihr die eigentlich heute noch schönen Farben Buche und Kiefer aus dem Programm genommen habt, kann ich Euch nicht vorwerfen. Ist halt Geschmacksache. Auch damit, dass Ihr die Fronten der Schubladen geändert habt, so dass die Bretter nun höher sind, kann ich leben, auch wenn ich die alten schöner und praktischer fand.

Als Ihr dann das Echtholz durch Pressspan ersetzt habt, fing ich an zu zweifeln und heute, da der einzige Holzton, in dem es die Pax/Komplement Sachen noch gibt, ein Design ist, der angeblich weiß lasierter Eiche nahekommen soll, bin ich wirklich am Hadern. Versteht mich nicht falsch – es ist nicht die Farbe oder das Design, das mich umtreibt. Es ist die Qualität.

Als ich heute die nächste Fuhre Schränke und Schubladen aufgebaut habe, musste ich feststellen, dass das Furnier so empfindlich ist, dass man mit allem, was ein wenig härter ist als eine Handfläche ist, direkt Kratzer reinmacht. Die Ränder des Furniers sind unsauber verarbeitet, stehen teilweise über oder platzen gleich ab. Die Schubladen, die früher aus Echtholz waren, sind nur an den Seiten, die man sieht, furniert, der Rest ist trister, offener Pressspan. Und zu allem Überfluss war auch noch eines der Festdreh-Befestigungs-Dinger (wie heißen die eigentlich richtig?) so zermatscht, dass es nicht benutzbar war. Beim Transport kann es nicht passiert sein, weil die Beutelchen mit den Schrauben gut geschützt und das Paket von außen unversehrt war. Also muss es schon in der Fabrik passiert sein. Deswegen darf ich jetzt nochmal zum nächsten IKEA Geschäft fahren. Ärgerlich.

Früher war das nicht so. Früher war klar, dass Billy billig und dafür gepresster Pappdeckel ist, aber es gab auch gute Qualität bei IKEA – Pax/Komplement war ein leuchtendes Beispiel dafür. Heute ist es so, dass die Qualität der Komplement Schubladen gefühlt geringer ist als es Billy jemals war. Muss das wirklich sein? Geht billig-billig wirklich über alles? Ich selbst wäre gerne bereit mehr für meinen Pax zu bezahlen, wenn denn die Qualität dafür wieder stimmen würde. Denkt doch einmal darüber nach.

Liebe Grüße
Carsten