Der mit dem Büffel tanzt

IMG_1191In den USA lebten einmal gut 60 Millionen Büffel. Bis zum Jahr 1908 waren alle bis auf wenige Hundert abgeschlachtet. Präsident Teddy Roosevelt hat deshalb in Montana den National Bison Range eingerichtet, ein Naturschutzgebiet speziell für die Büffel. Bis zum Jahr 1951 hatte sich der Bestand auf knapp 10.000 Exemplare „erholt“. Heute leben ca. 30.000 Büffel in und außerhalb von Schutzgebieten in den USA. Der Gedanke, wie viele dieser wunderbaren Tiere vor 1908 oft nur „zum Spaß“ abgeschlachtet wurden, macht ich sehr traurig 🙁IMG_1314

Unser letzter Trip dieser wunderbaren Reise hat uns zu eben dem National Bison Range geführt. Man kann dort mit dem Auto einen Rundweg von ca. 19 Meilen fahren und die Chance, dort Büffel zu sehen, ist außerordentlich groß. Auch uns war das Glück hold, und neben Herden, die wir aus der Ferne beobachten konnten, durften wir auch zwei Bisons, wie der offizielle Name für den Büffel lautet, aus nächster Nähr erleben – wir waren nur gut 10 Meter entfernt und ich konnte einige gute Aufnahmen machen.IMG_1233

Neben den Bisons leben in diesem Schutzgebiet zwischen sechs und zehn Schwarzbären, von denen wir tatsächlich zwei gesehen haben – ziemlich guter Prozentsatz 😉 In der Tat war es so, dass wir sowohl links als auch rechts neben der Straße gleichzeitig jeweils einen Bären hatte. Einer schlief, der andere fraß. Selbst für Daniel und seine Familie war das ein eher außergewöhnliches Erlebnis.IMG_1297

Weiterhin haben wir eine Reihe von Raubvögeln und anderen Vögeln gesehen, von denen drei sogar für den „Birdman“ Gabriel Erstsichtungen waren. Der Ausflug war also in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Nach einem kurzen Stop in einem Souvenirladen sind wir direkt nach Kalispell zurückgefahren.IMG_1393

Es lässt sich nun nicht länger leugnen, dass sich die Reise ihrem Ende nähert. Wir haben ns vor dem Hotel von Daniel und Mary verabschiedet, die Bordkarten ausgedruckt und werden heute unser letztes gemeinsames Abendessen mit Gabriel haben. Morgen um 4:20 klingelt dann der Wecker, damit ich rechtzeitig zum Abflug um sieben Uhr am Flughafen bin. Irgendwann gut 24 Stunden später werde ich dann vollkommen erledigt in Frankfurt wieder deutschen Boden betreten. Vielleicht gelingt es mir aber auch, im Flugzeug zu schlafen, damit ich nicht wie ein Zombie aussehen werde …

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