Du machst jetzt 100 Liegestütze!

Ein paar unserer Ideen für den Umgang mit fordernden Situationen und die Gestaltung einer guten Beziehung zu unseren (Judo-) Kindern.

Eine Folge inspiriert durch das Kindertraining, das wir zuvor am Nachmittag gehalten haben. Endlich wieder ohne Abstand in der Gruppe trainieren, wenigstens draußen. Kinder und Trainer hatten viel Spaß! Und wie so oft nach unserem Training haben wir über unsere Beobachtungen während des Trainings gesprochen, diesmal öffentlich im Podcast.

Auch wenn Judo unser Aufhänger ist, geht es vor allem um Themen, die auch außerhalb der Judomatte wertvoll sind. Vorbild sein, (Judo-) Werte spielerisch vermitteln, Gespräche auf Augenhöhe und die Rolle der Erwachsenen bei der Gestaltung der Beziehung zu Kindern. Sind die Erwachsenen vielleicht sogar verantwortlich für die Stimmung in der Gruppe, die sie leiten? Und was hat Persönlichkeitsentwicklung mit einem guten Trainer zu tun?

Stell dich doch nicht so an, du Mimose

Sehr sensibel, hochsensitiv oder einfach nur feine Antennen?

Die ausgeprägte Feinfühligkeit und Empathie, die für Andrea und Carsten im Berufsalltag, speziell bei der Begleitung von Menschen, eine Bereicherung sind, sind im restlichen Alltag immer wieder eine echte Herausforderung. Die Emotionen anderer Menschen genauso intensiv zu spüren wie die eigenen oder nicht zuordnen zu können, welchen Ursprung die gerade wahrgenommenen Gefühle haben, kann zur Überreizung und zur Überforderung führen.

Das Pflegen eigener Grenzen, eines guten Gefühls für sich selbst und der Wechsel der Perspektive können hilfreich sein, um gut durch den Alltag zu kommen.

Ist hohe Sensitivität nun eine Fähigkeit oder eine Belastung? Wie kann ich als hochsensitiver Mensch gut für mich sorgen? Und wie könnten sich unsere Welt verändern, wenn mehr Menschen sehr feine Antennen hätten? Fragen, die mit dieser Folge noch nicht abschließend beantwortet sein können und in weiteren Folgen wieder aufgegriffen werden.

Der im Beitrag genannten 15-20 % aller Menschen, die als hochsensible gelten, findet sich auf diversen Internetseiten zum Thema Hochsensibilität (HSP).

Wie kam es, dass Carsten mit Blütenessenzen arbeitet?

Ein bunter Lebenslauf mit Schlangenlinien und Schnörkeln hat auch etwas Charmantes.

Tanzlehrer, IT-ler, Kinesiologe. Carstens beruflicher Werdegang ist mindestens so verschnörkelt wie der von Andrea. Grund genug, Carsten einmal auf den Zahn zu fühlen und zu ergründen, wie es zu diesen Entwicklungen kam.

An Carstens Weg begeistert die Klarheit, mit der er Ausbildungen und Tätigkeiten begonnen hat, weil sie ihm Spaß machten oder ihn reizten und dann auch wieder hinter sich gelassen hat, als er sie nicht als dauerhaft zielführend und richtig empfand. Sehr geführt durch ein gut ausgeprägtes Bauchgefühl, gepaart mit einem klaren Verstand und ohne Angst vor neuen Herausforderungen, hat Carsten viele berufliche Übergänge sanft hinter sich gebracht und sorgt als Selbstständiger gemeinsam mit seiner Frau nun seit einigen Jahren mit dem Essenzenladen (www.essenzenladen.de) mit viel Freude für das Familieneinkommen.

Warum wurde Andrea eigentlich Coach?

Wie wird eine Mathematikerin im IT-Business zum Kinder-, Jugend- und Elterncoach?

Andrea und Carsten haben in ihrem Berufsleben beide in unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet und vielfältige Erfahrungen gesammelt. In dieser Folge spricht Carsten mit Andrea über die sehr persönlichen Gründe Kinder-, Jugend- und Elterncoach zu werden.

