Corona Massentrance

Vor gut zwei Wochen habe ich hier gepostet, dass ich zum Thema Corona Stellung beziehen werden. Habe ich gemacht, vor allem auf Facebook. Heute habe mich entschieden, das wieder sein zu lassen, denn es kostet mich zu viel Kraft und Lebensfreude und ist offensichtlich ein Kampf gegen Windmühlen. Mein Abschlussstatement zu dem Thema auf Facebook fasst es zusammen:

Ok, Leute … ich weiß zwar immer noch nicht so genau warum, und kann nur vermuten, dass es sich um eine Art Massentrance handelt, aber ich habe verstanden, dass die meisten von Euch um jeden Preis an der Überzeugung festhalten wollen, dass die Welt gerade dabei ist unterzugehen.

Offizielle Zahlen, die bestätigen, dass alles furchtbar schlimm ist, müssen richtig sein; offizielle Zahlen, die etwas anderes sagen, sind auf jeden Fall falsch. Kapiert.

Ich habe verstanden, dass es momentan einen breiten gesellschaftlichen Konsens dafür gibt, dass es ok ist, jede sachliche Diskussionen zum Thema Corona zu beenden, in dem man einfach sagt: “Aber in Italien …” oder “Aber das exponentielle Wachstum …” oder “Aber die Intensivstationen sind überlastet …”. Egal was das Argument war.

Gesunder Menschenverstand, sachliche Diskussionen und Rationalität sind gerade nicht gefragt. Stattdessen findet es die Menschheit cool mal wieder das Reptiliengehirn ans Steuer zu lassen. Ist ok, macht mal, aber schaut, dass dabei nichts kaputtgeht, was man nicht wieder kitten kann. Mitmachen werde ich bei Eurem Spiel jedoch nicht.

Die Erkenntnis schmerzt, birgt aber auch eine positive Seite, denn sie wirft ein ziemlich klares Licht auf das, was ich an FB schätze, nämlich mit den Leuten, die ich mag und mit denen es eine gemeinsame Basis gibt, in Kontakt zu bleiben, auch wenn sie weit weg leben. Gleichzeitig beleuchtet die Erkenntnis auch das, was ich nicht will, nämlich meine Zeit mit Dingen verschwenden, die mich weder weiterbringen, noch mir Freude bereiten. Optimalerweise natürlich beides gleichzeitig.

Ich fand es mal cool, mit möglichst vielen Leuten aus meiner Vergangenheit über FB verbunden zu bleiben. Inzwischen ist mir klar, dass auch hier, wie fast überall, (meine subjektive) Qualität vor Quantität kommt. Die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis werde ich nun Stück für Stück umsetzen.

Einige spontane Rückmeldungen auf dieses Posting haben mir wieder ein bisschen Mut gemacht, denn sie zeigen, dass sich hinter der großen, schweigenden Masse vielleicht auch Menschen verbergen, die nicht der Massentrance verfallen sind.

Die Dinge, die mir wichtig erscheinen, werde ich nunmehr nur mit der kleinen aber feinen Gruppe von Menschen teilen, die ihren gesunden Menschenverstand noch nicht verloren haben.

Und eines ist mir noch wichtig zu sagen: Ich bin der festen Überzeugung, dass am Ende alles gut werden wird. Wir werden auch diese Krise – damit meine ich nicht das Virus selbst – überstehen. This, too, will pass.

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