Werkzeuge und Hilfsmittel in der neuen Energie

Die Erde und die auf ihr lebenden Menschen sind seit einigen Jahren in einem tief gehenden Transformationsprozess begriffen. Das wohin wir uns entwickeln nennt man langläufig die „neue Energie“ – ein Zeitalter in dem Integrität, Authentizität und Ehrlichkeit den höchsten Rang in der Skala der Werte einnehmen und das nicht nur vorgeschoben, so wie es heute schon ist, sondern tatsächlich. Es ist ein Zeitalter, in dem der Online-Besteller den Händler auf versehentlich doppelt gelieferte Ware aufmerksam macht und sie einmal wieder zurückschickt, ein Zeitalter in dem der Kunde im Supermarkt das zuviel gezahlte Wechselgeld der Kassiererin freiwillig zurückgibt. Teilweise gilt das heute schon – für die Mehrzahl der Menschen ist das jedoch noch unvorstellbar.

In dieser neuen Energie soll es nach Aussage vieler Channelmedien auch möglich sein, dass der Körper sich von allen Krankheiten selbst heilen kann. Zusätzlich stehen auch alle Informationen von allem, was diese Erde bevölkert direkt und unmittelbar zur Verfügung, was das gesamte Konzept von Schwingungsmitteln wie z.B. Blütenessenzen obsolet macht. In einem interessanten E-Mail-Wechsel habe ich mir ein paar Gedanken über dieses Thema gemacht. Hier ist, was ich dazu geschrieben habe:

Grundsätzlich braucht es die Informationen in Essenzen nicht – es ist tatsächlich alles da. Da die allermeisten von uns aber noch nicht in einem Zustand sind, wo wir einfach alles abrufen können, sind Essenzen ein elegantes Mittel, um die Information dennoch greifbar zu haben.

Der Körper ist auch grundsätzlich in der Lage, sich von allen Krankheiten mit mentaler Unterstützung selbst zu heilen. Auch hier sind die allermeisten von uns einfach noch nicht soweit, dass sie das hinbekommen. Deswegen gibt es die Medizin (sowohl die Schulmedizin als auch die Komplementärmedizin).

Menschen, die nur glauben, schon so weit zu sein, sich von allen Krankheiten selbst zu heilen, neigen dazu daran zu sterben. Menschen die nur glauben, alle Informationen direkt greifbar zu haben verpassen die Gelegenheit, Unterstützung bei der Arbeit mit ihren Themen zu erhalten.

Herauszufinden, ob man „schon so weit ist“ kann nur jeder für sich selbst 😉

Dem habe ich weiter nichts hinzuzufügen … außer vielleicht, dass all die Dinge, die es grundsätzlich eigentlich nicht braucht, momentan dennoch extrem nützlich sind. Auch wenn wir ganz ohne Werkzeug in der Lage sind, eine Schraube aus einem Stück Holz herauszudrehen geht es doch mit einem Akkuschrauber schneller und einfacher 😉

Quo vadis, Television?

Vor einigen Jahren habe ich mich entschlossen, den Fernseher rauszuwerfen und dem Konsum des immer hirnloser werdenden TV-Programms vollständig zu entsagen. Ich erinnere mich gerne zurück an die ersten Tage und Wochen der fernsehfreien Zeit, denn ich fühlte mich so, als ob mir jemand jeden Tag einige Stunden zusätzlich geschenkt hatte, die ich für angenehme Dinge wie lesen, spielen oder auch nur schlafen verwenden konnte. Wunderbar!

Seitdem schalte ich nur, wenn ich irgendwo im Hotel bin mal die Glotze ein … und schalte sie normalerweise auch recht schnell wieder aus, weil das, was man da zu sehen bekommt ein solch großer Schmarrn ist, dass ich nicht mehr dazu in der Lage bin, das mehr als ein paar Minuten zu ertragen.

Im Urlaub hatte ich nach einigen Monaten wieder einmal die Gelegenheit (oder sollte ich sagen: kam in die Verlegenheit?) ein Fernsehgerät im direkten Zugriff zu haben. Nach einem anstrengenden Tag der Erholung schaltet man dann halt doch mal das Gerät an und landet in einer Welt, von der zumindest ich mich schon so weit entfernt habe, dass das, was da über die Mattscheibe flimmert wie eine (schlechte) Parodie wirkt. Werbesendungen, Reality TV (das in Wirklichkeit alles andere als real ist), Spielshows und pseudo-autentische Dokumentationen … ich bin aus dem Kopfschütteln nicht mehr rausgekommen.

Den Vogel abgeschossen hat jedoch eine auf seriös gemachte „Doku“ über ein hochbegabtes Kind, das offensichtliche Probleme mit sozialen Interaktionen und einfachen Dingen wie Motorik, etc. hat, jedoch angeblich schon mit drei Jahren die Steuererklärung der Eltern machte. Wenn man sich mit dem Thema Hochbegabung etwas auseinandersetzt, dann kommt man schnell darauf, dass es so etwas wie Inselbegabungen und das Asperger-Syndrom gibt. Das Kind in dem Beitrag war offensichtlich ein deutlicher Fall von Asperger (vorausgesetzt, der Film war nicht vollständig fiktiv). Was bei mir jedoch eine Sicherung zum Durchbrennen brachte war der Satz der süffisant sprechenden Kommentatorin, die frei zitiert sagte: „Obwohl er [das Kind] schon einmal fahrradfahren konnte hat er es wieder verlernt – ein typisches Problem von Hochbegabten“. Aaargh! Es mag sein, dass es Asperger Kinder gibt, die auch das Fahrradfahren wieder verlernen. Deswegen jedoch auf alle Hochbegabten zu schließen ist jedoch bodenlos.

Ob dieser Beitrag einfach nur dumm oder doch tendenziös war kann ich nicht beurteilen, da ich den Fernseher umgehend ausgeschaltet habe. Wenn ich jedoch von der Qualität dieses „Berichts“ auf den Gesamtzustand der Fernsehunterhaltung schließe, dann wird mir einerseits ziemlich übel, andererseits gratuliere ich mir rückwirkend zu der Entscheidung, den Fernseher aus meinem Haus zu verbannen.