Andrea berichtet, dass sie die perfekte Mutter war, bevor sie eigene Kinder bekam und die Realität mit den eigenen Kindern dann ganz anders aussah. Das Erreichen eigener Belastungsgrenzen, Überforderung und angespannte Beziehungen zu den eigenen Kindern haben Andrea auf den Weg gebracht, sich Unterstützung zu suchen.

Auf diesem Weg ist ihr Carsten begegnet, der zu diesem Zeitpunkt als Kinesiologe gearbeitet und dadurch wertvolle Hilfestellung gegeben hat. Begeistert von dieser Arbeit begann Andrea selber mit Ausbildungen in Kinesiologie und zum Kinder-, Jugend- und Elterncoach und kann heute anderen Eltern und deren Kindern basierend auf einem breiten eigenen Erfahrungshintergrund liebevoll und sehr authentisch Unterstützung anbieten.

Judo – Sport und Philosophie

Die Idee hinter dem Judo, eine Folge nicht nur für Judoka

Als Kinder haben wir (Carsten und Andrea) fast zeitgleich, allerdings räumlich 350 km entfernt voneinander, mit Judo begonnen und diese Sportart mehrere Jahre lang aktiv betrieben, bis das Judo anderen Hobbies weichen musste. Im Alter von 40 Jahren fanden wir, inspiriert durch Carstens Kinder, die inzwischen mit Judo begonnen hatten, zu unserem Sport zurück. Diesmal gemeinsam, erst als Wiedereinsteiger mit viel Muskelkater und inzwischen seit einigen Jahren als Trainer einer Kinder- und einer Erwachsenenbreitensportgruppe.

In dieser Folge sprechen wir über die Ideen hinter dem Judo, über die Freude am Rangeln und Raufen und das Bedürfnis der körperlichen Auseinandersetzung von jungen und älteren Menschen und den erzieherischen Aspekt, der von Anfang an im Judo fest verankert war.

Wie können wir den Kindern durch die Krise helfen?

14 Monate Lockdown machen etwas mit uns und unseren Kindern. Was hilft?

Mai 2021. Bedingt durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie leben Familien und insbesondere unsere Kinder seit 14 Monaten im Ausnahmezustand. Notbetreuung, Wechselunterricht, Distanzunterricht, Homeoffice und viel zu wenig Abwechselung im Alltag belasten und zermürben. In dieser Folge sprechen wir über unsere Beobachtungen und Wahrnehmungen zu dem, was diese langanhaltende Situation mit Eltern und Kindern macht. Die Frage, wie Eltern in dieser Zeit gut für sich und ihre Kinder sorgen könne, ist nicht leicht zu beantworten. Aber so viel Abwechslung und soziale Kontakte wie möglich erscheinen uns sehr wichtig.

Regelmäßig auf die Ohren

Unsere kleine, große Welt

Lange habe ich nichts geschrieben. Vor allem, weil ich mit mir selbst zu tun hatte. Viel mit mir selbst. Ein großer Teil davon bestand (und besteh immer noch) darin, nicht an der Welt und den darauf lebenden Menschen zu verzweifeln. Mal gelingt es besser, mal schlechter. Noch immer habe ich den Eindruck, dass die Welt verrückt geworden ist, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Ein Projekt, um meine mentale Gesundheit aufrecht zu erhalten ist der Podcast “Unsere kleine, große Welt”, den ich mit Andrea Schlauersbach seit inzwischen einem Jahr regelmäßig veröffentliche – ich hatte ja schon darüber geschrieben. Und heute auf der Massageliege (man muss sich auch mal was gönnen), habe ich beschlossen, die Folgen auch hier in meinem Blog zu veröffentlichen.

Das wird Anfangs wohl eher häufig sein, weil ich an die 90 Folgen aufzuholen habe, aber irgendwann wird auch hier der für den Podcast etablierte 5-Tage-Rhythmus Einzug halten.

Wenn Euch eine Folge gefällt, dann empfehlt sie gerne weiter – vielleicht können wir so auch zum mentalen Überleben anderer beitragen 🙂

Die Folgen gibt es auf vielen Plattformen, unter anderem Apple Podcasts, Pocket Casts, Spotify und Deezer.

