Kinder unter Druck

Über die sichtbarer werdenden Folgen der Corona-Zeit

Es war klar, dass die Corona-Zeit mit ihren vielen persönlichen Einschränkungen nicht spurlos an unseren Kindern und Jugendlichen vorübergehen würde, aber das Ausmaß der Folgen beginnt jetzt erst ansatzweise sichtbar zu werden.

Durch unsere Arbeit sind wir beide im ständigen Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen und Andrea besonders häufig im Austausch mit jungen Menschen im schulpflichtigem Alter. Das, was die Kinder und Jugendlichen über ihren Alltag und ihre Gefühlswelt berichten, macht in vielen Fällen tief betroffen und es stellt sich die Frage, wo die Erwachsenen waren und sind, die zumindest ein offenes Ohr für diese Kinder haben und ihre Sorgen und Probleme ernst nehmen.

Egal ob es um den Frust und die Resignation aufgrund von schlechten Noten oder um das Gefühl von zu viel Anforderung und Druck von außen oder auch um zu viel selbstgemachten Druck geht – viele der jungen Menschen fühlen sich von Eltern und Lehrern nicht verstanden und ernstgenommen und bleiben so mit ihren Emotionen und Problemen allein.

In dieser Folge sprechen wir über Andreas aktuelle Erfahrungen aus Teambuildingprojekten an verschiedenen Schulen und darüber, was unsere Kinder unterstützen kann, um wieder fröhlich und unbeschwert leben zu können. Denn nicht Druck sondern Leichtigkeit und Freude sollten die Kindheit und Jugend prägen.

Update April 2022

Über die aktuellen Entwicklungen und wie es uns damit geht

Bei den schnellen Entwicklungen und Veränderungen, die unsere kleine und unsere große Welt in den letzten zwei Jahren und auch jetzt immer noch durchlaufen, ist es uns wichtig, immer mal wieder über die aktuellen Entwicklungen zu sprechen und darüber, was diese mit uns machen.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge, im April 2022, normalisiert sich der Alltag an vielen Stellen wieder. Die Masken werden in vielen Bereichen nur noch empfohlen, aber nicht mehr vorgeschrieben und auch für die meisten Veranstaltungen gelten keine Zugangsbeschränkungen mehr.

Wir genießen auf der einen Seite die wiederkehrende Normalität, spüren aber nach wie vor sehr deutlich die große unterschwellige Anspannung und die nach wie vor vorhandene Spaltung. Was z.B. dazu führt, dass wir über Themen wie Corona und den Krieg in der Ukraine mit vielen Menschen einfach nicht sprechen.

Wie geht es Euch in diesem Frühling? Und wie findet Ihr und Eure Kinder zurück zur „Normalität“ und zu wieder mehr sozialen Kontakten?

Wie ein Fels in der Brandung

Emotional stabil und handlungsfähig sein trotz Corona und Krieg in der Ukraine

Nach zwei kräftezehrenden Jahren mit Corona, den Auflagen, Einschränkungen und sehr viel Angst im menschlichen Kollektiv, beherrscht nun der Krieg in der Ukraine das Denken und Handeln von vielen Mitmenschen. Wieder gibt es leere Regale in den Supermärkten und viele Menschen machen sich große Sorgen aufgrund der aktuellen Situation. In Gesprächen und in unserer Arbeit mit Menschen erleben wir, wie schwierig Konzentration und Fokus gerade sind und wie tief manch einer im Überlebensmodus feststeckt.

Aber wem hilft dieser Zustand? Und was können Menschen tun, um trotz der aktuellen Situation bei sich bleiben und ihren Alltag stabil und handlungsfähig gestalten zu können? Ein Zustand, der besonders für Eltern wünschenswert ist, um ihren Kindern die Sicherheit geben zu können, die diese gerade jetzt benötigen.

Die in dieser Folge erwähnten Notfallessenzen findet Ihr hier auf der Seite des Essenzenladens:

Schule mit Corona: Alles wieder ganz normal, oder?

Warum sich unsere Kinder immer noch Ausnahmezustand befinden

Von außen betrachtet mag der Schulalltag unserer Kinder wird recht normal wirken: Unterricht in Präsenz, Hausaufgaben, Abfragen, Schulaufgaben, vielleicht sogar die ein oder andere kleine Aktion neben dem normalen Unterricht.

