Wissenschaft beim Wort genommen

Gerade bin ich über einen Artikel aus dem August 2016 gestolpert. Er trägt den Titel “Vom aussichtslosen Kampf gegen die Alternativmedizin”, wobei die Überschrift eher irreführend ist. Tatsächlich ist der Text eine sehr scharfsinnige Zusammenfassung der aktuellen Kreuzzüge gegen alles, was den Pharmaunternehmen und der Medizinerlobby mit ihrer Gerätemedizin kein Geld in die Kassen spült, also alles, was man langläuftig dem Bereich Komplementärmedizin zuordnet.

Nebenbei: Die oft benutzte Bezeichnung “Alternativmedizin” ist eigentlich blanker Hohn, denn das entsprechende Wissen ist oft deutlich älter als die Schulmedizin.

Einige Zitate aus dem Artikel, beginnend mit der falschen Prämisse, dass man die Komplementärmedizin nach den selben Regeln beurteilen kann, wie die Schulmedizin:

Einer der Hauptvorwürfe, die Homöopathen wehrten sich gegen randomisierte Doppelblindstudien, geht genau genommen zielsicher am Punkt vorbei. Dieses Studiendesign gilt zurecht bei Medikamententests zur Wirkung chemischer Wirkstoffprofile als Goldstandard. Mit einer Verblindung des Therapeuten ergibt eine homöopathische Behandlung, bei der erst nach umfangreicher Anamnese das individuell richtige Mittel gefunden werden kann, jedoch keinen Sinn.

Der Eindruck, dass für die Hardliner der Schulmedizin nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf festigt sich mit dem Zitat aus einem Artikel des Professor für Forschungsmethodik Harald Walach:

“Und daher, meine ich, haben wir ein klassisches, wissenschaftstheoretisches Anomalien-Problem: wir haben Befunde, die nicht mit konventionellen Modellen erklärbar sind. Die Befunde sind viel zu wenig robust, als dass sie von Kritikern als Belege akzeptierbar wären und vor allem kommen sie ohne eine brauchbare akzeptierte Theorie daher. Auf der anderen Seite sind die Befunde viel zu deutlich, als dass sie einfach mit einer simplen Schwankung wegerklärt werden können.” Wissenschaftlicher Fortschritt beginne aber eigentlich damit, solche Anomalien ernstzunehmen und weitere Forschungen dazu anzustellen.

In Hinblick auf den in den Medien großflächig gepflegten Hass gegen komplementäre Therapien, der sich nur zu oft den Schafspelz des “kritischen Denkens” überhängt, stellt der Autor fest:

Sicherlich gibt es keinen Lebensbereich, dem man sich nicht auch mit wissenschaftlicher Betrachtung nähern kann. Im Umkehrschluss jedoch etwas als nicht vorhanden zu erklären, über das es keine oder nicht ausreichende Studien gibt, erinnert unweigerlich an eine frühkindliche Betrachtungsweise von Dingen, die nicht erfasst werden können.

Die gezielte Hetze gegen natürliche Therapien hat für mich schon lange den Charakter einer Hexenjagd angenommen. Soll doch jeder, der die Schulmedizin als das einzig Wahre ansieht, dabei bleiben. Aber bitte lasst die anderen, die über den von den Lobbys verordneten Tellerrand hinausblicken, in Ruhe!

Die aktuell wieder angefeuerte Debatte, dass die Krankenkassen aus Kostengründen gefälligst keine homöopathischen Behandlungen bezahlen sollten, entlarvt dabei die Farce: Wenn man ernsthaft über Kosten reden würde, müssten zuerst bekanntermaßen überflüssige oder sogar wirkungslose schulmedizinische Behandlungen gestrichen werden, die allesamt Größenordnungen mehr kosten als die 0,06 % der Gesamtausgaben für Arzneimittel, die die Homöopathika laut Spiegel bei den Krankenkassen ausmachen.

Der Artikel ist in vollem Umfang lesenswert – insbesondere auch für diejenigen, die beim Kreuzzug gegen Homöopathie etc. meinen mitmachen zu müssen. Wer immer wieder wissenschaftliche Methoden als oberstes Dogma zitiert sollte sich auch daran halten, wenn ihm das, was er dabei findet, nicht passt. Dazu noch einmal der in diesem Kontext zentrale Satz aus dem Artikel:

Wissenschaftlicher Fortschritt beginne aber eigentlich damit, solche Anomalien ernstzunehmen und weitere Forschungen dazu anzustellen.

Ich habe fertig.

