Mind over muscle

Interessant, wenn man sich mal die philosophische Basis des Judosports zu Gemüte führt. In seinem Buch “Mind over muscle” (frei: “Die Überlegenheit des Geistes über körperliche Kraft”) schreibt der Gründer des Judo, Jigoro Kano:

“If you win, do not boast of your victory; if you lose, do not be discouraged. When it is safe, do not be careless; when it is dangerous, do not fear – simply continue down the path ahead.”

Übersetzt bedeutet das soviel wie:

“Wenn Du gewinnst, prahle nicht mit deinem Sieg; wenn Du verlierst, werde nicht mutlos. Wenn es sicher ist, werde nicht nachlässig; wenn es gefährlich ist, habe keine Angst – folge einfach immer weiter dem Weg, der vor Dir liegt.”

Da steckt unglaublich viel Weisheit drin. Lasst es Euch auf der Zunge zergehen. Jedes Mal, wenn ich diese Sätze lese, fallen mir neue Facetten und Aspekte in diesen sehr tiefgründigen Aussagen auf.

Kanō Jigorō etwa 1937
Kanō Jigorō etwa 1937. Quelle: Wikimedia

Religionskritik – Philip Möller bei Disput\Berlin

Wie schon an anderer Stelle beschrieben halte ich jede institutionalisierte Form von Glauben (also, das, was man gemeinhin als “Religion” bezeichnet) für nicht konstruktiv, sogar letztlich destruktiv. Eine wunderbare und nur vier Minuten lange Rede zu diesem Thema finden wir auf YouTube von Philipp Möller bei “Disput\Berlin”. Mehr muss man zu dem Thema nicht mehr sagen.

Was mir besonders bei dieser Rede gefällt ist, dass sie ganz klar zwischen Religion (Institution) und Glaube (Privatsache) differenziert. Wie schon gesagt: Jeder glaube was er will und gestehe dies auch allen anderen zu.