Der Einfachheit halber, und weil man die Folgen da so schön kategorisiert finden kann, werde hier die Links zu YouTube posten. Und los geht es gleich mit der ersten Folge:

Corona für Dummies – eine Erklärgeschichte

Gloves

Das mit der Pandemie ist ja nicht so leicht zu verstehen. So viele Zahlen, so viele Fakten. Dabei ist es kinderleicht zu verstehen, wie das mit dem Virus und dem Impfen funktioniert. Diese Erklärgeschichte wird dir dabei helfen.

Stellt dir vor, du bist im Kindergartenalter, vielleicht fünf Jahre alt oder so. Draußen werden die Tage kürzer und du freust dich schon wie Bolle auf den Martinsumzug. Weil du jedoch kurze Hosen und T-Shirts vieeeeel besser als Pudelmütze und Anorak findest, bestehst du darauf, dass du deinen Lieblings-Sommerdress auch im November anziehen darfst.

Deine Eltern sind ein wenig hilflos und überlegen, was sie tun können. Die anderen Eltern kommen mit verständnisvollen Blicken für die Kapriolen des kleinen Trotzkopfs mit guten Ratschlägen zu Hilfe: Ihr könntet eurem Kind erzählen, dass es vieeel gesunde Sachen essen mit super vielen Vitaminen essen muss, damit es gesund bleibt, auch wenn es draußen kalt wird. Oder: Auch wenn sich der kleine Racker verkühlt gibt es viele Hausmittel wie eine warme Badewanne oder eine kräftige Suppe, dann wird die Erkältung nicht so schlimm und beim nächsten Mal ist er sicher klüger.

Und dann gibt es da noch Christiane und Jens. Christiane ist Ärztin und Jens macht als Quereinsteiger auch irgendwas mit Gesundheit. Sie erklären deinen Eltern, dass T-Shirt und kurze Hose auch im Winter total okay sind, solange Du nur warme Handschuhe trägst. Alles andere ist Aberglaube und reiner Quatsch. Das sei wissenschaftlich bewiesen und so.

Das klingt für deine Eltern zwar erstmal komisch, aber niemals würden sie sich trauen, dem zu widersprechen, was wissenschaftlich bewiesen ist. Deshalb sind sie zuversichtlich, als sie dich zwingen, für die Generalprobe zum Martinsumzug – draußen ist es ziemlich kalt und ziemlich dunkel – neben deinen Lieblings-Sommerklamotten mega warme Fäustlinge anzuziehen. Wie albern sieht das denn aus und was soll das bringen? Widerwillig fügst Du dich, denn nur wenn du mitspielst, darfst du raus …

Draußen hast du einen Heidenspaß mit den anderen Kindern, stellst aber fest, dass es dir doch ganz schön kalt geworden ist. Sogar die Nase fängt schon an zu laufen und das fühlt sich gar nicht so toll an.

Deine Eltern suchen erneut Rat bei Christiane und Jens. “Das ist seltsam”, sagen die. “Die Handschuhe waren sicher nicht warm genug. Es gibt doch inzwischen Studien, die zeigen, dass ein einzelnes Paar Handschuhe nicht ausreicht.” Die Lösung liegt ja wohl auf der Hand: Für den Martinsumzug muss ein zweites Paar Handschuhe drüber gezogen werden und alles wird gut.

Du hast noch einmal Glück gehabt und statt einer dicken Erkältung ist die Schniefnase nach einem Tag schon wieder weg. Voller Freude siehst Du dem Tag des Martinsumzugs entgegen, nur als deine Eltern wieder mit den doofen Handschuhen ankommen, protestierst Du ein wenig, wenn auch nicht mehr so laut wie beim ersten Mal. Das mit dem zweiten Paar Handschuhe will aber dir so gar nicht in den Kopf, weil die Hände ja schon bei der Generalprobe so ziemlich der einzige Teil deines Körpers gewesen waren, der nicht gefroren hat. Aber du fügst dich, denn du willst ja raus und schließlich müssen es deine Eltern doch wissen, oder?

