Stilblüte – verrückte Welt

„In den 60er Jahren haben die Leute LSD genommen, um die Welt ein bisschen verrückter zu machen. Jetzt ist die Welt verrückt, und die Leute nehmen Prozac, um sie wieder normal zu machen“

Verfasser unbekannt

Nicht mit den Augen sehen wir …

Vor einigen Tagen bin ich über ein interessantes Experiment gestolpert. Tatsächlich ist es mehr als faszinierend und gibt uns schwerwiegende Gründe, über unsere Wahrnehmung der Welt nachzudenken. Das Experiment ist dazu geeignet, unsere Vorstellung von dem, wie die Welt ist, über den Haufen zu werfen. Dabei ist der Aufbau desselben recht simpel. Die Informationen darüber entstammt einem Vortrag von Dr. Deepak Chopra.

Vor einigen Jahren wurden in der Harvard Medical School (der medizinischen Fakultät der Harvard Universität in den USA) zwei Gruppen von Kätzchen in speziellen Räumen aufgezogen. Der eine Raum besaß nur horizontale optische Reize (es wurden also alle vertikalen Linien, Kanten, etc. vermieden), der andere besaß ausschließlich vertikale optische Reize. Es wurde bei jeder der beiden Gruppen peinlich genau darauf geachtet, dass sie wirklich nur horizontale bzw. vertikale Sinneseindrücke zu sehen bekamen. Als die Katzen schließlich ausgewachsen waren, entließ man sie in die „normale“ Welt, wo es natürlich sowohl horizontale als auch vertikale „Dinge“ gab.

Was nun passierte war bemerkenswert. Die Katzen, die in einer horizontalen Welt aufgewachsen waren, schienen vertikale Hindernisse wie Stuhl- oder Tischbeine nicht sehen zu können und stießen beim Laufen ständig dagegen. Die Katzen, die in der vertikalen Welt großgeworden waren, sahen zwar vertikale Hindernisse, waren jedoch nicht dazu zu bewegen, eine Stufe (=horizontal) auf ein Podest hinaufzugehen. Ganz offensichtlich konnten die Katzen die jeweils andere Dimension nicht wahrnehmen, weil sie nie gelernt (oder es verlernt) hatten, sie zu sehen. Das Phänomen wird in der Psychologie inzwischen als PCC („Premature Cognitive Commitment“) bezeichnet, was soviel heißt wie „Auf frühkindlicher Sinneserfahrung beruhende Festlegung“, und es gibt eine Reihe ähnlicher Experimente, die jedoch alle dieselben Ergebnisse haben. Die Erfahrungen, die wir als Babys und Kinder machen legen offensichtlich fest, was wir wahrnehmen können, und was nicht.

Jede Mutter und jeder Vater kennt die Situation, dass das Baby auf dem Wickeltisch liegt und wild gestikulierend in die Luft zeigt und brabbelt. Wenn man es nicht besser „wüsste“, könnte man fast den Eindruck haben, dass das Kind etwas sieht, was wir nicht sehen können und versucht, damit zu kommunizieren (oder es auch tatsächlich tut). Vor dem Hintergrund des Kätzchenexperiments erscheint die Situation auf einmal in vollkommen anderem Licht. Was, wenn das Baby tatsächlich Dinge, sieht, die wir verlernt haben, zu sehen?

Die Frage, die sich dann stellt ist: Warum haben wir verlernt, diese Dinge zu sehen? Eine einfache und einleuchtende Erklärung ist, dass wir als Babys relativ schnell begriffen haben, dass es uns nicht weiterhilft unsere Grundbedürfnisse (Nahrung und Nähe) zu befriedigen, wenn wir ständig mit dem kommunizieren, was wir sehen, unsere Eltern jedoch nicht. Daraus lernen wir, dass es besser für uns ist, wenn wir uns auf die Menschen fokussieren (sie anlächeln, etc.), die unsere Bedürfnisse befriedigen. Der Preis, den wir dafür bezahlen (zumindest die meisten von uns) ist, dass wir unsere Wahrnehmung der Welt beschränken …

Mit diesem Experiment wird eines klar: Nicht die Augen sind es, mit denen wir sehen – es ist das Gehirn, das uns nur die Dinge wahrnehmen lässt, auf die wir konditioniert sind. Letztlich muss es damit aber auch möglich sein, die eigene Konditionierung dahingehend zu verändern, dass wir wieder lernen, die Dinge zu sehen, die tatsächlich da sind. Was für eine spannende Aufgabe 🙂 Wenn mir also zukünftig jemand erzählen will, dass es keine Energiewesen, Auras oder sonstigen Phänomene gibt, nur weil man sie nicht sehen kann, dann kann man dieses Beispiel wunderbar dazu verwenden, um den anderen zum Nachdenken zu animieren!