Schaut man aber nur etwas genauer hin, dann ist leicht zu sehen, dass der Alltag unserer Kinder weit entfernt ist von dem alten “Normal”. Masken im Unterricht, sogar beim Sport, regelmäßige Tests, Quarantäne und Fehlzeiten von Lehrern und Schülern erschweren das Lernen.

Die Zeit im Lockdown und im Distanzunterricht hat bei vielen Kinder deutliche Spuren hinterlassen und es gibt Schüler, die großen Druck empfinden, weil die besonderen Umständen der vergangenen zwei Jahre nicht angemessen in die Leistungsbewertung einbezogen werden.

Wir Eltern sind gefragt, um unseren Kindern den Rücken freizuhalten, sie emotional zu unterstützen und mit ihnen einen Weg durch diese seltsame Zeit zu finden.

Wir werden alle sterben!

Über den persönlichen Umgang mit Verschwörungstheorien

Laut Wikipedia wird als Verschwörungstheorie der Versuch bezeichnet, einen Zustand, ein Ereignis oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären. Und da es aktuell viele Entwicklungen gibt, für die sehr viele Menschen nach Erklärungen suchen, stehen Verschwörungstheorien derzeit hoch im Kurs. Und vermutlich wurde selten so schnell Realität, was gestern noch als Theorie abgetan wurde…

Wie aber persönlich umgehen, mit den Gedankenmodellen und Geschichten, die uns im Kontakt mit Medien und Mitmenschen immer wieder erreichen? Gehen wir mit diesen Themen und Informationen in Resonanz oder nicht? Halten wir sie für wahr oder nicht? Und wenn wir sie für wahr halten, was bedeutet das dann für uns und unseren Alltag? Lassen wir uns von der Panik und Angst, mit denen diese Verschwörungstheorien natürlicherweise verbunden sind, beeinflussen und teilen unser vermeintliches Wissen willkürlich weiter oder halten wir es wie Sokrates und sieben aus, was wir weitergeben?

Unser Leben mit 2G

Wenn dabei sein nicht alles ist …

Eine Folge, in der es mal wieder um das leidige Thema mit dem großen “C” geht. Als Menschen, die von ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit Gebrauch machen und sich gegen die Impfung entschieden haben, geht es uns darum zu schildern, wie es uns in der aktuellen Situation mit der Ausgrenzung durch die 2G-Regeln geht, was uns bewegt, betrifft und was wir uns wünschen würden.

Und natürlich, wir könnten uns ja einfach impfen lassen, damit wir in einigen Wochen wieder am „normalen“ Leben teilnehmen können, aber ist es das, was wir wollen? Wollen wir wirklich teilhaben an einem Alltag, in dem die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihres Impfstatus zur Normalität geworden ist? Und wäre es das überhaupt Wert, etwas zu tun, was in höchstem Maß gegen unsere Überzeugung verstößt? Oder wäre der Preis nicht viel zu hoch, weil wir damit auch ein Stück unserer Seele verkaufen?

Wie empfindet Ihr diese Situation? Uns interessiert, wie Ihr zu dieser Form der Ausgrenzung steht und wir freuen uns über Eure Kommentare, ganz unabhängig vom Impfstatus.

Wir müssen leider draußen bleiben

Von der erzwungenen und traurigen Entscheidung, uns vorübergehend von unseren Judogruppen zu verabschieden

Bayern am 07. November 2021: seit heute gelten bei uns wieder verschärfte Coronamaßnahmen, die auch den Sport betreffen. Sportlern und Trainern ist die Teilnahme am Training nur dann erlaubt, wenn sie gegen Covid-19 geimpft sind, nachweislich genesen sind oder ein gültiges negatives PCR-Testergebnis vorlegen können. Somit müssten wir (Carsten und Andrea) uns mindestens zweimal in der Woche einem PCR-Test unterziehen, um unsere Trainingseinheiten weiter halten oder selbst trainieren zu dürfen. Dies ist aus mehreren Gründen keine Option für uns und wir haben in dieser Folge (https://www.youtube.com/watch?v=j1HK2L2AntM) darüber gesprochen.

Die Entscheidung, wie es mit unseren Trainingsgruppen weitergehen soll, haben wir uns nicht leicht gemacht. Wir trainieren mit viel Herzblut und hängen an unseren Gruppen. Diesen nun kein Angebot zu machen, fällt uns wirklich schwer. Schließlich wären auch Outdoor- oder Online-Varianten denkbar. In dieser Folge beschreiben wir unsere Überlegungen und verabschieden uns für eine Weile von der Judomatte. Eine traurige, aber klare Entscheidung.