Draußen ist es inzwischen bitter kalt geworden, aber deine Freude über dein tolles Outfit, das zwar von den doofen Handschuhen getrübt wird, lässt dich strahlen. Immerhin darfst du ja raus. Als du mit deinem Lieblings-T-Shirt und singend mit deiner Laterne durch die Straßen gehst, sind deine Hände tatsächlich mollig warm, sogar noch wärmer als beim letzten Mal. Nur der Rest des Körpers friert erbärmlich und du spürst, wie schon wieder die Nase zu laufen beginnt …

[An dieser Stelle hört man normalerweise, wie die Nadel über die Schallplatte kratzt]

Fortsetzung folgt eventuell – die Geschichte schreibt sich gerade selbst weiter.

Langhans bei Reitschuster: Ganz großes Kino

Langhans reitschuster

Die ’68er’ fanden ja vor meiner Geburt statt – dementsprechend habe ich keinen emotionalen Bezug zu den Heroen der damaligen Bewegung, auch wenn mir die Namen halbwegs geläufig sind. Als ich dann gelesen habe, dass Boris Reitschuster ein Interview mit Rainer Langhans geführt hat, konnte ich nicht widerstehen.

Um es vorweg zu sagen: Ganz großes Kino. Langhans ist gnadenlos direkt und spricht seine tiefste innere Wahrheit aus, Reitschuster wirkt über lange Strecken überfordert. Aber das tut der Wertigkeit des Interviews keinen Abbruch. Deshalb Kudos an Boris Reitschuster, dass er Rainer Langhans zu Wort kommen lässt.

Ob und inwieweit man dem, was Langhans im Interview in Bezug auf die unselige Coronia-“Pandemie” sagt zustimmt, sei dem geneigten Zuschauer selbst überlassen. Fakt ist jedoch, dass ich das Gefühl habe, dass in vielem was er sagt eine Menge Wahrheit drin steckt. Und zweifellos ist die Selbstverständlichkeit, mit der er das tut, sehenswert.

Ich habe mich auf jeden Fall königlich amüsiert. Schaut es Euch an!

https://rumble.com/vom8vv-langhans-neu-2.html

Gut Ding will Weile haben …

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Als ich das erste Mal von dieser neuen Partei „dieBasis“ gehört habe, war ich direkt angefixt. So sehr, dass ich im April direkt eingetreten bin und mich intensiv engagiert habe. Und das, obwohl ich mir einmal geschworen habe, mich nie mehr in den Sumpf der Politik zu begeben. Ich habe das gemacht, weil dieBasis kein Sumpf war, eher eine Frühlingsbrise. Ein neuer, konstruktiver Ansatz, frischer Wind im alten Mief der Politik.

Die ersten Monate waren für mich fast euphorisch. So viele Gleichgesinnte, mit denen man echt etwas bewegen kann. Alle ziehen am gleichen Strang und gehen respektvoll miteinander um. So sieht die politische Arbeit aus, die ich mir wünsche. Im Dunkel lauert jedoch eine Gefahr: Allzu leicht geschieht es, dass man in den alten Sumpf der Politik gezogen wird, in dem es so viel darum geht, gegen was man kämpft, und so wenig darum, wofür man sich engagiert. Der Gefahr war man sich wohl bewusst. Allein dieses Bewusstsein hat nicht ausgereicht …

In den letzten Monaten musste ich immer wieder für mich feststellen, dass es in der Partei ordentlich „menschelt“. Das ist normal, wenn man sich als Gruppe zusammenfindet, deshalb habe ich mir keine allzu großen Sorgen gemacht und erstmal beobachtet. Diverse persönliche Erlebnisse habe ich auf das Konto „Erfahrung“ gebucht und weitergemacht.

Dann kam irgendwann der Punkt, an dem meine Euphorie wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist. Aus einem „Gemeinsam schaffen wir das“ war inzwischen ein „Wir und die anderen“ geworden. Aber gut. Jede Euphorie ist irgendwann vorbei und wenn mein Traum von der neuen Art der politischen Arbeit zumindest teilweise gelebt wird, dann bin ich weiter im Boot – wenn auch mit nur mehr „normalem“ Engagement.