Spiritualität vs. Materialismus

Heute Morgen fand ich einen Kommentar zu meinem Post über das Impfen in meinem Blog vor. Der Autor, der sich vollkommen unbescheiden „Wahrheit“ nannte, empfiehlt darin mir und den Lesern des Blogs, sich doch mal einen Text auf psiram.com (früher esowatch.com) anzusehen, der kein gutes Haar an Hans Tolzin lässt. Einen Artikel des Letzteren hatte ich in meinem Beitrag als Startpunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Impfen empfohlen. Obwohl der Kommentar weit davon entfernt war, sachlich zu sein, habe ich mich entschlossen, ihn dennoch zu veröffentlichen, lediglich den Link zur oben genannten Seite habe ich entfernt – zuallererst deswegen, weil die Betreiber der Seite ihre Namen nicht preisgeben und es kein Impressum gibt.

Aber natürlich gibt es für mich auch noch weitere Gründe, nicht auf diese Seiten zu verlinken. Ich habe mich vor einiger Zeit etwas mit ihnen beschäftigt und mir einige Artikel im dortigen Wiki durchgelesen, die Themen behandeln, die mich interessieren. Relativ schnell habe ich das dann wieder sein lassen, denn die Texte auf dieser Seite sind vorallem von einem geprägt: Hass. Die (namenlosen) Betreiber der Seiten scheinen einen grenzenlosen Hass auf alles zu haben, was nicht in ihr materialistisches Weltbild passt. Sie nutzen Polemik und verleumndende Texte um den Menschen und Ideen, die in ihr Fadenkreuz geraten sind, möglichst schlecht aussehen zu lassen. Dabei geben sie sich den Anschein von Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit – ein Versuch, der beim aufmerksamen Leser mit gesundem Menschenverstand jedoch schnell zum Scheitern verurteilt ist.

Es gibt im Bereich der Eso-Industrie durchaus Strömungen und Tendenzen, die es wert sind, kritisch hinterfragt zu werden. Dies durch Hasstiraden zu tun ist jedoch der falsche Weg. Abgesehen von tatsächlichen Scharlatanen und Betrügern (die es dort sicher auch gibt) sind dort viele Techniken, Methoden und Produkte zu finden, die vielleicht nicht allen Menschen helfen oder etwas bringen (manchen aber schon!), jedoch mit Integrität und Authentizität angeboten werden. Nur weil ich lieber Bier als Wein trinke verteufle ich doch nicht alle Winzer auf der Welt.

Es ist offensichtlich, dass insbesondere auf Seiten wie EsoWatch ein Glaubenskrieg herrscht zwischen Materialisten, die das kartesische Weltbild dogmatisch verteidigen und sogar durchsetzen wollen und denjenigen Menschen, die nach 400 Jahren Materialismus wieder ein wenig Spiritualität in ihr Leben lassen. Ein bisschen fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt, als die Kirche alle Andersgläubigen verfolgt und getötet hat. Heutzutage werden für diesen Krieg zwar keine Schwerter und Pistolen mehr verwendet, der Hass auf die Angersgläubigen ist jedoch nicht minder groß.

Letztlich kann sich nur jeder selbst entscheiden, was er glaubt und was nicht. Zwei Dinge halte ich dabei jedoch für eminent wichtig: a) Jeder sollte sich bei der Bewertung von spirituellen Dingen in letzter Instanz nur auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen, ihm vertrauen und ihm folgen und b) jeder Mensch hat das Recht, das zu glauben, was er will. Lassen wir doch bitte die Finger von den anderen (und ggf. der Tastatur), auch wenn wir deren Ansichten für Humbug halten.

