Über die Bedeutung von Avaaz

Nach meinem letzten Blogpost wurde ich von mehreren Seiten „darauf aufmerksam gemacht“, dass Avaaz doch eine ganz böse Organisation sei (es fiel auch das Wort „Illuminati“), die letztlich nur den Interessen einiger weniger Strippenzieher dient, und die Aufmerksamkeit, die sie erzielt, dazu nutzt, die Menschen zu manipulieren. Es kursiert momentan auch eine ellenlange E-Mail, in der akribisch versucht wird darzustellen, warum Avaaz böse ist.

Ist mir das wichtig? Nein. Ich bin kein Avaazler, habe dieser Organisation kein Geld gespendet und letztlich ist es mir auch egal, wer dahintersteht. In meinem letzten Post habe ich auf eine Aktion von Avaaz hingewiesen – nicht, weil ich Avaaz so toll finde, sondern weil ich der Meinung bin, dass diese Aktion förderungswürdig ist. Ich hätte dafür auch Werbung gemacht, wenn sie von Greenpeace, dem B.U.N.D. oder notfalls auch einer christlichen Kirche organisiert worden wäre.

Vielleicht ist es mir auch nicht vollständig gelungen, in meinem Beitrag klarzustellen, dass es dabei nur in zweiter Linie um die konkrete Aktion ging. In erster Linie ging es mir darum, meine Freude darüber auszudrücken, dass uns das Internet als Kommunikationmittel in die Lage versetzt, schnell viele Menschen zu informieren und Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu wecken. Üblicherweise funktioniert das nur „verkehrt“ herum, zum Beispiel bei der unsäglichen Brüderle-Sexismus-Affäre. Da wird mit Hilfe der Medien eine Diskussion um buchstäblich nichts entfacht. Wenn dagegen Themen hochkochen, die mir sinnvoll erscheinen, dann freut mich das. Insbesondere, wenn man dabei die Macht des menschlichen Bewusstseins („Maharisi-Effekt“) mit einbezieht, und sich dann ausmalt, welchen energetischen Impetus diese Avaaz Aktion hat.

Um es noch einmal klar zu sagen: Mir ist Avaaz als Organisation genauso lieb oder nicht lieb wie andere, auf dem selben Gebiet tätige Organisationen. Ich freue mich ausschließlich darüber, dass ein sinnvolles Thema ins Bewusstsein möglichst vieler Menschen gerückt wird.

Und ja: Es gibt noch viele weitere sinnvolle Themen, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen (Stichwort: geplante Privatisierung der Wasserwirtschaft). Lasst uns also weiter unseren Fokus darauf richten, was wir für die Menschen und die Natur besser machen können, als bisher. Maharishi lässt grüßen.

Online Petitionen, Massenbewusstsein und Machtmenschen

Das Aktionsnetzwerk Avaaz hat gestern eine Onlinepetition aus dem Boden gestampft, mit der die Bürokraten der EU dazu aufgefordert werden, Inhaltststoffe von Pestiziden, die besonders die Bienen schädigen zu verbieten. Vermutlich werden die Adressaten in Brüssel mit einem müden Schulterzucken darauf reagieren. Ich habe dennoch unterschrieben. Warum?

Vielleicht liegt es daran, dass ich heute besonders emotional bin, aber mich hat der Text über die Bienen, die Petition und die Tatsache, dass innerhalb von wenigen Stunden bereits fast 1,7 Mio. Menschen (das sind 1.700.000 mal menschliches Bewusstsein) unterschrieben haben sehr berührt.

Zum einen treibt es mir die Tränen in die Augen, wenn ich mir Gedanken darüber mache, wie die Machtmenschen an den Schalthebeln der Politik und Wirtschaft rücksichtslos ihre kleinen, egoistischen Interessen für immer noch mehr Macht und Geld durchprügeln. Das muss ein Ende haben – und es wird ein Ende haben. Denn zum anderen bietet das Internet eine niemals zuvor dagewesene Chance, sich zu vernetzen und gemeinsam Dinge zu bewegen. Ich bin überzeugt, dass alleine die Tatsache, dass innerhalb von kürzester Zeit Millionen von Menschen ihr Missfallen am Handeln (oder hier eher Nicht-Handeln) der Volksvertreter äußern, Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

Und natürlich ist da auch noch der Effekt, dass die gebündelte Absicht vieler Menschen auf energetischer Ebene in der Lage ist, auf handfester physischer Ebene Dinge zu bewegen. Dieses Phänomen heißt offiziel der „Maharishi-Effekt“ und ich habe im Essenzenladen Blog vor einiger Zeit darüber geschrieben. Das Bewusstsein der Menschen darüber, dass sich in unserem Umgang mit der Natur und der Erde als Ganzem etwas ändern muss, wächst kontinuierlich … und ich habe das Gefühl, dass der Zeitpunkt, an dem die kritische Masse erreicht ist, nicht mehr so weit weg ist.

Auch wenn ich also der Meinung bin, dass der unmittelbare Effekt solcher Onlinepetitionen momentan noch nicht so groß ist, ist die Wirkung, die er auf das Massenbewusstsein hat, nicht zu unterschätzen. Also, all ihr bequemen, vom Fernsehen und den Massenmedien eingelullten, wunderbaren menschlichen Wesen: Wacht auf! Alleine durch die Tatsache, dass ihr Eure Einstellung zu gewissen Dingen ändert, ändert ihr die Welt. Und wenn ihr Eure Meinung öffentlich macht, dann helft ihr, weiteres Bewusstsein zu erschaffen. Es gibt keinen Grund, sich hinter der „ich kann ja eh nix machen“ Ausrede zu verstecken. Ein guter erster Schritt ist es, sich den Text zu den Bienen durchzulesen, und zu unterschreiben, wenn man zustimmt:

http://www.avaaz.org/de/hours_to_save_the_bees/

P.S. Alleine in den vielleicht 15 Minuten, in denen ich diesen Text verfasst habe, haben mehr als 18.000 weitere Menschen die Petition unterzeichnet und die 1,7 Millionen sind erreicht!