Zu guter Letzt … (August 2026)

Die monatliche Kolumne von Carsten Sann

Zu guter Letzt … (August 2026)

„Wer schreit, hat Unrecht“ – dieser Satz ist der Aufhänger für meine Kolumne in diesem Monat. Natürlich stimmt er nicht immer. Aber oft steckt hinter großer Lautstärke, künstlicher Dringlichkeit und alarmistischen Botschaften ein Muster, das uns emotional unter Druck setzen soll. In dieser Folge geht es darum, warum nicht jede Entscheidung sofort fallen muss, wie wir solche emotionalen Köder erkennen können und weshalb es gerade in bewegten Zeiten wichtig ist, den eigenen klaren Kopf und die innere Stimme zu bewahren. Und ich spreche über Essenzen, die uns dabei unterstützen können.

Shownotes

Ab wann werden die Augen wirklich viereckig?

Dauerbrenner Medienkonsum

Nein, Medienerziehung gibt es nicht erst seitdem wir Eltern sind. Auch unsere Eltern mussten sich schon Gedanken darüber machen, wie viel Fernsehzeit für uns als Kinder gut war und welche Sendungen wir schauen sollten. Und ja, das Angebot „damals“ war deutlich geringer als es heute ist, die Anzahl der Sender war überschaubar, die Sendezeit beschränkt und bei einem, maximal zwei Fernsehgeräten pro Haushalt war die freie Verfügbarkeit dieser Geräte auch nicht unbedingt gegeben.

Dieses Bild hat sich deutlich gewandelt. Menschen, die gleichzeitig mit Handy und Tablet vorm Fernseher sitzen, hätte ich mir in meinen jungen Jahren nicht vorstellen können. Schule mit Smartboard und in vielen Klassen auch Tablet sind längst Realität und an vielen Stellen geht es somit auch für unsere Kinder gar nicht mehr ohne entsprechendes Endgerät.

Wie bei vielen Dingen im Leben ist es auch bei den Medien die Dosis, die passen muss, damit die Augen nicht irgendwann doch viereckig werden und unsere Kinder einen sinnvollen Umgang mit sich und ihren Medien finden. Hier sind wir als Eltern gefragt, ganz individuelle Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu finden, die gut zu uns und zu unseren Kindern passen.