Streifzug durch die Eso-Welt

Schon seit einigen Jahren ist es mir wichtig, zwischen Spiritualität und Esoterik zu unterscheiden. Spiritualität ist etwas sehr Persönliches, das man in der Regel alleine oder in einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten erlebt und entwickelt. Esoterik ist ein Industriezweig, der sich von z.B. der Getränkeindustrie nur durch die auffallend seltsam anmutende Wahl der Produktnamen unterscheidet.

Heute flatterte mir der Katalog einer der Größen der „Szene“ ins Haus und ich konnte mich tatsächlich nicht zurückhalten, ihn mal durchzublättern. Ich hätte es besser nicht getan, denn was ich da gesehen habe lässt keinen Zweifel daran, dass diejenigen Menschen, die Esoterik und Spiritualität gleichsetzen und beides ablehnen aus ihrer Sicht Recht haben.

Die ersten Seiten des Katalogs preisen die nächsten 25 Engelbücher an, mit Informationen, die es so noch nie gegeben hat (aber natürlich in ähnlicher Form in den letzten 1.000 Engelbüchern). Weiter geht es mit Lebenshilfebüchern, deren schiere Anzahl einen direkt erschlägt und man weiß gar nicht mehr, welchen Strohhalm man zuerst ergreifen soll. Die 27. gechannelte Wesenheit will uns wieder brandneue Informationen über das Leben und den Sinn desselben vermitteln und die Vielfalt Nahrungsergänzungsmittel und Wellnessprodukte lässt die Zukunft des eigenen Bankkontos eher trübe aussehen. Kleidung mit dem Om-Symbol drauf, Untersetzer für Getränke, Naturkosmetik mit „echtem“ Gold … schon nach wenigen Minuten ist mein Aufnahmevermögen erschöpft. Mein persönliches Lieblingsprodukt (das kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen) sind jedoch die „Buddha Bärchen“ … politisch korrekte Gummibärchen, von denen 100 g auch nur fast sieben Euro kosten.

Esoterik ist nicht gleich Spiritualität und auch im „esoterischen Fachhandel“ gibt es wirklich gute Bücher und Produkte. Leider werden sie von einer Vielzahl schlichtweg überflüssigem Tands so überdeckt, dass sie in der Masse des Esoquatschs gar nicht mehr auffallen. Warum muss den auf einmal alles esoterisch sein und entweder ein Om-Symbol, eine Segnung durch einen selbsternannten Heiligen oder eine sonstige weltverbessernde Eigenschaft haben? Mir persönlich würde es reichen, gute Nahrungsmittel und Kleidung, gerne auch in Bio-Qualität, aber bitte ohne zwanghaften Symbolismus angeboten zu bekommen.

Nach der Lektüre des Katalogs bleiben mir nur zwei Dinge zu tun: Erstens, das Ding schnellstmöglich in den Papierkorb (Verzeihung: die Altpapiertonne) zu befördern und zweitens, die dringende Empfehlung auszusprechen, auf dem persönlichen Weg der Entfaltung eher abseits der breiten Esoterik-Highways die Augen offen zu halten, und Kataloge, Messen und Gurus zu meiden. Oft steckt dahinter nämlich nur der gleiche Antrieb wie hinter allen großen Industrien: Der schnöde Mammon.

Über das Impfen

Ich gehöre zu den Menschen, die sich gerne von einer Sache ein eigenes Bild machen, bevor sie sich entscheiden, wie sie dazu stehen. Ein Bereich, in dem das besonders wichtig ist, ist die Gesundheit – meine und die meiner Familie. Kontovers diskutiert wird hierbei besonders das Thema Impfen. Wirken Impfungen oder nicht? Haben sie schädliche Nebenwirkungen oder nicht? Unwiderlegbare Beweise gibt es auf keiner Seite – weder bei den Impfbefürwortern noch bei den Impfgegnern. Letztlich ist also jeder darauf angewiesen, für sich selbst zu entscheiden ob man impfen lässt oder nicht. Meine Entscheidung ist ganz klar gegen das Impfen, denn bisher konnte ich noch keine belastbaren Fakten finden, dass das Impfen a) wirksam und b) unschädlich ist … und ich habe mich ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt.

Es ist interessant, wie emotional die Impfdiskussion geführt wird. Fast könnte man meinen, es handle sich dabei eher um einen Glaubenskrieg als um eine auf wissenschaftlichen Fakten basierende Diskussion. Und wie bereits oben geschrieben geht es dabei auf beiden Seiten mangels Fakten tatsächlich viel um das, was man glaubt.

