Der auf der Lichtwelle reitet

Der Anlass, eine erneute Zwischenbilanz über meine Zeit mit dem „Giganetz“ zu veröffentlichen ist zwar kein angenehmer, dafür aber auch der einzige seiner Art bisher und deswegen nicht überzubewerten.

Heute um 11:13 Uhr, mitten in der Arbeit, ist meine Nabelschnur zur digitalen Welt plötzlich zusammengebrochen. Neustart der FRITZ!Box, Neustart des Glasfasermodems – nichts war in der Lage, mich wieder mit dem elektronischen Puls der Informationsgesellschaft zu verbinden. Glücklicherweise gibt es ja inzwischen LTE und damit eine Möglichkeit, auch ohne die vollkommen veraltete Glasfasertechnik ins Internet zu gehen. Dennoch – das Problem musste gelöst werden.

Erster Anruf bei der Glasfaser-Hotline: Ein kurzer Test ließ die freundliche und kompetente Mitarbeiterin direkt die weiße Flagge hissen und sie deligierte den Fall weiter zum 2nd Level Support. Die würden sich in den nächsten zwei Stunden melden. Ehrlich, kurz und schmerzlos.

Keine Stunde später dann eine Textnachricht auf dem privaten Festnetzanschluss, der noch mit ISDN läuft und gottseidank noch funktionierte. Textnachricht auf dem ISDN Telefon? Ähmm … genau. Ziemlich ungewohnt, aber pragmatisch. Man teilte mir die Ticketnummer mit. Für ein Telekommunikationsunternehmen ein erstaunlich kundenfreundlicher Akt, insbesondere deshalb, weil er unaufgefordert stattfand.

Kurz darauf die zweite (Text-) Mitteilung, die mein Herz höher schlagen ließ: Man habe den Fehler gefunden und beschäftige sich inzwischen mit seiner Behebung. Doch die Freude währte nur einige Minuten denn die dritte ISDN-SMS in meinem Leben an diesem Tag ließ mich wissen, dass nun ein Techniker ausrücken würde und ich solle mich bereithalten, falls er zu uns ins Haus müsse. Also warten …

Nach dem Mittagessen habe ich gegen halb zwei dann doch nochmal bei der Telekom angerufen. Die Mitarbeiterhin hat mich kalt erwischt indem sie mir mitteile, dass ihr System ihr sage, dass eine Glasfaserverbindung beschädtigt, der Techniker bereits an der Arbeit sei und die Behebung für den Zeitraum zwischen 14.00 Uhr und 14.30 Uhr erwartet werde. Keine Chance für mich, um auch nur ein klein wenig zu meckern. Wie fies.

Zu allem Überfluss hat die Telekom es dann auch noch gewagt, im vorausberechneten Zeitraum mit der Reparatur fertig zu werden … naja, sagen wir 14.30 Uhr c.t. Danach schnurrte die Glasfaser wieder wie ein zufriedenes kleines Kätzchen.

Fazit des heutigen Tages: Wenn man Manns genug ist, dem Rosa Riesen zuzugestehen, dass auch dort nur Menschen und menschliche Technik arbeiten und Fehlfunktionen einfach vorkommen können, dann war der Umgang mit derselben heute vorbildlich. Ich bin beeindruckt und wieder einmal froh, nicht bei den Seelenfängern von der Konkurrenz gelandet zu sein.

Wenn man das Gesamtbild betrachtet, dann ist das Giganetz trotz seines jugendlichen Alters erstaunlich stabil und schnell. Bis jetzt habe ich keine Sekunde bereut, hier Pionier zu sein. Prädikat: Nach wie vor empfehlenswert 🙂

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