Psychologisches Schmankerl

Gerade habe ich einen humoristischen Beitrag von George Takei („Mr. Sulu“ aus Star Trek) auf Facebook gesehen, der mit dem, in der amerikanischen Kultur öfter als bei uns benutzen, Adjektiv „passive-aggressive“ spielt.

Aus Interesse habe ich dann mal nachgeschlagen, was die deutsche Version von Wikipedia zu dem Thema zu sagen hat. Dort steht unter anderem:

Unter einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung versteht man ein Trotzverhalten, wie es in der Pubertät häufig zu finden ist, sich aber darüber hinaus manifestiert.

Aha … wenn man also als Erwachsener mal trotzig ist, dann ist die Persönlichkeit gestört. Was mir jedoch sprichwörtlich die Schuhe ausgezogen hat, ist der Satz, der ein wenig unterhalb des bereits Zitierten steht:

Entstanden ist die Diagnose der passiv-aggressiven Persönlichkeit im Zweiten Weltkrieg, als Soldaten u. a. den Fronteinsatz verweigerten.

Alles klar. Wenn Du nicht jubelnd in den Krieg ziehen willst, um Dich umbringen zu lassen, dann bist du natürlich krank. Ich erinnere mich daran, dass ich in Biologie mal gelernt habe, dass man das „Überlebenstrieb“ nennt …

Der einzige Kommentar, der mir dazu noch einfällt ist, dass dann wohl Mahatma Gandhi der bisher schwerste Fall einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung war.

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