Ein kleines, nahezu alltägliches und leider nicht fiktives Beispiel: In einem Kindergarten soll ein Themenelternabend zum Thema Impfen veranstaltet werden. Es sollen jeweils ein Arzt pro und einer contra Impfen ihre Informationen und Argumente präsentieren, damit sich die Eltern selbst ein Bild machen können. Klingt zuerstmal nach einem für eine Gesellschaft, die sich als „aufgeklärt“ bezeichnet, sinnvollen und angemessenen Vorschlag. Die ersten Probleme zeigen sich, als es sich unverhältnismäßig schwierig herausstellt, einen Arzt zu finden, der sich als Impfbefürworter (sic!) für die Diskussion zur Verfügung stellt. Ein impfkritischer Arzt ist hingegen schnell gefunden … und das obwohl bei weitem die meisten Ärzte wohl eher für als gegen das Impfen sind. Dem geplanten Elternabend versetzt jedoch ein anderes Ereignis den Gnadenstoß, als nämlich ein einzelnes Mitglied des Fördervereins des Kindergartens, selbst Arzt, ankündigt, seine Unterstützung zu entziehen, wenn man diesen kontroversen Elternabend durchführe. Die Kindergartenleitung knickt darauf ein und das Thema ist vom Tisch. Soviel zum Thema aufgeklärte Gesellschaft.

Der gesamte Impfgedanke basiert auf der Hypothese, dass es Antikörper im Blut gibt und dass diese in der Lage sind, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Ideengeber hierfür sind die Kinderkrankheiten wie z.B. die Masern: Wenn man sie einmal durchgemacht hat, bekommt man sie kein zweites Mal. Dass diese These jedoch weit davon entfernt ist, bewiesen zu werden, zeigt ein interessanter Artikel aus dem Tagesspiegel. Dort geht es um die verzweifelten Bemühungen der Wissenschaft, einen Impfstoff gegen die gefürchteten Krankenhauskeime MRSA (Multiresistenter Staphylococcus Aureus) zu entwickeln. Die Quintessenz ist, dass in Studien immer wieder das (unerwünschte) Ergebnis herauskommt, dass die angeblich immunisierten Probanden mit hohem Antikörpertiter genauso häufig krank werden, wie die ungeimpften.

Weitere Interessante Aspekte in dem Artikel sind Aussagen, die ich aufgrund meiner intensiven Beschäftigung mit dem Thema und meiner eigenen Beobachtung an meiner Familie und mir nur ebenfalls unterschreiben kann. Es geht dabei um die Tatsache, dass die meisten Menschen schon in der Jugend vom Staphylococcus Aureus besiedelt werden, jedoch die wenigsten davon krank werden. Letztlich heißt das doch, dass es nicht nur den Erreger braucht, um krank zu werden, sondern auch die Bereitschaft (Schwäche) des Systems, also des Menschen. Das ist nichts Neues. Der Mediziner Antoine Béchamp (1816-1908), der Louis Pasteur und Robert Koch, den Begründern der Erregerhypothese schon damals vehement widersprach, stellte fest: „Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!“

Dieses Prinzip ist mir schon seit meiner Jugend aus eigener Erfahrung sehr vertraut. Oft, wenn es mir emotional mal schlecht ging, habe ich mir eine Erkältung eingefangen. Und umgekehrt kann ich mich an keine Erkältung erinnern, die ich bekommen habe, als ich mich blendend gefühlt habe. Das ist natürlich kein Beweis für irgendetwas, jedoch trägt es dazu bei, dass ich persönlich die These ablehne, dass man zwingend krank wird, sobald ein bestimmter Erreger in den Körper kommt.

Soviel für heute – es gäbe über das Impfen noch so viel mehr zu schreiben … ich weiß jedoch nicht, ob ich mich darauf einlassen will. Das Thema ist einerseits, wie schon geschrieben, hochgradig emotional aufgeladen, andererseits sind Themen wie Impfgifte, Impfschäden und andere Nebenwirkungen so negativ, dass ich lieber darauf verzichte, mich dort hineinzubegeben. Nichtsdestotrotz kommt meiner Meinung nach kein Mensch, der die Verantwortung für sich und seine Gesundheit übernehmen will, um die vollständige Auseinandersetzung mit  dem Thema Impfen herum. Hans Tolzin, Deutschlands bekanntester und aktivster Impfkritiker, bezieht auf seinen Seiten klar Stellung gegen das Impfen. Seine Informationen sind dabei fundiert und ohne Polemik – sehr lesenswert für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten. Besonders möchte ich hier den Artikel „Impfentscheidung für Anfänger“ empfehlen.

