Magie mit ConBee II Zigbee Controller und USB 3 Festplatte

Ich wollte eigentlich schon länger wieder mal was schreiben, aber das Leben kam dazwischen. Heute eine relativ kurze Notiz – nicht zuletzt als Erinnerung für mich selbst, wenn ich es mal wieder brauchen sollte 😉

Ich habe mir ein neues Geäuse für meinen primären Raspi gegönnt, namentlich das Argon ONE M.2 Case für Raspberry Pi 4. Das hat nicht nur Platz für einen Raspi, sondern gleich auch noch für eine M.2 SSD, die ordentlich Speicherplatz schafft. Randbemerkung: Das Gehäuse ist von vorne bis hinten durchdacht und hat mich begeistert. Ein Review findet sich hier.

Problem bei der Sache: Sobald ich den Raspi in das neue Gehäuse eingebaut habe, funktioniert mein Zigbee Netzwerk mittels des ConBee II von dresden elektronik nicht mehr. Die Phoscon Software ist da, und behauptet auch, die Lampen zu schalten, jedoch tut sich nichts. Hat mich gestern echt einige graue Haare gekostet. Schlussendlich habe ich herausgefunden, dass es funktioniert, sobald ich die (über eine USB 3 Steckerbrücke) angeschlossene SSD abklemme, und umgekehrt. Mangels einer Lösung habe ich gestern alles zurückgebaut und war ein wenig frustiert.

Heute Morgen habe ich mich dann neu motiviert hingesetzt und ein wenig intensiver gegoogelt – und dabei diesen Thread hier gefunden, der genau mein Problem beschreibt: https://github.com/dresden-elektronik/deconz-rest-plugin/issues/1803. Darin gibt es einige Lösungsansätze, jedoch scheint derjenige, der letztlich funktioniert, fast mit Magie zu tun zu haben 😉 Einfach den ConBee II USB Stick an ein Verlängerungskabel anschließen und alles geht wieder.

Wenn man sich ein wenig mit dem Hintergrund beschäftigt, wird es weniger magisch und besser greifbar: Die USB 3 Ports am Raspi scheinen eine Lücke in der Schirmung zu haben, die genügend HF Strahlung durchlässt, um das 2,4 GHz Frequenzband des ConBee II so zu stören, dass keine Kommunikation mehr mit dem Zigbee Netzwerk zustandekommt.

Also gleich mal die USB Verlängerung angeklemmt und den Stick möglichst weit vom USB 3 Port des Raspi entfernt … et voilá: Alles funktioniert wieder. Danke Internet 🙂

Projekt Smartifizierung

Was macht man, um angesichts des Corona-Wahnsinns nicht durchzudrehen? Man sucht sich ein Projekt. Und was habe ich mir gesucht? Die Smartifizierung unseres Zuhauses. Lasst die Spiele beginnen …

Sachte angefangen mit intelligenten Lichtern und so habe ich schon vor einigen Jahren. Philips Hue, intelligente Heizungsthermostate und mal zum Spielen einen Bewegungssensor. War aber alles mehr lustloses Ausprobieren. Jetzt sind Corona-Ferien, jetzt mache ich ernst.

Den Anstoß gab ein Freund, der mich auf die Shelly-Produkte aufmerksam gemacht hat. Kleine, kostengünstige Relais, die in die Unterputzdosen eingebaut werden, im WLAN hängen und für bis dato geistig minderbemittelte Stromverbraucher das vielseits beschworene Hirn vom Himmel regnen lassen.

Für mich als Nicht-Elektriker hat es einen Moment gedauert, bis ich mich in die Schaltpläne reingefuchst habe, aber inzwischen ergibt das alles Sinn. Der erste Shelly hat noch über eine Stunde gedauert, bis er eingebaut war, nun ist es eine Sache von Minuten – vorausgesetzt in der Unterputzdose ist genügend Platz.

Nachdem die Möglichkeiten der Shelly App recht schnell ausgeschöpft waren und ja auch noch mein Altbestand an intelligenten Geräten da war, war es nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Raspberry Pi mit iobroker seine Zelte aufgeschlagen hat. Meine aktuelle Konfiguration beinhaltet Geräte von Allterco (Shelly), Philips (Hue), AVM (FRITZ!DECT), Homematic IP, Xiaomi (Aqara) und IKEA (Trådfri). Details und vor allem Berichte über erfolgreich umschiffte Klippen folgen.

Was für eine schöne Ablenkung …

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