Die Basis hat sich die vier Säulen Freiheit, Machtbegrenzung, Schwarmintelligenz und Achtsamkeit gegeben. Um ehrlich zu sein wäre es für mich an der Zeit, das Wort „Achtsamkeit“ durch etwas anderes zu ersetzen, beispielsweise „Bewusstheit“ oder so. Denn was ich in zunehmendem Maße beobachtet habe ist, dass beim Umgang miteinander immer wieder die Säulen der Basis zu Keulen umfunktioniert wurden: „Du hast gegen diese Säule verstoßen!“ oder „Du hast jene Säule nicht beachtet!“. Und gerade die Achtsamkeit war dabei gerne genommen, wenn auch viel zu oft vor allem deswegen, weil trotz bewusster, respektvoller Kommunikation einfach persönliche Befindlichkeiten verletzt wurden. Und anstatt selbst die Verantwortung für die eigenen wunden Punkte zu übernehmen, mussten die Keulen (Verzeihung: Säulen) herhalten. Einerseits sehr menschlich, andererseits ist da in Bezug auf das, was Sandra Epstein „Emotionale Fitness“ nennt, noch eine ganze Menge Luft nach oben.

In den letzten Tagen ist in der Basis, wie man so schön sagt, die „Kacke richtig am dampfen“. Es ist gar nicht wichtig, worum es dabei geht – was mich jedoch (ver-) stört ist, dass hier Konflikte in der Parteiöffentlichkeit ausgetragen werden und mit dem Finger gezeigt wird. Da werden Rücktritte gefordert und parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Wo habe ich das alles schonmal gehört? Ach ja! Im Sumpf der alten Parteien. Ist dieBasis wirklich schon jetzt da angekommen? Wäre es nicht sinnvoller und vor allem authentischer gewesen, bei einem offensichtlichen Dissens eine Konsensierung der Mitglieder anzusetzen und dieses Votum dann zu respektieren? Das zumindest ist der Anspruch, den dieBasis an sich selbst hat.

Traurig macht mich, dass es inzwischen vor allem darum geht, wogegen man kämpft. So viele sind der Meinung, das wäre der Weg, um Wählerstimmen zu gewinnen, und vielleicht haben sie sogar kurzfristig recht. Der Grund, warum ich in dieBasis eingetreten bin, war jedoch, dass ich in ihr eine Bewegung vermutet habe, die endlich neue Wege einschlägt und viele Dinge anders als bisher macht – zum Beispiel sich klar dazu zu bekennen, wofür man ist, statt zu kämpfen. Diese Hoffnung hat sich für mich vorerst zerschlagen.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich halte dieBasis nach wie vor für den besten Ansatz, den es momentan gibt, wenn es um eine reelle Chance geht, Dinge wirklich zum Besseren zu verändern. Allein die Zeit, die das braucht, habe ich komplett unterschätzt.

Ich sehe das so: dieBasis ist aktuell ein Sammelbecken für alle, die der Meinung sind, dass sich etwas Grundlegendes ändern muss, und darunter sind viele, die ziemlich genau wissen, wogegen sie sind. Oft haben sie jedoch noch keine so genaue Vorstellung FÜR was sie eigentlich sind, deshalb reicht es ihnen aus, dagegen zu sein. Mir reicht das nicht. Um mich zu engagieren brauche ich die Perspektive, wohin die Reise geht, und zwar langfristig. Die gute Nachricht ist, dass es in der Partei durchaus überdurchschnittlich viele Menschen gibt, die genauso denken. Leider ist das aber dennoch eine kleine Minderheit.

Meine Konsequenz? Ich werde mich erst einmal zurückziehen und beobachten. Ich werde die Bundestagswahl vorübergehen lassen und danach meine Fühler ausstrecken, wenn sich der Staub gelegt und alles konsolidiert hat. Ich wünsche mir nach wie vor eine neue Art politischer Arbeit und ich habe die Hoffnung, dass dieBasis das Samenkorn ist, aus dem diese erwachsen kann. Lediglich der Zeitpunkt scheint noch nicht gekommen zu sein und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.