Abschließend noch einmal anmerken, dass ich der Meinung bin, dass die Impfentscheidung Privatsache ist und es auch immer sein sollte. Weder möchte ich verurteilt werden, weil ich mich entschieden habe, nicht zu impfen, noch werde ich Menschen selbst verurteilen, die sich anders entschieden haben. Es wird Zeit, die Emotionen aus dem Thema herauszunehmen und, solange es keine stichhaltigen Beweise gibt, die Entscheidung des Einzelnen zu respektieren.

Die heimliche Gesetzgebung

Dieser Tage geht eine große Welle der Empörung durch die Medien (inklusive der Social Networks wie Facebook und Konsorten). Das Parlament hat ein neues Meldegesetz durchgewunken und das verheißt nichts Gutes. Diese Gesetz regelt die Meldepflicht nach der sich die Einwohner Deutschlands bei den entsprechenden Behörden („Einwohnermeldeamt“) ab- und anmelden müssen, wenn sie umziehen. Dementsprechend ist der Datenbestand dieser Ämter (also wer wo wohnt) ziemlich akkurat und aktuell.

Das weckt natürlich Begehrlichkeiten auf Seiten derjenigen Firmen, die mit Adressdatensätzen handeln, vorwiegend um sie an Firmen zu verkaufen, die die Menschen, die sich dahinter verbergen, dann mit Werbung zuballern. Bisher gab es halbwegs große Hürden für Adresshändler, um an diese Daten heranzukommen. Die generelle Frage, warum sie überhaupt Zugriff auf solche hoheitlichen erhalten können, stelle ich hier sicherheitshalber lieber nicht.

Ein Gesetzesentwurf der Koalition, der das Meldewesen reformieren sollte, sah vor, dass es den Händlern noch schwerer gemacht werden sollte, an die Adressen zu kommen, indem die explizite Zustimmung jedes einzelenen Bürgers erforderlich gewesen wäre, damit das Meldeamt den Datensatz zum Zwecke der Werbung weitergeben darf. Auf wundersame Weise wurde der Gesetzentwurf jedoch im Laufe der Bearbeitung im zuständigen Ausschuss des Bundestags „ein wenig“ verändert, so dass am Ende folgendes dabei herauskam: Die Meldeämter dürfen die Adressen grundsätzlich weitergeben, außer der Bürger widerspricht zuvor. Und selbst dann darf der Datensatz an Dritte weitergegeben werden, wenn es nämlich „nur“ darum geht, die Korrektheit einer existierenden Information zu überprüfen. Effektiv gesehen gibt es also für den Bürger keinen Weg mehr, der Weitergabe seiner aktuellen Daten zu widersprechen, wenn dem Adresshändler nur sein Name und eine (ggf. alte) Anschrift bekannt sind. Soviel zum Thema „Informationelle Selbstbestimmung„.

Das richtig Pikante kommt jedoch noch. Dieser Gesetzentwurf wurde im Rahmen des regulären Gesetzgebungsverfahrens im Bundestag zweimal beraten („gelesen“) und es wurde am Schluss einmal darüber abgestimmt – und das Ganze in 57 Sekunden (sic!) Wenn der Bundestag bei allen Gesetzen so schnell arbeiten würde hätten die Herren Parlamentarier an 40 Wochen im Jahr frei.

Und es kommt noch dicker. An der Beratung und Abstimmung über das Gesetz nahmen nach Angaben des Spiegels ca. zwei Dutzend Abgeordnete teil. Zur Erinnerung: Der Bundestag besteht aus 620 Abgeordneten – zwei Dutzend davon entsprechen großzügig aufgerundet 4 % der stimmberechtigten Volksvertreter. Wenn man mal ein wenig naiv an die Sache herangeht, dann war der Zeitpunkt der Abstimmung auch saublöd gewählt … wie kann man das Parlament über ein so kitzliges Gesetz auch abstimmen lassen, während Deutschland im EM-Halbfinale gegen Italien spielt (sic!) . Natürlich sind da die meisten Parlamentarier zuhause und schauen sich das Spiel an.