 

 

 

Homöopathie polarisiert

Der Spiegel ist wie immer zuverlässig weiter auf seinem Kreuzzug gegen die Homöopathie (und im Zweifelsfall auch alles andere, was nicht in das Weltbild der Schulmedizin und der Pharmaindustrie passt) unterwegs. In einem aktuellen Beitrag rechnet das ansonsten von mir geschätzte Online-Magazin mit einem geplanten Bachelor-Studiengang in Homöopathie ab, was ich persönlich jedoch für keine schlechte Sache halte.

In den Kommentaren zu den entsprechenden Beiträgen auf Spiegel Online und Facebook zerfetzen sich dann die Befürworter und die hasserfüllten Gegner der Homöopathie mit manchmal mehr und oft weniger eloquenten Kommentaren.

Was mir dabei nicht in den Kopf will: Wie kann es sein, dass man sich in einem Land über ein Thema, das – von allen Seiten unbestritten – zumindest nicht schadet, so die Köpfe einschlägt, während der Konsum von zufällig gesellschaftlich akzeptierten Rauschgiften wie Nikotin und Alkohol, die unbestritten schädlich sind, als gegeben hingenommen wird.

Meine Meinung dazu ist: Wenn es nicht in Euer Weltbild passt, dass Homöopathie und Blütenessenzen positive Wirkungen haben, dann benutzt sie nicht! Aber lasst die anderen, die sie halt nutzen wollen, in Ruhe.

Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Esoterik

Momentan tue ich etwas, was ist sonst nicht so oft machen: Ich lese ein Buch zum zweiten Mal. Dabei handelt es sich um “Das Nullpunkt-Feld” (engl. “The Field”) von Lynne McTaggart, einer bekannten englischen Wissenschaftsjournalistin. Das Buch ist schon einige Jahre alt und es ist auch schon einige Zeit vergangen, seit ich es das erste Mal gelesen habe. Damals hatte ich noch kein Blog, deswegen nutze ich heute die Gelegenheit, um darüber zu berichten, und es wärmstens weiterzuempfehlen

Anhand von vielen Beispielen nähert sich die Autorin dem “Nullpunkt-Feld”, das vereinfacht gesagt ein energetisches (noch) nicht messbares Feld ist, das im gesamten Kosmos vorhanden ist, und als Informationsspeicher dient. Das Besondere an diesem Buch: Lynne McTaggart bezieht sich dabei auf solide Forschungsergebnisse und Studien von etablierten Wissenschaftlern (randomisierte Doppelblind-Studien, etc.), die sowohl die Existenz dieses Feldes beweisen, als auch solche Phänomene wie  Homöopathie, Blütenessenzen, Fernheilungen, Telepathie und andern “Hokuspokus” mühelos erklären können.

Das Nullpunkt-Feld, über das übrigens schon Einstein in seinen Forschungen “gestolpert” ist, ist bei genauerer Betrachtung mit dem identisch, was man die Akasha-Chronik nennt. Was mich besonders fasziniert, ist jedoch der Gedanke im Buch, dass das Gehirn nicht der Speicherort unserer Erinnerungen ist, sondern lediglich ein Werkzeug, um einen (limitierten) Zugang zum Nullpunkt-Feld zu erlangen. Witzigerweise kann man durch Meditation oder andere Formen der Einstimmung diesen Zugang ausweiten, womit schon Telepathie und “Fern-Sehen”, sowie jegliche Art von Visionen erklärt wären.

Auf diese Weise geht es in dem Buch Schlag auf Schlag weiter, so dass mir manchmal – auch beim zweiten Lesen – die Kinnlade nach unten geklappt ist. Wenn es solche Forschungsergebnisse gibt, wie kann man da immer noch leugnen, dass die “übernatürlichen” Dinge eigentlich gar nicht so übernatürlich sind? Die Antwort liefert wie immer an solchen Punkten Palmström: “Denn nicht sein kann was nicht sein darf”.

Es ist nicht wirklich möglich, die dicht gepackten Informationen dieses Buches in einem kurzen Blogpost zu beschreiben. Deshalb sei nur gesagt: Das Buch ist für alle, die Interesse an wissenschaftlichen Nachweisen für parapsychologische oder andere, die Grenzen der etabliersten Wissenschaft überschreitende Phänomene haben, eine Pflichtlektüre. Unnötig zu erwähnen, dass die referenzierten Studien alle aufgeführt sind und bei Interesse im Original gelesen werden können. Für mich ist dieses Buch eine echte Bereicherung und ich denke, in einigen Jahren werde ich es auch noch ein drittes Mal lesen.

