Unsere kleine, große Welt Podcast

Schon erstaunlich, wo einen die Wellen des Lebens hinspülen. Vor einigen Wochen habe ich eine Anfrage von einer Kundin bekommen, die mit mir eine Folge über Essenzen für ihren Audiopodcast aufnehmen wollte. Irgendwie fand ich das cool, habe aber trotzdem nicht so recht gezogen. Glücklicherweise ist sie hartnäckig geblieben, und herausgekommen ist eine schöne Folge des Kinesiologieblogs von Eva Niggl mit mir.

Die Aufnahme mit Eva hat mich angefixt und als ich meiner lieben Freundin Andrea Schlauersbach davon erzählt habe, haben wir spontan den Entschluss gefasst, auch einen Audiopodcast ins Leben zu rufen. Da wir ohnehin auf vielen Autofahrten zu diversen Lehrgängen ständig am philosophieren sind, können wir auch gleich den Rest der Welt damit beglücken, haben wir uns gedacht. Vielleicht interessiert es ja jemanden.

Gesagt – getan. Nach nur kurzem Brainstorming stand der Titel und der Untertitel, und wenige Stunden später waren auch die ersten vier Folgen aufgenommen. Hosting, Schneiden und Publizieren alles kein Problem, schließlich bin ich ja im Herzen auch immer noch ein IT Fuzzi ?

Naja … und da isser nun, der neue Podcast auf den die Welt vielleicht schon gewartet hat: Unsere kleine, große Welt – kurzweilige Gespräche mitten aus dem Leben. Im Podcast reden Andrea und ich über Dinge, die uns bewegen und Erkenntnisse, die wir nicht für uns alleine behalten wollen. Der Bereich der Themen erstreckt sich dabei von Alltäglichem bis zu Philosophischem, von Kindern, Eltern und Familien bis zu Politischem und natürlich kommt auch unser Lieblingssport Judo nicht zu kurz.

Die ersten Rückmeldungen waren durchweg positiv, deshalb fühlen wir uns aufgerufen, so lange weiterzumachen, wie wir Freude daran haben. Ich hoffe, ihr habt auch Freude daran ?

Mein Ellenbogen gehört mir

oder: Warum ich aus Prinzip niemanden per Ellenbogen (oder Faust) begrüße

Ich finde die neue (Un-) Sitte, sich mit Ellenbogen oder Faust zu begrüßen, offen gesagt ziemlich gräßlich. Sie ist ein äußerst misslungener Spagat zwischen “Ich habe Angst vor Dir, weil ich mich anstecken könnte” und “Ich möchte meine Wertschätzung und Sympathie dennoch nach wie vor per Körperkontakt auszudrücken”.

Diesem künstlich erzeugten Dilemma verweigere ich mich. Vollständig. Meinen Ellenbogen bekommt niemand und – das sage ich zumindest scherzhaft denjenigen, die mich schon kennen – meine Faust kannst Du im Zweifelsfall nur mit Schwung ins Gesicht bekommen, aber nicht zur Begrüßung.

Dabei ergibt es aus hygienischer Sicht wahrscheinlich gar keinen Sinn, statt der Handfläche die Faust des anderen zu berühren. Das erinnert mich ein wenig an die 5-Sekunden-Regel: Wenn etwas auf den Boden fällt und du es innerhalb von fünf Sekunden wieder aufhebst, kannst Du es noch essen, weil die Bakterien und Viren noch keine Zeit hatten, vom Boden auf das Essen zu laufen.

Das heißt nicht unbedingt, dass ich das Bedürfnis habe jeden zur Begrüßung zwanghaft zu umarmen und (um die Aussage zu pointieren) abzulecken. Wenn jemand keine Berührung möchte, dann respektiere ich das. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, sich zu begrüßen, ohne sich dabei zu berühren. Die mir höchst vertraute japanische Verbeugung, die ich im Judo seit Jahren praktiziere, wäre nur eine davon.

Wer unbedingt in der Angst leben will, dass alle andere Menschen potenziell gefährlich sind, der möge das tun. Aber bitte lasst mich in Ruhe mit euren komischen und verqueren Ersatzritualen für den ehrlichen Handschlag.

(Bild von Petr “Elvis” auf Pixabay)