Wenn man sich der Sache nicht ganz so naiv nähert, dann befällt einen spätestens jetzt ein ziemlich ungutes Gefühl. Honi soit qui mal y pense – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber wer nicht bei der Lesung und der Abstimmung dabei ist, kann auch nicht entdecken, dass er doch noch ein Gewissen hat (dem er übrigens als Abgeordneter einzig unterworfen ist).

Doch es ist für diejenigen, die hinter der Sache stecken, dumm gelaufen. Ein wachsamer Bürger hat aufgepasst und den kleinen, dreckigen Gnom, der sich da im neuen Meldegesetz versteckt hat, ans Tageslicht gezerrt (was diese Wesen überhaupt nicht mögen). Die scheinbar letzten verbliebenen Verfechter von Freiheit und Bürgerrechten (Campact, FoeBuD, etc.) rüsten zum Kampf mittels E-Mail Bomben durch entrüstete Bürger und noch mehr Öffentlichkeitsarbeit und auf einmal fällt der Regierung ein, dass das alles ja gar nicht so gemeint war und dass ihr da anscheinend jemand einen bösen Streich gespielt hat. Autsch.

Um sich einen letzten Rest Glaubwürdigkeit, Rückgrat und Anstand zu bewahren wäre einzig und alleine ein „Sorry – wir haben uns von den Lobbyisten breitquatschen lassen. Aber jetzt wo ihr es gemerkt habt, nehmen wir es natürlich zurück“ ansatzweise geeignet gewesen. So jedoch …

Es ist abzusehen, dass das Gesetz nun im Bundesrat abgelehnt werden und in der Mottenkiste der Geschichte begraben werden wird. Insofern ist hier (außer dem noch weiter demolierten Ansehen der politischen Klasse) kein Schaden entstanden. Wovor mir jedoch graut sind all die kleinen Gnome, die sich in bereits verabschiedeten (und noch zu verabschiedenden) Gesetzen verstecken und die bisher noch niemand entdeckt hat. Um es mit Reinhard Mey zu sagen: „Sei wachsam!

Weitere Gedanken zum Thema „Neue Energie“

Gestern habe ich darüber geschrieben, wie es in der neuen Energie möglich sein könnte (wird?) direkten Zugang zu allen Informationen, allen Schwingungen, aller Heilenergie zu haben. Für mich klingt das plausibel, denn letztlich ist ja alles mit allem vernetzt (oder sogar eins?). Warum sollte ich also nicht Zugang zu Informationen haben, die irgendwo anders auf der Welt oder im Universum zur Verfügung stehen. Offensichtlich hatten die alten Hochkulturen (Inkas, Mayas, etc.) und auch die Ureinwohner der verschiedensten Regionen auf der Erde ein breites Wissen über Astronomie und die Erde. Mangels all der technischen Spielzeuge, die wir heute haben, um das Sonnensystem zu vermessen müssen die Informationen ja von irgendwoher gekommen sein.

Ganz offensichtlich für mich ist auch, dass dieses perfekte Verbundensein und der vollständige Zugriff auf das Wissen des Universums etwas sind, das sich gerade dabei ist zu entwickeln und ebenso offensichtlich ist es, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Ich persönlich muss tatsächlich immer noch das Telefon benutzen, wenn ich auf bewusster Ebene mit meinen Freunden am anderen Ende von Deutschland kommunizieren will. Nahrung und Wasser muss ich auch immer noch zu mir nehmen – obwohl das etwas ist, was ich auch nie aufgeben will, egal wie weit wir uns als Menschheit entwickeln. Dazu macht es mir zuviel Spaß, gut zu essen 😉 Auch die Informationen der Essenzen oder die Fähigkeit zur bewussten Spontanheilung sind noch etwas, an dem ich bastele und irgendwie noch ein Stück entfernt bin. Wie gut, dass es all die Hilfsmittel und Werkzeuge gibt, die uns hier auf der Erde dazu dienen, unser Leben leben zu können.