Weitere Gedanken zum Thema “Neue Energie”

Gestern habe ich darüber geschrieben, wie es in der neuen Energie möglich sein könnte (wird?) direkten Zugang zu allen Informationen, allen Schwingungen, aller Heilenergie zu haben. Für mich klingt das plausibel, denn letztlich ist ja alles mit allem vernetzt (oder sogar eins?). Warum sollte ich also nicht Zugang zu Informationen haben, die irgendwo anders auf der Welt oder im Universum zur Verfügung stehen. Offensichtlich hatten die alten Hochkulturen (Inkas, Mayas, etc.) und auch die Ureinwohner der verschiedensten Regionen auf der Erde ein breites Wissen über Astronomie und die Erde. Mangels all der technischen Spielzeuge, die wir heute haben, um das Sonnensystem zu vermessen müssen die Informationen ja von irgendwoher gekommen sein.

Ganz offensichtlich für mich ist auch, dass dieses perfekte Verbundensein und der vollständige Zugriff auf das Wissen des Universums etwas sind, das sich gerade dabei ist zu entwickeln und ebenso offensichtlich ist es, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Ich persönlich muss tatsächlich immer noch das Telefon benutzen, wenn ich auf bewusster Ebene mit meinen Freunden am anderen Ende von Deutschland kommunizieren will. Nahrung und Wasser muss ich auch immer noch zu mir nehmen – obwohl das etwas ist, was ich auch nie aufgeben will, egal wie weit wir uns als Menschheit entwickeln. Dazu macht es mir zuviel Spaß, gut zu essen 😉 Auch die Informationen der Essenzen oder die Fähigkeit zur bewussten Spontanheilung sind noch etwas, an dem ich bastele und irgendwie noch ein Stück entfernt bin. Wie gut, dass es all die Hilfsmittel und Werkzeuge gibt, die uns hier auf der Erde dazu dienen, unser Leben leben zu können.

Ein wesentlicher Punkt, der Menschen davon abhält die Erfahrungen, die es zu machen gilt, zu genießen ist die Angst. Insbesondere die Angst die dadurch hervorgerufen wird, dass viele Dinge, von denen wir “wissen”, dass sie wahr sind, momentan in Frage gestellt werden. All die im Massenbewusstsein gespeicherten Informationen und Überzeugungen werden momentan auf den Prüfstand gestellt. Und natürlich kann es beängstigend sein, wenn auf einmal Dinge, von denen wir unser ganzes Leben überzeugt waren, sich als nicht (mehr) wahr herausstellen. Die einzige Lösung dieses Problems besteht darin, sich nach innen zu wenden und die Stimme der eigenen Intuition wieder wahrzunehmen. Es gibt keinen besseren Ratgeber. Wenn wir unserer Intuition vertrauen sind wir immer auf dem richtigen Weg. Das heißt nicht, dass wir keine negativen (Lern-) Erfahrungen machen. Das heißt aber schon, dass uns diese Erfahrungen auf direktem Weg helfen, uns weiterzuentwickeln.

Um den Bogen zurück zum Anfang zu bekommen: Wenn uns all die Fähigkeiten, die uns in der neuen Energie beginnen zur Verfügung zu stehen, noch größtenteils abgehen, dann wären wir doch ziemlich dämlich, wenn wir freiwillig darauf verzichteten, die Werkzeuge zu nutzen, die uns als Hilfsmittel dienen können um dennoch effizient voranzukommen. Es gibt derart viele Werkzeuge, dass man sich nur das richtige raussuchen muss – es gibt für jeden Problem das passende! Essenzen, Kinesiologie, Homöopathie, Osteopathie, Feldenkrais und (jawohl!) Schulmedizin. Meditation, Absichtserklärungen, Channelings oder Lichtkörperarbeit, … wir haben die freie Auswahl. Selbstverständlich passt nicht jedes Hilfsmittel zu jeder Herausforderung. Deshalb hier noch ein Zitat aus einem E-Mail-Wechsel:

“Wenn Du mit einem Thema nicht weiterkommst, dann suche nach Werkzeugen, die Dir weiterhelfen. Wenn das ausgewählte Werkzeug nicht hilft, dann suche ein anderes. Es ist nicht hilfreich, mit einem Hammer eine Kreuzschlitz-Schraube in die Wand zu hämmern. Mit einem Schlitz-Schraubenzieher geht es halbwegs gut. Perfekt ist jedoch der Kreuzschlitz-Schraubenzieher. Jedes Thema hat das passende Werkzeug. “