P.S. Nach der Aufnahme dieser Folge haben wir erfahren, dass wir als Trainer in unseren Gruppen vertreten werden, solange wir nicht selbst auf die Matte dürfen. Zumindest für die Teilnehmer, die die 3G plus Regel erfüllen können, mag dies zeitweise ein Trostpflaster sein.

Impfen oder nicht impfen?

Eine sehr persönliche Entscheidung, die die Gesellschaft spaltet

Impfzentren auf dem Markplatz, beim Edeka oder in der S-Bahn, in denen man sich im Vorbeigehen oder – fahren – impfen lassen kann und zur Belohnung vielleicht noch eine Bratwurst oder einen Einkaufsgutschein erhält, werfen bei uns Fragen auf.

So sehr die Medien, die Regierung und andere Stellen die Impfung auch als notwendig, sicher und harmlos propagieren, sie bleibt ein medizinischer Eingriff, dessen Tragweite, Folgen und Risiken jeder Mensch für sich persönliche abwägen muss. Denn auch die Folgen der Entscheidung, egal ob sie für oder gegen die Impfung fällt, muss jeder für sich tragen.

Auch wenn wir selbst uns derzeit klar gegen die Impfung entschieden haben, respektieren wir jeden, der sich dafür entscheidet, und hoffen, dass unsere Mitmenschen uns und unserer Entscheidung mit dem gleichen Respekt begegnen.
Ein kontroverses Thema, das unsere Gesellschaft beschäftigt und spaltet, in einer Zeit, in der gegenseitiges Verständnis, Respekt und Dialog noch notwendiger wären als sonst. Lasst uns gerne Eure Meinung dazu wissen!

Fürchtet Euch nicht!

Emotional so stabil wie möglich durch die Corona-Zeit

Auch wenn wir (Carsten und Andrea) uns im Wesentlichen aus den Medien – egal ob Mainstream oder alternativ – „ausgeklinkt“ haben, ziehen uns das, was wir von den Plänen der Politik im Zusammenhang mit den aktuellen Corona-Maßnahmen mitbekommen, immer wieder den Stecker und beschäftigen uns sehr.

Es ist für uns eine Gratwanderung zwischen „informiert sein“ und sich selber durch viele negative Nachrichten nicht zu sehr zu belasten. Denn wem nutzt es, wenn wir uns durch die Medien in eine Abwärtsspirale ziehen lassen, die wieder zu verlassen uns sehr viel Energie kostet. Aus unsere Sicht ist eine der Hauptaufgaben derzeit, auf täglicher Basis für die eigene emotionale Stabilität zu sorgen und dadurch dann vielleicht auch Mitmenschen zu stabilisieren und zu unterstützen.

Was also können wir tun, um in dieser Zeit nicht in Angst und Panik zu geraten, sondern stabil durch unseren Alltag zu gehen? Wie können wir handlungsfähig bleiben und dadurch gute Lösungen für uns und unsere Familien zu finden?

Lernen außerhalb der Schule

Über die große Chance, die Beschulung unserer Kinder jetzt selbst in die Hand zu nehmen.

Die Kritik am gängigen Schulsystem ist vielfältig und viele Familien fühlen sich mit dieser veralteten und oft immer noch autoritären Form der Beschulung nicht wohl. Trotzdem haben die meisten Familien aus beruflichen und anderen Gründen versucht, sich mit dem aktuellen Schulsystem zu arrangieren oder sind auf die wenigen alternativen Schulen ausgewichen, die es derzeit gibt.

Bedingt durch den Distanzunterricht und die Corona-Maßnahmen an den Schulen haben Familien vermehrt begonnen, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten oder kleine Lerngruppen zu organisieren.

Eine Situation, die uns viel Hoffnung macht – birgt sie doch die Chance, die Beschulung unserer Kinder, besonders derjenigen, die nicht gut mit unserem autoritären Schulsystem zurechtkommen, mehr in die eigenen Hände zu nehmen und gemeinsam mit anderen Eltern eine gute Lernumgebung für unsere Kinder zu schaffen. Vielleicht entstehen aus diesen privaten Lerngruppen nach dieser Corona-Zeit sogar einige private Schule, die eine gute Alternative zum gängigen Schulsystem darstellen.

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