Ein wesentlicher Punkt, der Menschen davon abhält die Erfahrungen, die es zu machen gilt, zu genießen ist die Angst. Insbesondere die Angst die dadurch hervorgerufen wird, dass viele Dinge, von denen wir „wissen“, dass sie wahr sind, momentan in Frage gestellt werden. All die im Massenbewusstsein gespeicherten Informationen und Überzeugungen werden momentan auf den Prüfstand gestellt. Und natürlich kann es beängstigend sein, wenn auf einmal Dinge, von denen wir unser ganzes Leben überzeugt waren, sich als nicht (mehr) wahr herausstellen. Die einzige Lösung dieses Problems besteht darin, sich nach innen zu wenden und die Stimme der eigenen Intuition wieder wahrzunehmen. Es gibt keinen besseren Ratgeber. Wenn wir unserer Intuition vertrauen sind wir immer auf dem richtigen Weg. Das heißt nicht, dass wir keine negativen (Lern-) Erfahrungen machen. Das heißt aber schon, dass uns diese Erfahrungen auf direktem Weg helfen, uns weiterzuentwickeln.

Um den Bogen zurück zum Anfang zu bekommen: Wenn uns all die Fähigkeiten, die uns in der neuen Energie beginnen zur Verfügung zu stehen, noch größtenteils abgehen, dann wären wir doch ziemlich dämlich, wenn wir freiwillig darauf verzichteten, die Werkzeuge zu nutzen, die uns als Hilfsmittel dienen können um dennoch effizient voranzukommen. Es gibt derart viele Werkzeuge, dass man sich nur das richtige raussuchen muss – es gibt für jeden Problem das passende! Essenzen, Kinesiologie, Homöopathie, Osteopathie, Feldenkrais und (jawohl!) Schulmedizin. Meditation, Absichtserklärungen, Channelings oder Lichtkörperarbeit, … wir haben die freie Auswahl. Selbstverständlich passt nicht jedes Hilfsmittel zu jeder Herausforderung. Deshalb hier noch ein Zitat aus einem E-Mail-Wechsel:

„Wenn Du mit einem Thema nicht weiterkommst, dann suche nach Werkzeugen, die Dir weiterhelfen. Wenn das ausgewählte Werkzeug nicht hilft, dann suche ein anderes. Es ist nicht hilfreich, mit einem Hammer eine Kreuzschlitz-Schraube in die Wand zu hämmern. Mit einem Schlitz-Schraubenzieher geht es halbwegs gut. Perfekt ist jedoch der Kreuzschlitz-Schraubenzieher. Jedes Thema hat das passende Werkzeug. „

Werkzeuge und Hilfsmittel in der neuen Energie

Die Erde und die auf ihr lebenden Menschen sind seit einigen Jahren in einem tief gehenden Transformationsprozess begriffen. Das wohin wir uns entwickeln nennt man langläufig die „neue Energie“ – ein Zeitalter in dem Integrität, Authentizität und Ehrlichkeit den höchsten Rang in der Skala der Werte einnehmen und das nicht nur vorgeschoben, so wie es heute schon ist, sondern tatsächlich. Es ist ein Zeitalter, in dem der Online-Besteller den Händler auf versehentlich doppelt gelieferte Ware aufmerksam macht und sie einmal wieder zurückschickt, ein Zeitalter in dem der Kunde im Supermarkt das zuviel gezahlte Wechselgeld der Kassiererin freiwillig zurückgibt. Teilweise gilt das heute schon – für die Mehrzahl der Menschen ist das jedoch noch unvorstellbar.

In dieser neuen Energie soll es nach Aussage vieler Channelmedien auch möglich sein, dass der Körper sich von allen Krankheiten selbst heilen kann. Zusätzlich stehen auch alle Informationen von allem, was diese Erde bevölkert direkt und unmittelbar zur Verfügung, was das gesamte Konzept von Schwingungsmitteln wie z.B. Blütenessenzen obsolet macht. In einem interessanten E-Mail-Wechsel habe ich mir ein paar Gedanken über dieses Thema gemacht. Hier ist, was ich dazu geschrieben habe:

Grundsätzlich braucht es die Informationen in Essenzen nicht – es ist tatsächlich alles da. Da die allermeisten von uns aber noch nicht in einem Zustand sind, wo wir einfach alles abrufen können, sind Essenzen ein elegantes Mittel, um die Information dennoch greifbar zu haben.

