Mein Job, Dein Job – von der Trennung der Aufgaben

Unser erster Podcastausflug in die philosophische Welt Alfred Adlers.

Durch Zufall sind wir auf die beiden unten aufgeführten Bücher von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga gestoßen, in denen sich ein junger Mann im kurzweiligen Dialog mit einem Philosophen mit den Lehren des Psychologen Alfred Adler auseinandersetzt. Und obwohl Adler seine Werke vor ca. 100 Jahren veröffentlicht hat, sind seine Ansichten nach wie vor aktuell und könnten unser Zusammenleben sehr vereinfachen.

In dieser Folge sprechen wir über Adlers Ansatz der „Aufgabentrennung“ und gehen der Frage nach, wer z.B. für die Erledigung der Hausaufgaben verantwortlich ist. Hält man sich an Adler, so ist dies auf jeden Fall der Schüler, denn der trägt den Nutzen von der Erledigung der Hausaufgaben.

Lassen wir unseren Alltag einmal Revue passieren, werden wir viele kleine und große Situationen finden, in denen wir die Aufgaben (noch) nicht angemessen trennen. Nicht zuletzt dadurch kommt es zu Frustration und Stress in der Beziehung, Familie, Schule oder am Arbeitsplatz. Es lohnt sich also einmal genau hinzuschauen und zu überlegen, wem welche Aufgabe zufällt und ggf. einfach mal die Finger von Aufgaben zu lassen, die nicht unsere eigenen sind.

Hier findet Ihr Informationen zu den beiden Büchern:

„Du musst nicht von allen gemocht werden: Vom Mut, sich nicht zu verbiegen“ (ISBN 978-3499634055)

„Du bist genug: Vom Mut, glücklich zu sein“ (ISBN 978-3499001055)

Autoren: Ichiro Kishimi, Philosoph in Kyoto und Vorsitzender der japanischen Alfred Adler-Gesellschaft und Fumitake Koga.

Weniger rote Knöpfe bedeutet mehr Lebensqualität

Wie emotionale Fitness das Miteinander im Alltag erleichtert

Die allermeisten Eltern haben wohl schon erfahren, wie zielsicher die eigenen Kinder unsere roten Knöpfe finden. Sie finden sie sogar an Stellen, an den wir keine roten Knöpfe vermutet hätten, weil die Ursachen für diesen Trigger tief in unserem Gedächtnis vergraben sind und/oder wir bewusst keinen Zugang (mehr) zu ihnen haben.

Und auch wenn keine (eigenen) Kinder involviert sind, in jeder Situation, in der aus einer Mücke ein Elefant wird, ist mindestens ein „roter Knopf“ bei einem der Beteiligten ausgelöst worden. In diesen Situationen wird das Miteinander und das Finden von guten (Konflikt-) Lösungen durch unangemessen heftige Emotionen erschwert. Wie wäre es also, wenn wir unsere roten Knöpf nach und nach entschärfen und unsere emotionale Fitness Stück für Stück steigern könnten, um im Alltag angemessen reagieren zu können? Klingt doch nach einem sinnvollen Plan, oder?

Wie diese roten Knöpfe entstehen, und was wir tun können, um sie zu deaktivieren, besprechen wir noch ausführlicher in unserer Folge „Heile, heile Gänsje“ – Link siehe unten.

Links:

Der hat mich geschubst!

Konflikte auf der Judomatte, lästig oder lehrreich?

Wenn wir einen Konflikt als eine herausfordernde Situation infolge des Aufeinanderprallens unterschiedlicher Interessen, Bedürfnisse oder Meinungen begreifen, wird schnell klar, dass Konflikte unvermeidbar zur menschlichen Interaktion gehören und Strategien für konstruktive Konfliktlösungen die Qualität des Miteinanders deutlich verbessern können, nicht nur im Judokontext.

Im Rahmen unserer Lehrprobe zum Trainer-B Gewaltprävention haben wir uns ausführlich mit der Bedeutung des Trainerverhaltens in Konfliktsituationen beschäftig und teilen in dieser Folge einige der grundlegenden Gedanken mit Euch. Wenn Ihr Euch für dieses Thema interessiert und Ihr unsere Ausarbeitung lesen möchtet, schreibt uns einfach eine Email an feedback@klein-große-welt.show. Wir freue uns, von Euch zu hören!

Natürlich lässt sich alles, was wir in dieser Folge besprechen, auch auf den Alltag in Familie oder Schule übertragen. Halt in alle Situationen, in denen ein Erwachsener schwierige Situationen durch sein bewusstes Verhalten positiven und lehrreich gestalten kann. Und selbstredend sind die Konzepte sinngemäß auch für Konflikte unter Erwachsenen anwendbar.

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