Fuji-san

Mount Fuji

Der Fuji (jap. 富士山 Fuji-san [ɸɯʑisaɴ] ; selten auch Fudschi sowie nach einer falschen Lesung der Kanji Fudschijama, Fujiyama) ist ein Vulkan und mit 3776,24 m[1] Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg Japans. Sein Gipfel befindet sich auf der japanischen Hauptinsel Honshū an der Grenze zwischen den Präfekturen Yamanashi und Shizuoka. Seit 2013 ist er Teil des Weltkulturerbes. (Wikipedia)

Gestern Abend ist die Konferenz zuende gegangen, heute begann der zweite Teil des Abenteuers. Mit schriftlichen Orientierungshinweisen, Bahnhofsplänen, Reservierungsnummern und guten Wünschen haben Sandra, Sabina, Tanmaya und ich uns auf den Weg gemacht, um auf eigene Faust zum Fuji zu fahren. In einem Land, in dem man anhand der Schriftzeichen noch nicht einmal erahnen kann, was die Bedeutung sein soll, stellt sich das als durchaus herausfordernd heraus. Zum Glück sprechen viele Japaner zumindest einige Brocken englisch, und wichtige Informationen z.B. auf Schildern sind ebenfalls in englischer Sprache aufgedruckt. Dennoch waren wir einigermaßen froh, als wir nach einer Zugfahrt zum nächsten Bahnhof unsere Tickets besorgt hatten und im Fernbus zum Kawaguchi See saßen – von dort aus würde es nur noch ein Katzensprung bis zum Hotel sein. Noch eine kurze Fahrt mit dem Taxi und wir waren da.

Schon wenn man den Fuji aus der Entfernung sieht, kann man gut verstehen, warum dieser Berg den Japanern heilig ist. Er sieht einfach majestätisch aus, wie er da so mit seiner schneebedeckten Kuppe steht. Die Energie und die Luft sind hier sehr klar und reinigend – das tut gut. Die legere Übersetzung „Herr Fuji“ des Namens Fuji-san beruht übrigens auf einem Missverständnis – die Silbe -san ist zwar eine hochachtungsvolle Anrede für Männer und Frauen, jedoch enthält der japanische Namen eine andere, gleichlautende Silbe, die einfach „Berg“ bedeutet.

Nach den schönen, aber anstrengenden Tagen der Konferenz ist jetzt Erholung angesagt. Im hauseigenen japanischen Thermalbad lässt sich das bei 42°C Wassertemperatur recht gut erreichen, auch wenn man es im ganz warmen Wasser wirklich nicht lange aushalten kann. Das Zimmer ist traditionell japanisch eingerichtet, schlafen werde ich auf einer Tatami Matte auf dem Boden – ein Bett gibt es nicht. Ich bin gespannt.