Ehrliche Worte zum Thema ADHS

Ich bin gerade wie in einer (positiven) Schockstarre. Da stellt sich doch tatsächlich ein etablierter Wissenschaftler hin und verkündet im deutschen Fernsehen, dass ADHS keine Krankheit ist und nur deshalb dazu gemacht wird, weil es für alle Beteiligten (außer den Kindern) bequemer bzw. profitabler ist.

„ADHS ist keine Störung, es ist ein Symptom für unmenschliche Erziehung“

Soviel Ehrlichkeit im Fernsehen hat wirklich Seltenheitswert. Unbedingt ansehen – der Clip ist nur knapp vier Minuten lang.

Die FAZ über ADHS und Ritalin

Hier ist ein schon etwas älterer, aber nichtsdestotrotz hochinteressanter und sehr nachdenklicher Artikel über die Modekrankheit ADHS und die dazugehörige Modedroge Ritalin aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Lesenswert! Ein kurzes Zitat:

Keine Krankheit, ein Deutungsmuster: als psychisch krank wird definiert, was gegen bestimmte Regeln verstößt und von Normen abweicht. Diese Normen sind nicht ein für alle Mal festgelegt, sie können sich verändern. ADHS ist ein Jungen-Syndrom. Jungen bekommen die Diagnose viermal so oft wie Mädchen. Sie sind es, die über die Stränge schlagen und gegen Regeln verstoßen. Wer hat sich verändert? Die Jungen? Die Regeln?

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ritalin-gegen-adhs-wo-die-wilden-kerle-wohnten-11645933.html