Der Körper ist auch grundsätzlich in der Lage, sich von allen Krankheiten mit mentaler Unterstützung selbst zu heilen. Auch hier sind die allermeisten von uns einfach noch nicht soweit, dass sie das hinbekommen. Deswegen gibt es die Medizin (sowohl die Schulmedizin als auch die Komplementärmedizin).

Menschen, die nur glauben, schon so weit zu sein, sich von allen Krankheiten selbst zu heilen, neigen dazu daran zu sterben. Menschen die nur glauben, alle Informationen direkt greifbar zu haben verpassen die Gelegenheit, Unterstützung bei der Arbeit mit ihren Themen zu erhalten.

Herauszufinden, ob man „schon so weit ist“ kann nur jeder für sich selbst 😉

Dem habe ich weiter nichts hinzuzufügen … außer vielleicht, dass all die Dinge, die es grundsätzlich eigentlich nicht braucht, momentan dennoch extrem nützlich sind. Auch wenn wir ganz ohne Werkzeug in der Lage sind, eine Schraube aus einem Stück Holz herauszudrehen geht es doch mit einem Akkuschrauber schneller und einfacher 😉

Quo vadis, Television?

Vor einigen Jahren habe ich mich entschlossen, den Fernseher rauszuwerfen und dem Konsum des immer hirnloser werdenden TV-Programms vollständig zu entsagen. Ich erinnere mich gerne zurück an die ersten Tage und Wochen der fernsehfreien Zeit, denn ich fühlte mich so, als ob mir jemand jeden Tag einige Stunden zusätzlich geschenkt hatte, die ich für angenehme Dinge wie lesen, spielen oder auch nur schlafen verwenden konnte. Wunderbar!

Seitdem schalte ich nur, wenn ich irgendwo im Hotel bin mal die Glotze ein … und schalte sie normalerweise auch recht schnell wieder aus, weil das, was man da zu sehen bekommt ein solch großer Schmarrn ist, dass ich nicht mehr dazu in der Lage bin, das mehr als ein paar Minuten zu ertragen.

Im Urlaub hatte ich nach einigen Monaten wieder einmal die Gelegenheit (oder sollte ich sagen: kam in die Verlegenheit?) ein Fernsehgerät im direkten Zugriff zu haben. Nach einem anstrengenden Tag der Erholung schaltet man dann halt doch mal das Gerät an und landet in einer Welt, von der zumindest ich mich schon so weit entfernt habe, dass das, was da über die Mattscheibe flimmert wie eine (schlechte) Parodie wirkt. Werbesendungen, Reality TV (das in Wirklichkeit alles andere als real ist), Spielshows und pseudo-autentische Dokumentationen … ich bin aus dem Kopfschütteln nicht mehr rausgekommen.

Den Vogel abgeschossen hat jedoch eine auf seriös gemachte „Doku“ über ein hochbegabtes Kind, das offensichtliche Probleme mit sozialen Interaktionen und einfachen Dingen wie Motorik, etc. hat, jedoch angeblich schon mit drei Jahren die Steuererklärung der Eltern machte. Wenn man sich mit dem Thema Hochbegabung etwas auseinandersetzt, dann kommt man schnell darauf, dass es so etwas wie Inselbegabungen und das Asperger-Syndrom gibt. Das Kind in dem Beitrag war offensichtlich ein deutlicher Fall von Asperger (vorausgesetzt, der Film war nicht vollständig fiktiv). Was bei mir jedoch eine Sicherung zum Durchbrennen brachte war der Satz der süffisant sprechenden Kommentatorin, die frei zitiert sagte: „Obwohl er [das Kind] schon einmal fahrradfahren konnte hat er es wieder verlernt – ein typisches Problem von Hochbegabten“. Aaargh! Es mag sein, dass es Asperger Kinder gibt, die auch das Fahrradfahren wieder verlernen. Deswegen jedoch auf alle Hochbegabten zu schließen ist jedoch bodenlos.

Ob dieser Beitrag einfach nur dumm oder doch tendenziös war kann ich nicht beurteilen, da ich den Fernseher umgehend ausgeschaltet habe. Wenn ich jedoch von der Qualität dieses „Berichts“ auf den Gesamtzustand der Fernsehunterhaltung schließe, dann wird mir einerseits ziemlich übel, andererseits gratuliere ich mir rückwirkend zu der Entscheidung, den Fernseher aus meinem Haus zu verbannen.